10 Jahre Bundeskanzlerin

Als der scheidende Bundeskanzler Schröder damals bei der sogenannten Elefantenrunde in die Mikrofone lallte, dass Frau Merkel niemals Bundeskanzlerin werden würde, mag es ein Wunschtraum von ihm gewesen sein.

Heute 10 Jahre später liegen 10 Merkelsche Jahre hinter uns. Und was ist erreicht? Na gut die maroden Banken hat sie gerettet, die FDP aus dem Bundestag katapultiert, was für mich eine ihrer besten Leistungen war und sonst? Offensichtlich haben sich die Menschen in diesem Land damit abgefunden, die werden wir nicht los, also müssen wir mit ihr leben.

In ihrer eigenen Partei war sie nie unumstritten die Messer wurden des Öfteren gewetzt, jedoch meucheln wollte sie niemand oder hat es sich nicht getraut. Doch nun werden die Stimmen der Kritik immer lauter und ein Murren und Knurren geht durch die CDU/CSU. Erst gemeinsam, doch seit Freitag wohl eher getrennt. Denn, dass der CSU-Vorsitzende sie auf offener Bühne abkanzelte wie ein kleines dummes Schulmädchen, das wird man ihm in der CDU nicht verzeihen. Wie kann es sein, dass eine Bundeskanzlerin sich solch eine Behandlung gefallen lässt? Damit hat sie wohl die letzte Souveränität, so sie je eine hatte, verspielt.

Was ich niemals für möglich hielt, ich verteidigte die Kanzlerin in den letzten Wochen. Da geht es mir wie einigen Kabarettisten, die sie all die Jahre scharf angriffen und sie jetzt fast pfleglich behandeln. Sie hat den Flüchtlingen aus Syrien zugerufen, dass sie in Deutschland willkommen sind und viele, ja sehr viele kamen. Sie wurde von vielen Seiten teilweise sehr hart kritisiert, trotzdem wich sie kaum von ihrer Linie ab. Das verdient meinen Respekt. Auch wenn vieles falsch gelaufen ist. Fast 300.000 Flüchtlinge halten sich unregistriert in Deutschland auf. Das ist natürlich eine schwere Hypothek, die auf ihren Schultern lastet, damit muss sie dann wohl auch leben, wenn es aus deren Reihen terroristische Aktivitäten geben sollte.

Ihr Ansatz allerdings, die Flüchtlinge aufzunehmen war richtig. Die Durchführung hätte allerdings professioneller vonstatten gehen müssen.

10 Jahre Bundeskanzlerin Merkel und was folgt? Da bin ich auch schon gespannt. Ob die Kanzlerschaft von Merkel dem Land eher genutzt oder geschadet hat, wird die Zukunft zeigen.

Watschen-Horst

Als ich die heutige Tagesschau guckte, hatte ich einen Moment die Augen geschlossen und erschrak. Ich glaubte beim CSU-Parteitag Franz-Josef Strauß zu hören, riss die Augen auf und es war Horst Seehofer. Er hörte sich tatsächlich einen Moment wie der „Alte“ an. Na ja stimmlich, denn Format hatte der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß jede Menge mehr als der jetzige Ministerpräsident. Auch wenn ich mit der Politik von F.-J. Strauß nichts anfangen konnte, so war er doch ein kluger Kopf.

Überhaupt der Herr Seehofer, er watschte die Bundeskanzlerin gestern ca. 10 Minuten links und rechts ab und sie stand daneben wie ein Schulmädchen. Man stelle sich mal vor, so wäre er mit H. Schmidt oder H. Kohl umgegangen. Keine 3 Minuten hätten die das mitgemacht und wären entweder gegangen oder ihm so ins Wort gefallen, dass ihm alles vergangen wäre.

Mir ist das eigentlich egal, wenn sich CDU und CSU gegenseitig vernaschen. Nicht egal ist mir allerdings, dass dem Land im Moment eine starke Führungspersönlichkeit fehlt. Die Kanzlerin ist nur noch eine Karikatur ihrer selbst, der Vizekanzler, na ja und der „starke Mann“ aus Bayern ist für mich …, nein das schreibe ich lieber nicht.

Unser BER gib uns …

Na, lange nichts mehr vom BER gehört? Stimmt es war etwas ruhiger geworden um den Katastrophenflughafen. Die letzte Meldung war eine 70-Millionen-Forderung der Bahn. Wahrscheinlich möchte die Bahn damit ihr Defizit etwas schönen. Aber geschenkt was sind schon 70 Millionen?

Doch nun gibt es mal wieder eine Topmeldung mit besonderer Würze. Am Flughafen waren Brandschutz-Experten eingesetzt die keine waren. Kontrollen hätten ergeben, dass der Nachweis für die Fachkunde fehlt. Da staunt man schon, oder? Immerhin fällt das jetzt schon auf, nahezu blitzartige Reflexe könnte man schreiben. Hat man denn auch gleich die anderen Fachkräfte überprüft? Haben Architekten eventuell nur Erfahrung mit Lego-Bausteinen?

Ehrlich diese BER-Baustelle ist so peinlich und ein Ende der Pleiten, Pech und Pannen kaum absehbar. Man kann dem Regierenden Bürgermeister nur einen Rat geben. Er soll sich schnellstmöglich aus dem Aufsichtsrat verkrümeln. Das bringt nur Kummer und ganz schlechte Kritiken.

Ach, wenn ich schon mal dabei bin, wo ist eigentlich der Minister Dobrindt? Ist der nicht auch im Aufsichtsrat? Oder hat sich der Bund still und heimlich aus dem Aufsichtsrat davon geschlichen?

Satire ist wann?

Ja wann ist Satire und wann ist seriöse Berichterstattung? In der ARD war diese Frage bisher eigentlich relativ einfach zu beantworten. Immer wenn Dieter Nuhr auf dem Bildschirm erscheint, soll es sich wohl um Satire handeln. Beim Bericht aus Berlin dagegen erwartet der Zuschauer seriöse Berichterstattung über die Politik der Hauptstadt, auch wenn diese manchmal satirischer ist als manche Satiresendung.

Für Aufregung sorgte ein Beitrag der letzten Sendung „Bericht aus Berlin“. In diesem ist der Reichstag mit Minaretten bestückt und dann taucht die Kanzlerin in Tschador bekleidet auf. Und das von einem Moderator dargeboten, auf dessen jeweiliger Schleimspur so mancher Politiker fast ausgerutscht wäre.

Jedoch stellt sich die Frage, sollte ein politisches Magazin derartiges darbieten? Oder ist das eher die Sache von Kabarettisten? Ich bin gespannt, wie Eure Meinung dazu ist.

Oh, oh, oh

Gerade lese ich, dass Bundeskanzlerin Merkel gute Chancen auf den Friedensnobelpreis hat. Am kommenden Freitag wird von der Jury in Oslo bekannt gegeben, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis erhält, der dann am 10. Dezember verliehen wird.

Sie habe in der Flüchtlingskrise moralische Führungsstärke gezeigt und mit ihrem Spruch „wir schaffen das“ in Europa eine neue Diskussionswelle geschaffen. Das jedenfalls meint der Leiter des Osloer Friedensforschungsinstituts.

Da passt es ja gut, dass man der mutmaßlichen „Friedensnobelpreisträgerin“ in der eigenen Regierung mittlerweile so massiv widerspricht, dass man meinen könnte, sie habe mit ihrer Flüchtlingsoffensive so richtig Mist gebaut.

Aber das sieht halt jeder anders. Ich jedenfalls habe dazu eine ganz klare Meinung. Wenn jemand den Friedensnobelpreis nicht verdient, so ist es die Bundeskanzlerin. Aber sie würde sich ohnehin nur in eine einzigartige Reihe von Fehlentscheidungen einreihen. Die letzte Witzentscheidung war z. B. Obama. Der bekam den Preis für praktisch nichts.

Muss die Geschichte der Menschheit neu geschrieben werden?

Quatsch natürlich nicht! Einen angeblichen Sensationsfund meldeten Wissenschaftler aus Südafrika. Dort wurde ein Affe oder doch ein Mensch gefunden, dessen Hirn die Größe einer Orange hatte. Nun müssen die Forscher ihr Bild über die Menschwerdung neu überdenken heißt es. Homo naledi wird er genannt und jetzt ist ruhe mit seiner Ruhe.

Dabei finde ich den Fund gar nicht so sensationell, mir würden auf Anhieb einige Menschen einfallen, von denen man glauben könnte, dass ihr Hirn nicht größer als eine Orange ist. Euch auch?

Ja ist denn schon wieder Weihnachten?

Als ich nach der heutigen Gassirunde mit den Hunden nach Hause kam, schaute ich in unseren Briefkasten um die Tageszeitung zu entnehmen. Nicht nur sie fand ich, sondern einen Werbeprospekt einer großen Discounter-Kette. Ich verrate jetzt natürlich nicht den Namen dieser Kette, nur soviel sie beginnt mit K und hört mit land auf.

Also blätterte ich den Prospekt mal durch und fand auf einer Doppelseite Angebote, die ich frühestens im November sehen möchte. Lebkuchen, Zimtsterne, Pfeffer-Nüsse, Gewürzspekulatius, Lebkuchen-Herzen, usw., usw. Klar sieht man diese Sachen schon überall. Aber macht es das besser? Leute wir haben den 13. September. Wir haben laut Kalender noch SOMMER und ihr haut einem schon die Weihnachtssachen um den Gaumen. Ja ich esse diese Sachen auch gerne, aber nicht im Sommer.

So das musste mal geschrieben werden.

Wenn ein Schwarzer, einen Farbigen, „Neger“ nennt

Gestern Abend brachte die ARD einen Themenabend zum Thema Flüchtlinge. Es war eine interessante Sendung nach der Tagesschau, nur leider konnte ich sie nach 15 Minuten nicht mehr ertragen und schaltete aus. Ich glaubte mit meiner Äußerung im gestrigen Thread „Das kann nicht war sein“, war ich zu forsch. Aber als ich die geballte Unfähigkeit der Politiker in diesem Beitrag sah, wurde ich nur noch wütend.

Allen voran dieser unsagbar tolle Innenminister Thomas de Maizière, als Verteidigungsminister schon eine Lachnummer, ist offensichtlich mal wieder total überfordert. Bei ihm müssten eigentlich alle Fäden zusammenlaufen. Sein Ministerium müsste alles koordinieren und was geschieht? Nichts wird koordiniert, keine Planung, kaum Vorgaben, stattdessen hat man das Problem versucht zu verdrängen. Aber das Innenministerium befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die EU versuchte lange die Vogel-Strauß-Taktik, was ich nicht sehen möchte, ist auch nicht da.

Aber der eigentliche Knaller des Abends wurde in der darauffolgenden Sendung „Hart aber fair“ gezündet, da hatte ich leider schon längst ausgeschaltet. Joachim Herrmann seines Zeichens Innenminister Bayerns, sagte lachend: „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat“, nachdem ein Mann in einem Einspieler sagte, er wolle keine „Neger“ in Bayern haben.

Bums das hat aber gezündet, in den sozialen Netzwerken ging dann auch gleich ein Sturm der Entrüstung los. So ist das, wenn ein Schwarzer, einen Farbigen, Neger nennt. Ich bin nun alles andere als ein Freund des bayrischen Innenministers, man könnte auch sagen ich mag ihn nicht. Allerdings glaube ich nicht, dass er diesen Spruch böse meinte. Allerdings sollte er mit seiner Wortwahl etwas vorsichtiger sein.

Und wie war das mit der Zeitschrift Titanic?

Roberto

Genau, weshalb sollte so etwas nur in den USA möglich sein? Nur dafür dürfte Roberto Blanco dann doch etwas zu alt sein. Und man stelle sich vor er würde bei jeder Gelegenheit singen. „Ein bisschen Spaß muss sein…“

BER und kein Ende

Die heutige Schlagzeile im Tagesspiegel, „BER-Eröffnung 2017 in Gefahr“. Wenn man bedenkt, dass der BER 2013 eröffnet werden sollte, kann einen diese Schlagzeile eigentlich nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Ich schreibe es jetzt mal ganz platt, jeder, der einen Plan in die Hand nehmen konnte, schien als Chefplaner für dieses Jahrhundertprojekt geeignet. Ausgemusterte Manager wie Mehdorn durften jahrelang auf und mit dem BER spielen. Der Aufsichtsrat war weder Aufsicht geschweige denn Rat. Konnte er auch nicht, er wurde ja von Dilettanten mit Informationen gefüttert.

Dieser Bau ist nicht mehr peinlich für die Stadt und das Land, nein dafür müsste man ein neues Superlativ erfinden. Milliarden wurden verschleudert und all die Dilettanten, die für das Desaster verantwortlich sind, haben sich mittlerweile verkrümelt.