Man mag darüber nicht schreiben

Nein darüber werde ich keine Zeile verlieren. Weder, dass der amerikanische Präsidentendarsteller meint, dass 99 Prozent der Covid-19 Fälle der USA ganz harmlos sind, noch, dass die neue Wehrbeauftragte der Bundeswehr glaubt, den Rechtsextremismus durch eine Wiedereinführung der Wehrpflicht verwässern zu können, oder über Bolsonaro der in Brasilien die Pandemie ebenso verharmlost wie sein Amtskollege im Weißen Haus.

Schon gar nicht über die völlig offene Vereinnahmung Hongkongs durch die Machthaber in Peking und die SPD-Spitze die eigentlich keine Spitze ist, sondern eher ein stumpfes Dasein führt.

Nein darüber schreibe ich nichts, denn würde ich was schreiben, so würdet ihr ja nicht so doof sein und das lesen. Also lasse ich es gleich und spare euch Zeit.

Tulsa 1921 – Tulsa 2020 …

… und andere Merkwürdigkeiten!

Im Jahr 1921 gab es in Tulsa (Oklahoma) eines der größten Massaker an farbigen Bürgern der Vereinigten Staaten. Fast 300 Tote und ein fast völlig zerstörtes Viertel (Greenwood) waren das Ergebnis.

Genau diesen Ort wählte D. Trump für den Wiederbeginn der „großartigsten“ Wahlveranstaltung des Landes. Und er legte auch gleich los, so als würden ihn die enttäuschenden Zuschauerzahlen nicht weiter stören. Die Arena war zwar etwas besser gefühlt als die Bundesligastadien in den letzten Wochen, jedoch kamen weit weniger als es vorher vollmundig, auch vom Präsidenten, angekündigt wurde. Er sprach von ca. 1 Million, die unbedingt die kostenlosen Karten ergattern wollten. Ja der Platz vor der Halle, den man für die freigehalten hatte, die es nicht in die Halle schaffen würden, wurde nicht benötigt, da in der Halle selbst, noch genügend Platz war.

Natürlich griff der Präsident jeden an. Es ist ja Wahlkampf. Deutschland, diese bösen, schulden der NATO mittlerweile 1 Billion an Verteidigungsgeldern. Jo Biden ist ein seniler Demokrat, Demonstranten sind der Abschaum und er hat die Covid-19 Pandemie erfolgreich bekämpft. Klar bei rund 120.000 Corona-Toten, weltweit bisher die meisten, kann man schon von erfolgreichem Management sprechen.

Die meisten Besucher der Veranstaltung trugen keine Masken. 6 Mitarbeiter aus dem Wahlkampfteam des Präsidenten wurden vor der Veranstaltung positiv auf Covid-19 getestet. Sie hatten die Veranstaltung in Tulsa vorbereitet. Doch das störte den Präsidenten nicht. Hauptsache er kann seine Ergüsse unter seine Anhänger bringen.

Zur Ausbreitung des Covid-19 Virus sagte er, „Ich habe meinen Leuten gesagt, testet langsamer“. Schließlich würden mehr Tests zu mehr positiven Ergebnissen führen. Man war bemüht diesen Spruch schnell als witzige Bemerkung des Präsidenten zu verbreiten. Jedoch könnte genau das, das „großartigste aller Krisenmanagements“ sein.

Man darf also auf die nächsten Monate gespannt sein.

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Wie man in deutschen Schlachthöfen oder wie immer man das nennen möchte, mit seinen Arbeitern umgeht, lässt einen grausen. Wenn man schon so mit Menschen umgeht, wie geht man dann erst mit den Tieren um? Das möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Mittlerweile sind diese Orte Hotspots für unfassbare Covid-19 Ausbrüche. Menschen aus Rumänien und Bulgarien müssen auf engstem Raum unter fragwürdigen hygienischen Verhältnissen leben und könne Abstandsregeln niemals einhalten.

Warum wird das nicht kontrolliert? Hier habe ich einen ganz bösen Lobbyismus -Verdacht der das verhindert. Denn die Zustände sollten den Behörden bekannt sein. Wenn nicht, dann frage ich mich, wie das möglich ist.

Und wäre das nicht schon schlimm genug, nein der Ministerpräsident und gerne CDU-Vorsitzende, die Mitglieder mögen uns davor schützen und einen anderen wählen, A. Laschet, setzt, wie so oft in letzter Zeit, einen oben drauf. Das Virus sei aus Rumänien oder Bulgarien eingeschleppt. So äußerte er sich um dann, wie so oft, einen Rückzieher zu machen, als in der Gegenwind doch zu sehr um die Ohren säuselte.

 

 

Moment mal: Endlich wieder Komasaufen!

Gestern startete der erste Flieger von Düsseldorf nach Palma de Mallorca. Die deutschen Testkaninchen, sorry Testurlauber wurden mit tosendem Beifall auf der Insel empfangen. Endlich sind sie zurück am Teutonengrill und am Ballermann kann man es wieder krachen lassen.

Somit wäre ja eines der größten Probleme dieser Covig-19 Spaßbremse gelöst und wer nicht einmal ein Jahr auf seinen Urlaub im Süden verzichten kann, kann sich jetzt wieder die Birne vollknallen.

Wie drückte es ein ehemaliger Berliner Politiker aus? Wer in diesem Jahr seinen Urlaub im Ausland macht, ist asozial. Soweit würde ich nun nicht gehen, jedoch zumindest unvernünftig würde ich schreiben. Aber das ist natürlich wie fast alles im Leben Ansichtssache.

Die balearische Regionalpräsidentin Francina Armengo sagte, nun sieht sie Licht am Ende des Tunnels. Doch sie warnte auch, das Virus sei noch da. Na darauf erst einmal einen Eimer Bier.

 

Moment mal: Und nun CDU/CSU?

Die Gernekanzlerin und noch amtierende CDU Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte es eingesehen, diese Posten sind einige Nummern zu groß. Nun geht es darum, wer den Posten denn dann besetzen sollte. Drei Männer warfen ihren Hut in den Ring und man sah einen Dreikampf um die Parteispitze und dann natürlich auch um das Kanzleramt.

Doch wie heißt es so schön, wenn sich drei streiten, könnte sich der Vierte freuen. So heißt es natürlich nicht, passt aber gerade so schön. Denn in Zeiten der „Spaßbremsen-Krise“ hat sich einer aus Bayern profilieren können und erlangt in der Beliebtheitsskala Werte die selbst einem bayrischen Ministerpräsidenten erstaunen müssen. Ja er ist beliebter als es Strauß oder Stoiber je waren.

Jedoch angesprochen auf das Kanzleramt ziert er sich wie ein artiger Musterschüler, den man ein großes Lob ausspricht. Nein er M. Söder sieht seine politische Zukunft in Bayern, so betont er immer und immer wieder. Ich denke, er betont es zu oft.

Wenn man die Kandidaten der CDU für den Parteivorsitz geistig Revue passieren lässt, so überbieten sie sich gegenseitig an Farblosigkeit. Weder Armin Laschet, Norbert Röttgen noch Friedrich Merz traut man zu, die Partei zu führen und als Bundeskanzler wären alle drei, so glaube ich, eine krasse Fehlbesetzung.

Nein, halt, nicht, dass jemand glaubt, ich würde nun M. Söder dieses Amt zutrauen, obwohl ich ihm alles zutraue. Doch kann man sich in der CDU weiterhin einem CSU-Mann als Kanzlerkandidaten verschließen, wenn die eigenen Kandidaten derart farblos daher kommen? Und in Bayern ein Strahlemann sich von einem Umfragehoch zum nächsten bewegt?

Auf die Entwicklung der nächsten Monate bin ich gespannt.

Moment mal: Solidarität?

Verzicht ist eine Gabe, die nicht jeder besitzt. So haben die Profis der Premier League einen Gehaltsverzicht abgelehnt Sie sollten wegen der Covid-19 Pandemie auf 30 Prozent ihres ohnehin arg kärglichen Gehaltes verzichten.

Eine geniale Erklärung zu der Weigerung der Profis gab die Spielergewerkschaft PFA. Durch den Verzicht der Profis würden dem englischen Staat rund 200 Millionen Pfund an Steuergeldern in zwölf Monaten fehlen.

Na bitte das nenne ich doch mal eine edle Haltung. Die Profis möchten nicht, dass dem Staat Steuergelder fehlen. Was sind doch die Profis in den Ländern, in denen sie auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten, für Steuerlümmel.

Der FC Liverpool hat einen Teil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Das kam nicht gut an bei den Fans und auch bei anderen Vereinen der Premier League. Was soll‘s, dafür hat man doch …

Manchmal jedoch schon!

Moment mal: Autsch und nochmals autsch!

Winfried Kretschmann ist Ministerpräsident von Baden-Württemberg und einer der GRÜNEN, die man allgemein Realos nennt.

Er war einst Lehrer für Biologie und Chemie und schon deshalb kann man bei seiner Aussage, dass Rechtschreibunterricht heute nicht mehr so wichtig sei, nur den Kopf schütteln. Er ist der Meinung, dass man heute ohnehin kaum noch handschriftlich schreiben würde. Für alles andere gäbe es Korrekturprogramme.

Ich bin nicht mehr ganz aktuell, wenn es um Bewerbungen geht. Jedoch sollte man sich schriftlich korrekt ausdrücken können. Mögen Korrekturprogramme einiges auffangen, so erkennen sie nicht alles.

Wenn ich im Netz unterwegs bin, achte ich oft auch nicht darauf, ob alles richtig geschrieben ist. Weder bei mir noch bei anderen. Anders sieht das im realen Leben aus. Hier ist die Rechtschreibung wichtig, wie auch ein gepflegter Sprachgebrauch.

Schon deshalb ist die Äußerung von Herrn Kretschmann Quatsch. Würde man seine Aussage konsequent weiter verfolgen so brauchte man die Grundregeln des Rechnens ebenfalls nicht mehr erlernen. Es gibt auch hierfür Hilfsmittel. Wozu noch Fremdsprachen lernen. Es gibt Übersetzungsprogramme. Interessant wäre, in welche Richtung so manches Gespräch gehen würde, würde man sich nur auf Übersetzungsprogramme verlassen.

Wie auch immer, nein Herr Kretschmann, machen wir uns nicht noch mehr zum Sklaven elektronischer Hilfsmittel. Fundierte Kenntnisse der Rechtschreibung sind noch immer ein Pfeiler unserer Bildung. Es sei denn, man möchte die Wählerinnen und Wähler noch mehr verblöden. Und ich hoffe doch, das ist nicht ihre Absicht.

Moment mal: wenn zwei sich streiten …

Der deutsche Außenminister H. Maas brachte, bei seinem Besuch in der Türkei, immerhin seinen Amtskollegen den türkischen Außenminister Cavusoglu zum Lachen. Und das darf man bei den gegenwärtigen deutsch/türkischen Beziehungen durchaus als Erfolg sehen.

Dumm nur, dass er dazu die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in die Pfanne haute. Auch wenn der Vorschlag den sie über die Sicherheitszone in Nordsyrien machte, realitätsfremd ist, sollte sich H. Maas derartiges vor einem ausländischen Politiker verkneifen. So macht er nicht nur die Verteidigungsministerin, sondern die gesamte deutsche Regierung lächerlich.

Der türkische Außenminister sagte dazu dann auch äußerst süffisant, hier soll sich die deutsche Regierung erst einmal einig werden. Er mische sich da nicht ein.

Geografie schlecht – setzen!

Der größte jemals in den USA hervorgegangene Präsident hat mal wieder gezeigt, dass er einige Defizite hat. Mal ganz freundlich ausgedrückt.

Als er in Pittsburgh (Pennsylvania) eine Rede hielt, kündigte er eine Mauer an, die zunächst den Bundesstaat New Mexico von Flüchtlingen aus Mexiko sichern sollte. Einmal so richtig in Rage bei seinem Lieblingsthema platzte er heraus, dass man auch eine Mauer in Colorado errichten werde, um ebenfalls Flüchtlinge fernzuhalten. Dumm nur, dass Colorado keine Grenze zu Mexiko, sondern „nur“ eine Bundesgrenze zu New Mexico hat.

Wenn ein Präsident nicht einmal die Staaten seines Landes einordnen kann, sollte man ihm tatsächlich mal etwas Nachhilfe geben. Oder noch besser, man wählt ihn einfach nicht mehr. Frag sich halt wie viele seiner Wählerinnen und Wähler überhaupt wissen, wo Colorado liegt.

Das schwarze Schaf

Bisher konnte sich die SPD sicher sein, mit Thilo Sarrazin ein schwarzes Schaf zu haben. Und andere Parteien solch einen Querulanten, den man liebend gerne loswerden würde, nicht vorweisen können.

Doch nun zieht die CDU nach und es präsentiert sich der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen als der Sarrazin seiner Partei, der CDU. Und schon möchte die Parteivorsitzende A. Kramp-Karrenbauer ihn am liebsten aus der Partei ausschließen. Klar hat sie es, wie so oft bei ihren Aussagen, sofort widerrufen, aber erst einmal war es raus.

Die verbalen Spitzen von Herrn Maaßen kommen aber auch zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Mitten im Wahlkampf in drei Bundesländern schießt er quer und rät der CDU Sachsens dann auch noch, sich von der Bundes-CDU zu distanzieren.

Wenn es nicht so unwahrscheinlich wäre, könnte man denken, dass er heimlich Wahlkampf für die AfD betreibt. Aber da spinne ich mir mal wieder etwas zusammen. Oder vielleicht doch nicht?

Bußgeld für streikende Schüler?

Nein da hat eine Schule in Mannheim gerade noch die Kurve bekommen. Sie wollte Schülerinnen und Schüler die an den „Fridays for Future“ Demos teilnehmen mit einem Bußgeld von 88,50 € belegen. Doch der Proteststurm im Internet hatte wohl seine Wirkung nicht verfehlt. Am Mittwoch wurde es bekannt und am Donnerstag bereits widerrufen.

Das wäre ja auch komisch. Schülerinnen und Schüler die für ihre Überzeugung streiken, mit einem Bußgeld zu belegen. Die Politiker bestrafen die Großverursacher der Klimaveränderung ja auch nicht. Sondern der Bundesverkehrsminister kriecht der Autoindustrie so in den Auspuff, dass man schon Angst vor Fehlzündungen haben muss.

Aber er ist ja gestern Abend auch Gast im Klimakabinett bei der Bundeskanzlerin gewesen. Da hat er bestimmt wegweisende Vorschläge unterbreitet, wie man den Autoherstellern auf die Finger klopfen kann. Ähnlich wie seine Kabinettskollegin J. Klöckner, die den Bauernverband und die Lebensmittelindustrie bestimmt knallhart in die Pflicht nehmen wird. Für den letzten Absatz schreibe ich mal vorsichtig, Ironie aus.