Moment mal: Kehrtwende und nochmals Kehrtwende

Wie sagte doch Konrad Adenauer einstmals? „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“. Und der Mann der starken Worte bei den Jusos, der ohnehin alles viel besser kann und weiß als die etablierten, möchte nun auch einen Posten bei den Großen. Also den Erwachsenen.

Und da hat er doch tatsächlich vergessen, dass er noch vor einigen Wochen ganz strikt gegen die GroKo war. Ja ein Sofortausstieg wäre damals für ihn die einzige Alternative gewesen. Kevin Kühnert möchte das jedoch nicht als Kehrtwende verstanden wissen. Na als was denn sonst? Kaum hat er einen Posten in Aussicht, schon wirft man die Überzeugung, die man einst dann wohl eher halbherzig vor sich hergetragen hat, weg. Und solche Menschen soll man dann auch noch ernst nehmen?

Mir war ohnehin klar, dass er nur populistische Phrasen von sich gab und ich gehörte nicht zu jenen, die glauben mit ihm wird die SPD sich erneuern. Aber wie schnell sich doch K. Kühnert und die zwei an der Spitze von ihrer Grundforderung, dem Ausstieg aus der GroKO verabschiedeten das war schon erstaunlich.

Auch wenn ich, wie schon gestern geschrieben, einen Ausstieg aus der GroKo für einen großen Fehler halten würde, so finde ich das Verhalten dieser drei „Hoffnungsträger“ mehr als peinlich. Soll es so weitergehen wie unter A. Nahles? Sie hatte den Mund auch immer sehr weit aufgerissen, um 2 Tage später kleinlaut das Gegenteil zu verkünden.

Die SPD braucht Politiker und Politikerinnen mit Rückgrat in dieser Situation und keine Sprücheklopfer. Doch wo sollen sie herkommen?

Es gibt keine menschengemachte Klimaerwärmung …

… so sagen es Mitglieder der AfD!

Nun ja, sie leben in ihren Gedanken wohl auch nicht in unserer Zeit. Und in der Zeit, in der sie gedanklich leben, oder die Zeit gerne wieder hätten, war die Klimaerwärmung natürlich noch kein Thema.

Schade, dass man nicht mehr erleben kann, was ihre Enkel oder Urenkel von der Einstellung die sie heute an den Tag legen, halten. Wenn in Mitteleuropa afrikanische Klimaverhältnisse oder noch schlimmere herrschen werden.

Moment mal: Was ist eigentlich los?

Der türkische Diktator wird nun, wohl mit Duldung der USA, noch zum Invasoren. Er möchte die bekämpfen, die gegen die ISIS besonders erfolgreich waren. Die Kurden im Norden Syriens empfindet er schon lange als Bedrohung. Die Truppen der USA, die mit den Kurden verbündet sind oder besser waren, ziehen sich aus dem Gebiet zurück und überlassen ihre einstigen Kampfgenossen dem Diktator.

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Der amerikanische Präsident scheint tatsächlich zu glauben, er steht außerhalb jeglicher Gesetzgebung. Ja, er herrscht über die USA nach Gutdünken. Er telefoniert und telefoniert um ausländische Regierungen zu bitten oder zu erpressen, gegen einen seiner möglichen Gegenkandidaten der Demokraten belastendes Material zu finden. Dass Politik ein schmutziges Geschäft ist, weiß man ja. Doch verstößt das, was der amerikanische Präsident hier veranstaltet, soweit mir bekannt, gegen die amerikanische Verfassung.

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In England stolpert ein Premierminister von einer Peinlichkeit in die nächste. Wie sein amerikanischer „Freund“ glaubt er, alle müssen sich nach ihm richten und nur seine Meinung ist die richtige. Nun ist er sich nicht zu schade auch noch Details aus einem vertraulichen Telefonat mit der deutschen Kanzlerin zu berichten. Entgegen jeder diplomatischen Gepflogenheit. Er schiebt der deutschen Kanzlerin den schwarzen Peter zu. Sie sei mitverantwortlich, wenn es zu einem ungeregelten Brexit kommen sollte. Mit Verlaub Herr Premierminister, die Kanzlerin mag an so manchen schuld sein, nur dieses Chaos hat man in Großbritannien verursacht. Indem einige Politchaoten glaubten sie können mal schnell aus der EU ausscheiden und populistische Reden schwangen. Dem Volk etwas vorgaukelten und nun nicht mehr ein und aus wissen. Einige haben sich schon aus der Schusslinie gezogen und sind mittlerweile ganz ruhig. Andere glauben noch immer an diesen Blödsinn.

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Die Grünen fordern den Rücktritt des Bundesverkehrsministers Scheuer. Da fragt man sich, weshalb müssen die GRÜNEN das erst fordern. Jeder Mensch mit einigermaßen Ehrgefühl wäre schon längst zurückgetreten. Schon nach Bekanntwerden der Details über seine Auftragsvergabe ohne ein Urteil abzuwarten hat in disqualifiziert. Nun kommen fast täglich neue, unglaubliche Details heraus. Und Herr Scheuer klebt an seinem bequemen gut honorierten Ministersessel und verbrennt eine Million nach der anderen an Steuergeldern. Übrigens Frau Bundeskanzlerin, solche Minister kann man auch entlassen. Frühere Bundeskanzler wussten das.

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Und wäre das nicht alles schon schlimm genug, setzt man in Rom noch einen drauf. An einer Brücke wurde dort die Klimaaktivistin Greta Thunberg symbolisch auf gehangen. Sagt mal, wie blöd seid ihr eigentlich? Man muss ja nicht mit allem einverstanden sein, was sie sagt. Doch wie Hirnlos ist es, so darauf zu reagieren? Ihr solltet euch schämen, nur das könnt ihr nicht. Dazu seid ihr einfach zu doof.

So das musste mal wieder alles raus.

Moment mal: Denn sie wissen was sie tun?

Nun offensichtlich dann doch nicht so richtig. Im hessischen Altenstadt Ortsteil Waldsiedlung wollte niemand so recht ran, um der dortige Ortsvorsteher zu werden. Nur der NPD-Landesvorsitzende S. Jagsch sagte sich, na dann mache ich es eben.

Wahrscheinlich dachte er dabei nur an einen symbolischen Akt. Denn, dass er tatsächlich gewählt wird, daran glaubte er wohl selbst nicht. Doch denkste, die Abgeordneten von SPD, CDU und FDP wählten in und nun ist das Geschrei groß. Die Oberen der Parteien zürnen mit ihren Parteimitgliedern, die den NPD-Mann wählten. Und schon werden Forderungen laut, dass der Gewählte wieder abzuwählen sei. Nur, was dann? Es hat sich vorher keiner gefunden um den Job zu übernehmen und es ist fraglich, ob sich nun jemand finden wird, der sich dafür hergibt.

Aber diejenigen die S. Jagsch gewählt haben, müssen sich schon fragen lassen, was sie sich dabei gedacht haben. Zu ihren Gunsten nehme ich mal an, wahrscheinlich nichts. Was in der Politik ja so unüblich nicht ist.

Ist es Führungsstärke oder Führungsschwäche?

Wenn ich richtig gezählt habe, sind mittlerweile 35 ehemalige Mitarbeiter des Regierungsstabes des amerikanischen Präsidentendarstellers D. Trump entweder gegangen worden oder haben das Weiße Haus fluchtartig verlassen.

Jüngstes „Opfer“ ist der Geheimdienstkoordinator Dan Coats. Er hatte wohl noch den Mut D. Trump zu widersprechen. Doch dieser braucht eben nur Speichellecker um sich. Damit er glaubt, nun endgültig der großartigste Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, den es jemals gab. Einen Rekord hat er tatsächlich schon jetzt hinbekommen. Niemals zuvor gab es solch einen Verschleiß einer Regierungsmannschaft.

Das alles macht ihm, dem größten Zwitscherer, jedoch nichts aus. Er pöbelt fröhlich durch die Gegend und macht aus einem ehemals großen Land tatsächlich eine Lachnummer. Und seine Popularität steigt mittlerweile immer weiter.

Das zeigt nur, in diesem Land kann es tatsächlich jeder schaffen nach oben zu kommen. Beruhigend ist das nicht. Schließlich handelt es sich bei den USA nicht um ein unbedeutendes Land. Sonst könnte einem das egal sein.

Manchmal ist man nur noch müde

Ich habe mich von dem Schmierentheater um U. von der Leyen noch nicht erholt. Habe die Posse um Annegret Kramp-Karrenbauer noch nicht verkraftet und schon kommt die nächste.

Wie leider zu erwarten war, haben die Tories Boris Johnson zu ihrem Chef gewählt. Das bedeutet in England, dass er auch der neue Premierminister sein wird. Wow die haben Humor die Tories, das muss man ihnen lassen. Fraglich ist nur, ob die britische Bevölkerung das auch so sieht. Sie wurde nicht gefragt.

Egal, nun ist es also an Boris Johnson seinen großen Sprüchen Taten folgen zu lassen. Nun muss er zeigen, dass er nicht nur große Sprüche reißen, sondern die Briten in ein neues Zeitalter, dem Zeitalter nach einem EU-Austritt führen kann. Nun muss er zeigen, dass er den Brexit bis Oktober mit allen Konsequenzen durchzieht. Oder er wird der Premierminister mit der kürzesten Amtszeit und der lächerlichsten Figur, die je ein Premierminister abgegeben hat, werden. Das Unterhaus lehnte das Abkommen der T. May dreimal ab. Ich bin gespannt, was er verändern möchte.

Ob die EU sich zu weiteren Konzessionen bereit erklärt, scheint eher ungewiss. Eines ist jedoch sicher, es werden interessante Wochen und Monate werden. Und hoffentlich ist dann im Oktober der Brexit endlich vollzogen. Denn ehrlich, es nervt eigentlich nur noch, was von der Insel kommt.

Trump und Johnson, das gibt eine Menge zum Lachen, hoffe ich. Hoffentlich nur zum Lachen nicht, dass sie noch mehr Schaden anrichten.

Moment mal: Klimakonferenz in Bonn

Und wieder treffen sich Vertreter aus 200 Staaten, um dem Klima ein Schnäppchen zu schlagen. Man wird sich wieder tagelang darüber unterhalten wie man das damals groß gefeierte Pariser Abkommen, aus dem der amerikanische Präsidentendarsteller mittlerweile ausgetreten ist, verwirklichen kann. Ja man wird, bestimmt in gut klimatisierten Räumen über das Klima sprechen. Doch darum kümmert sich das Klima nicht. Das ist das dumme.

Die letzte Konferenz von Kattowitz wird aufgearbeitet und wahrscheinlich merkt man, dass es seitdem keine Fortschritte gab. Die wird es auch in Bonn nicht geben. Dann wird man sich voller Zuversicht auf den nächsten Klimagipfel in Santiago de Chile vorbereiten um dort den letzten Gipfel von Bonn zu besprechen und was seitdem nicht erreicht wurde. Und dann wird man den nächsten Gipfel in …

Manchmal ist es echt ermüdend.

 

Trump on Tour

Nun ist er also über Großbritannien gekommen. Der großartigste aller Präsidenten der Vereinigten Staaten. Und er wäre nicht einer der großartigsten Twitterer, hätte er nicht schon vor seinem Einfall in Großbritannien für Gesprächsstoff gesorgt.

Boris Johnson, der eventuell aus der gleichen Gattung wie der großartige Präsident stammt, sei ein großartiger Premierminister zwitscherte er. Der Bürgermeister von London, Khan, dagegen sei ein Totalversager. Prinzessin Meghan sei eine böse Frau, sie hatte sich im Wahlkampf damals gegen Trump gestellt, und mit ihrer Meinung über ihn keineswegs hinter den Berg gehalten. Auch sie wurde voll gezwitschert und hat den Vorteil, dass sie sich noch im Mutterschaftsurlaub befindet und so dem großartigsten aller Präsidenten aus dem Weg gehen kann. Anders als ihr Gemahl Prinz Harry, dem es schwerfallen dürfte, die diplomatische Etikette zu waren. Hatte der großartigste Präsident nicht nur seine Angetraute, sondern auch sein Mutter Diana beleidigt, als er in einem Interview mal sagte, dass er mit ihr auch gerne geschlafen hätte.

Und einen ungeregelten BREXIT hat Trump den Briten auch noch ans Herz gelegt. Klar ein Großbritannien ohne EU ist leichter zu erpressen als ein Großbritannien in der EU. Hoffentlich erkennen das auch die Briten. Fehlt eigentlich nur noch, dass er der Queen freundschaftlich auf die Schulter klopft und sagt, „na altes Mädchen, kommst du uns bald im großartigsten Land besuchen? Nicht böse sein, dass wir euch damals in den Befreiungskriegen verjagt haben“. Wundern würde mich das nicht.

Bei all seinem Gezwitscher fragt man sich, was geht das dem großartigsten aller Präsidenten überhaupt an? Mit welchem Recht mischt er sich in die inneren Angelegenheiten der Britten? Hat er Langeweile?

Nein hat er natürlich nicht. Er bereitet ja seine erneute Kandidatur für eine weitere Amtszeit im Weißen Haus vor. Dann darf man gespannt sein, wer ihm von demokratischer Seite Paroli bietet, und ob die Bürgerinnen und Bürger der USA bereit sind, ihm nochmals 4 Jahre im Amt zu geben. Ich halte es für wahrscheinlich. Und ehrlich, er würde uns doch fehlen, oder? Haben wir denn sonst noch was zu lachen? Auch wenn die Gründe der Lacher oftmals höchst gefährlich sind.

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Hofnarren und Komiker

Früher hielten sich Kaiser, Könige und Fürsten einen Hofnarren. Dieser durfte den herrschenden vieles um die Ohren hauen, was Normalbürgern wohl den Kopf gekostet hätte. Ja oftmals hatten diese einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Herrschenden.

In der heutigen Zeit sind sie etwas aus der Mode gekommen. Doch nun scheint es so, als hätten die Wählerinnen und Wähler der Ukraine sich an die alte „Tradition“ erinnert. Sie wählten den Filmschauspieler und Komiker, der nun nicht mehr Komiker genannt werden möchte, Wolodymyr Selenski zu ihrem neuen Präsidenten. Und das mit einer Deutlichkeit, die vieles über seinen Amtsvorgänger Petro Poroschenko sagt.

Offensichtlich traut man Petro Poroschenko nicht mehr zu, die Probleme des Landes, die ja tatsächlich nicht einfach sind, zu lösen. Ob Wolodymyr Selenski hier nun die bessere Wahl ist, wird sich in den nächsten Jahren erweisen. Immerhin ist es, so finde ich, ein großes Wagnis einen Politneuling mit den schwierigen Aufgaben zu betrauen.

Seine Wahlkampfversprechen wird er nur schwer einlösen können. Doch daran wird er in den nächsten Jahren gemessen werden. Sollte es schief gehen, hat die Ukraine wahrscheinlich nochmals wertvolle Jahre verloren.

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Und gestern hatte ich in meiner Tageszeitung gelesen, dass der Herrscher von Brunei Verständnis für die Steinigung von Homosexuellen fordert und sie verteidigt. Und das im 21. Jahrhundert. Es ist unglaublich.

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