Da war was los

Der 12. Spieltag verlief dann doch etwas spektakulärer, als ich glaubte. Nachdem Hertha BSC nach 9 Minuten 0:2 gegen Hoffenheim hinten lag, konnte einem schon etwas bange werden. Doch die Mannschaft kämpfte sich ins Spiel zurück. Doch nach dem Spielverlauf muss man den Punkt als Punktgewinn sehen und ich war ohnehin mit einem Unentschieden schon im Vorfeld einverstanden.

In München sah es nach einem Sieg der Bayern aus und jeder hätte diesen als normal abgehakt. Jedoch kam es anders, als man vorher erwarten durfte. Düsseldorf glich praktisch mit dem Schlusspfiff aus und sorgte somit für üble Laune bei den Bayernoberen. Die Ankündigungen von U. Hoeneß nach dem Spiel lassen erahnen wie es in den nächsten Tagen an der Säbener Straße zugehen wird. 9 Punkte Rückstand auf den BVB, da ist man ungehalten in der Führungsetage des FC Bayern.

Was den Bayern missfällt, dürfte dem Rest der Liga gefallen. Es ist spannender als in den letzten 3-4 Spielzeiten und Bayern nicht mehr die Übermannschaft. Diese Rolle scheint im Moment der BVB einnehmen zu wollen, der in Mainz doch mit etwas Mühe mit 1:2 die Oberhand behielt.

In Augsburg zeigte die Eintracht aus Frankfurt, wie gut sie doch den Abgang ihres Trainers Kovac verkraftet hat und gewann nahezu mühelos mit 1:3. Auch die Wolfsburger dürfen mal wieder jubeln. Mit dem knappsten aller Ergebnisse behielten sie gegen die Bullen aus Leipzig die Oberhand. Auch das Duell der Altmeister sollte ein torreiches werden. Schalke gewann mit 5:2 gegen den Club aus Nürnberg. Und schon am Freitagabend gewann Bayer Leverkusen mit 2:0 gegen den VfB Stuttgart und sorgte so zumindest für eine Woche für etwas Ruhe.

Es wird wieder gespielt

Der 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird an diesem Wochenende ausgetragen. Beginnend mit der Partie Bayer 04 Leverkusen : VfB Stuttgart gestern.

Wenn ich mir den Spieltag so anschaue, eine echte Knallerbegegnung ist nicht dabei, was nicht heißt, dass es nicht spannende Spiele geben könnte.

Wird Hertha nach 5 Spielen ohne Sieg und 2 Niederlagen in Folge mal endlich wieder ein Sieg gelingen? Gegen Hoffenheim scheint das nicht einfach. Die Mannschaft hat im Moment das, was man einen Lauf nennt. Und Herthas Abwehr ist noch immer stark dezimiert. Erfreulich aus Sicht von Hertha BSC ist, dass Marko Grujic wieder zur Verfügung steht. Ob er jedoch schon ein Spiel durchsteht, ist eher zu bezweifeln und es wäre auch nicht klug ihm das anzutun. Wie wertvoll er für Hertha ist, hatte er vor seiner Verletzung bewiesen. Seit seinem Ausfall, nach dem Foul des Mönchengladbachers Herrmann, tat Hertha sich wesentlich schwerer.

Nur Schade, dass sein Gastspiel wohl auch mit dem Ende der Saison hier endet. Der FC Liverpool wird ihn wohl kaum abgeben und wenn ja, eine Summe abrufen, die Hertha nicht aufbringen kann. So kann man sich nur diese Saison an ihm erfreuen und realistisch sein. Ein Unentschieden wäre für mich schon ein kleiner Erfolg, da die Mannschaft in den letzten Spielen etwas den Faden verloren hat.

München-Düsseldorf, Mainz-Dortmund scheinen auf dem Papier klare Spiele zu sein. Beim Duell der Altmeister Schalke-Nürnberg muss Schalke wohl liefern, sonst könnte es unruhig werden. Augsburg-Frankfurt ist eine interessante Partie, schon wegen der derzeitigen Verfassung der Eintracht, wie auch Freiburg-Bremen, da sehe ich die Breisgauer etwas favorisiert. Wolfsburg- Leipzig ist eine Partie, die man schlecht einschätzen kann, ich tippe jedoch auf einen Sieg der Wolfsburger. Die müssen auch was tun. Und Mönchengladbach-Hannover, da sollten die Punkte bei der Heimmannschaft bleiben.

Die DFL rudert zurück

Es hört sich ja erst einmal gut an. Es wird keine Montagsspiele der 1. Fußballbundesliga mehr geben. Doch das erst ab der Spielzeit 2021/22. Vorher muss man die ausgehandelten Fernsehverträge einhalten. Heißt im Umkehrschluss in den beiden Saisons 2019/20 und 2020/21 gibt es eben noch Montagsspiele und damit die verbundenen Unannehmlichkeiten für die Fans, die ihre Mannschaft eben auch zu Auswärtsspielen begleiten möchten.

Und wie sieht es mit der 2. Bundesliga aus? Darüber wird erst einmal der Mantel des Schweigens gehüllt. Oder hat die DFL ohnehin nur Interesse an der sich gut vermarktenden 1. Bundesliga? Der Amateurfußball scheint diesen Herren ja ohnehin egal zu sein. Nur so kann man sich die Ausweitung und die noch weiterreichende Ausweitung der Sonntagsspiele ab der Saison 2021/22 der 1. Fußballbundesliga, sogar zu den besten Amateurfußballanstoßzeiten, erklären.

Schnupfen oder nur verschnupft?

Es ist schon unfair wie man über die Sensibelchen der Nation berichtet. Da rennen sie sich die Lunge aus dem Hals, sind permanent unterbezahlt und werden von den Medien auch noch wegen ihrer Leistungen kritisiert.

Wenn z. B. ein Innenverteidiger des FC Bayern München im Spiel des Öfteren aussieht wie ein Altherrenfußballer, dann fühlt er sich gezwungen anschließend eine Erklärung an den Mikrofonen abzugeben. Er erklärt natürlich nicht, dass er einfach schwach gespielt hat. Das wäre ja noch schöner. Nein er ist indisponiert ins Spiel gegangen. Wurde am Tag vor dem Spiel krank, wollte aber das Spiel gegen den Tabellenersten nicht hergeben.

Wie blöd ist eigentlich solch eine Aussage? Ist es Arroganz, Selbstüberschätzung oder einfach nur Dummheit? So etwas gibt ein hoch bezahlter Profi nach einem wichtigen Spiel seines Vereines von sich. Da sitzt man, wenn man selbst einmal Fußball spielte vor dem Fernsehgerät und glaubt sich verhört zu haben.

 

Damit nicht genug. Verschnupft war dann wohl auch der Rüpel des FC Bayern München, Frank Ribéry. Von einem französischen Reporter befragt scheint er so genervt zu sein, dass es zu Handgreiflichkeiten kam. Diese wurden mittlerweile vom Verein bestätigt. Auch wenn man ein gewisses Verständnis dafür haben kann, dass Spieler von Reporterfragen genervt sind, das geht nun gar nicht. Und das sollte man dem alternden Star nun mal endgültig klar machen.

 

Das Schnupfenvirus wurde vor einer Woche von der Ehefrau des Thomas Müller eingeschleppt. Sie nieste eine flapsige Nachricht in die sozialen Medien und verschnupfte damit wohl auch den Trainer.

Man kann nur hoffen, dass der Virus nicht weiter um sich greift und der Schnupftabak den Bayern nicht ausgeht.

Zur Einsicht …

… braucht man Hirn.

Hertha BSC hat schon lange nicht mehr so guten Fußball wie in dieser Saison gespielt. Der Verein wird seit langer Zeit selbst außerhalb Berlins wahrgenommen. Wer nun denkt, dass sich nun eine gewisse Erleichterung breitmachen könnte, der irrt.

Denn in Dortmund und dem dortigen auftreten der sogenannten Ultras endete die „Freundschaft“, die ohnehin getrübt war, zwischen Verein und Ultras. Nachdem Hertha BSC, und da vor allem Manager Michael Preetz, für das Verhalten der Ultras keinerlei Verständnis zeigte und sich auf die Seite der Polizei stellte, sind die Ultras extrem sauer auf den Herthamanager.

Dazu kam noch das absolute Verbot von Fahnen und Bannern beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Schon bei diesem Spiel konnte man hören und sehen wie es demnächst im Olympiastadion um die Stimmung stehen könnte. Gespräche zwischen den Gruppen wurden abgelehnt und so ist man seit einer Woche sprachlos.

Nun hat der Dachverband „Förderkreis Ostkurve“ Anzeige gegen den Manager Michael Preetz wegen Beleidigung und übler Nachrede erstattet. Außerdem sollen die verantwortlichen Polizeieinheiten in Dortmund angezeigt werden.

Ganz ehrlich, wer solche Fans hat, braucht keine Feinde mehr. Schade um die bisher gute Saison von Hertha. Es scheint fast so, als wolle man das mit Gewalt kaputtmachen. Ich hoffe nur, dass dies den Ultras nicht gelingt. Wer hinter Bannern versteckend Pyrotechnik zündet, sollte sich nicht wundern, dass die Polizeikräfte nicht mit Wattestäbchen werfen und dudu sagen. Aber das geht in eure vernagelten Hirne ja nicht rein.

Ich finde es gut, dass Hertha BSC und der Manager Michael Preetz hier eine eindeutige klare Linie zeigen.

Ein Traumlos?

Wenn Hertha im DFB-Pokal mal in den Genuss eines Heimspieles kommt, dann ist aber bestimmt ein Haken dabei. Und dieser Haken heißt Bayern München.

Natürlich sind die Bayern ein attraktiver Gegner und sorgen für eine gute Kulisse im Olympiastadion. Nur, ein Pokalendspiel Bayern gegen Hertha wäre mir lieber gewesen. Die Spiele sind, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, am 5. und 6. Februar. Das bedeutet, man trifft sich bereits zwei Wochen später in München zum 23. Spieltag wieder.

Aber egal man muss es eben nehmen, wie es kommt und besonderes Pokalglück hat Hertha bisher ohnehin nicht entwickelt. Und wieso sollte es nicht gelingen, Bayern eine erneute Niederlage im Olympiastadion zuzufügen?

Ist das der richtige Weg?

Hertha BSC verbietet für das Spiel gegen RB Leipzig Banner und Fahnen aus dem Stadion. Verstehen kann ich die Entscheidung schon, ob sie jedoch wegen ca. 100 Dummköpfen gerechtfertigt ist? Viele echte Fans der Mannschaft werden auf ihre Symbole verzichten müssen.

Nachdem wieder einmal Trolle den Verein und seine Anhänger in Verruf brachten und das nicht zum ersten Mal, sah sich die Vereinsführung zu diesem Schritt genötigt. Das ist natürlich auch für die Fans von RB Leipzig ärgerlich, wenn sie von diesem Verbot nicht rechtzeitig erfahren.

Hertha hat mit RB Leipzig noch einige Rechnungen offen. Die letzten Heimspiele gingen mit 1:4 und 2:6 verloren. Also sollte man diese Serie mal beenden. Durch die aktuelle Saison gehen beide Mannschaften so ziemlich im Gleichschritt. Mit dem Tabellenfünften kommt RB zum Tabellensechsten. Somit ist das wohl das Spitzenspiel des Wochenendes.

Heute eröffnet der VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt den 10. Spieltag. Man darf gespannt sein, wie Trainer Weinzierl die Mannschaft eingestellt hat, um nicht wieder 4 Gegentreffer zu fangen.

Bayern München gegen den SC Freiburg ist wohl die willkommene Streicheleinheit für die Münchner „Startruppe“ die im Pokal mit zwei blauen Augen nach München zurückkehrte.

Schalke sollte gegen Hannover wieder in die Erfolgsspur wechseln. Fraglich nur ob das gelingt.

Interessant wird die Begegnung Bayer Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim. Nach den Auftritten des Pillenvereines in Bremen und Mönchengladbach könnte das das dritte Erfolgserlebnis für Bayer werden. Jedenfalls wenn Hoffenheim ähnlich planlos wie in Leipzig auftreten sollte.

Das fränkisch/schwäbische Derby zwischen dem FC Augsburg und dem FC Nürnberg scheint mir offen zu sein, mit leichten Vorteilen für den FC Augsburg.

Kann der VfL Wolfsburg dem Tabellenführer Borussia Dortmund ein Bein stellen? Fraglich bei der derzeitigen Form auch wenn man im Pokal in Hannover gewonnen hat.

Borussia Mönchengladbach gegen Fortuna Düsseldorf scheint eine ganz klare Bank für einen Tototipp zu sein. Jedoch hat die Borussia wohl doch an der Pokalniederlage zu knabbern.

Und mit Mainz 05 gegen den SV Werder Bremen wird dann der 10. Spieltag beendet. Und hier traue ich Bremen durchaus einen Punkt zu. Zieht man die Sturmmisere der Mainzer in Betracht, könnte Bremen sogar mit 3 Punkten an die Weser zurückkehren.

Doch es kommt bestimmt wieder alles ganz anders. Soll mir recht sein, soweit Hertha gegen Leipzig gewinnt.

Das Debakel der Idioten

Es war ein Spiel, in dem man gute Nerven haben musste, wenn man für Hertha ist. Zu überlegen war Borussia Dortmund und hätte die Hertha eigentlich mit einer Niederlage nach Hause schicken müssen. Dass es dazu nicht kam, konnten wahrscheinlich weder die Spieler vom BVB noch die von Hertha so recht begreifen.

So stand es am Ende 2:2 und das war dann doch etwas schmeichelhaft für Hertha. Andererseits greift eben immer wieder die alte Fußballweisheit, wenn eine Mannschaft ihre Chancen nicht mit Toren verwerten kann, so wird sie oftmals dafür bestraft. Und so kam es dann eben auch. Schon in der Nachspielzeit wurde D. Selke klar im Strafraum des BVB gefoult und beim fälligen Elfmeter behielt Kalou die Nerven und verwandelte ihn zum 2:2 Entstand.

Soweit lief der Nachmittag für Hertha eigentlich perfekt. Doch es gab im Block von Hertha mal wieder einige hirnlose Idioten, die für Randale sorgen mussten. Erst wurde mal wieder Pyrotechnik abgebrannt und dann eine Schlacht gegen Polizeibeamte vom Zaun gebrochen. Solche Typen bringen einen Verein in Verruf, obwohl sie wahrscheinlich kein Interesse am Fußball haben. Sondern nur auf Randale aus sind. Man kann nur hoffen, dass wenigstens einige erkannt wurden und dementsprechend abgestraft werden.

Der Verein hat am Abend eine Stellungnahme abgegeben und die Vorkommnisse als nicht hinnehmbar missbilligt.

So bleibt mir jedenfalls nur wenig Freude über den Punktgewinn in Dortmund. Denn diese Idioten haben mal wieder alles versaut. Ihr wisst wahrscheinlich überhaupt nicht, wie dumm ihr eigentlich seid. Hertha entging einem sportlichen Debakel in Dortmund. Für das Debakel wurde außerhalb des Spielfeldes von Idioten gesorgt. Schade!

Na dann viel Glück Hertha!

Am 6., 7. und 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga machte es Borussia Dortmund niemals unter erzielten 4 Treffern und am Dienstag in der CL wurde eine der abwehrstärksten Mannschaften Europas, Atlético Madrid ebenfalls mit 4 Treffern zurück nach Spanien geschickt.

Und heute nun tritt Hertha BSC in Dortmund an und hofft auf ein einigermaßen erträgliches Ergebnis. Und das nachdem man in dieser Woche eine für Hertha BSC sehr, sehr unangenehme Nachricht vernehmen musste. Der Assistenztrainer von Pal Dardai, Rainer Widmayer möchte, so vermehren sich leider die Zeichen, am Ende der Saison 2018/19 in seine Heimat zurückkehren und Hertha verlassen. Nun ist Rainer Widmayer nicht irgend ein Assistenztrainer, sondern der Taktikfuchs des Trainerteams. Und als solcher wohl nur schwer zu ersetzen. Aber man muss ihn natürlich auch verstehen. Er pendelt ständig zwischen Berlin und seiner Heimat in Baden-Württemberg, wo auch seine Frau mit den Kindern wohnt, hin und her. Schon als der VfB Stuttgart den neuen Trainer Weinzierl verpflichtete, wollte man R. Widmayer als seinen Assistenten verpflichten. Doch Hertha gab in, aus verständlichen Gründen keine Freigabe und wollte, dass er seinen Vertrag, der bis 2019 läuft, erfüllt.

Für das Spiel am heutigen Nachmittag kann ich nur hoffen, dass Hertha einen dieser Sahnetage erwischt und Dortmund vielleicht etwas ärgern kann. Denn auch Dortmund ist durchaus anfällig, das zeigte das letzte Heimspiel gegen den FC Augsburg sehr deutlich und hoffentlich hat man sich die Aufzeichnung genau angeschaut.

Na ja um 17:30 Uhr bin ich dann schlauer.

Christoph Daum zum 65-zigsten

Anlässlich des 65. Geburtstages von Christoph Daum habe ich bei YouTube ein Streitgespräch aus dem Aktuellen Sportstudio gefunden. So etwas wäre heute, so glaube ich, nicht mehr machbar. Wer Lust hat, kann es sich mal anschauen. Etwas Zeit braucht man allerdings.

Herzlichen Glückwunsch zum 65. Geburtstag an Christoph Daum.