Ist es Führungsstärke oder Führungsschwäche?

Wenn ich richtig gezählt habe, sind mittlerweile 35 ehemalige Mitarbeiter des Regierungsstabes des amerikanischen Präsidentendarstellers D. Trump entweder gegangen worden oder haben das Weiße Haus fluchtartig verlassen.

Jüngstes „Opfer“ ist der Geheimdienstkoordinator Dan Coats. Er hatte wohl noch den Mut D. Trump zu widersprechen. Doch dieser braucht eben nur Speichellecker um sich. Damit er glaubt, nun endgültig der großartigste Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, den es jemals gab. Einen Rekord hat er tatsächlich schon jetzt hinbekommen. Niemals zuvor gab es solch einen Verschleiß einer Regierungsmannschaft.

Das alles macht ihm, dem größten Zwitscherer, jedoch nichts aus. Er pöbelt fröhlich durch die Gegend und macht aus einem ehemals großen Land tatsächlich eine Lachnummer. Und seine Popularität steigt mittlerweile immer weiter.

Das zeigt nur, in diesem Land kann es tatsächlich jeder schaffen nach oben zu kommen. Beruhigend ist das nicht. Schließlich handelt es sich bei den USA nicht um ein unbedeutendes Land. Sonst könnte einem das egal sein.

Manchmal ist man nur noch müde

Ich habe mich von dem Schmierentheater um U. von der Leyen noch nicht erholt. Habe die Posse um Annegret Kramp-Karrenbauer noch nicht verkraftet und schon kommt die nächste.

Wie leider zu erwarten war, haben die Tories Boris Johnson zu ihrem Chef gewählt. Das bedeutet in England, dass er auch der neue Premierminister sein wird. Wow die haben Humor die Tories, das muss man ihnen lassen. Fraglich ist nur, ob die britische Bevölkerung das auch so sieht. Sie wurde nicht gefragt.

Egal, nun ist es also an Boris Johnson seinen großen Sprüchen Taten folgen zu lassen. Nun muss er zeigen, dass er nicht nur große Sprüche reißen, sondern die Briten in ein neues Zeitalter, dem Zeitalter nach einem EU-Austritt führen kann. Nun muss er zeigen, dass er den Brexit bis Oktober mit allen Konsequenzen durchzieht. Oder er wird der Premierminister mit der kürzesten Amtszeit und der lächerlichsten Figur, die je ein Premierminister abgegeben hat, werden. Das Unterhaus lehnte das Abkommen der T. May dreimal ab. Ich bin gespannt, was er verändern möchte.

Ob die EU sich zu weiteren Konzessionen bereit erklärt, scheint eher ungewiss. Eines ist jedoch sicher, es werden interessante Wochen und Monate werden. Und hoffentlich ist dann im Oktober der Brexit endlich vollzogen. Denn ehrlich, es nervt eigentlich nur noch, was von der Insel kommt.

Trump und Johnson, das gibt eine Menge zum Lachen, hoffe ich. Hoffentlich nur zum Lachen nicht, dass sie noch mehr Schaden anrichten.

Moment mal: Klimakonferenz in Bonn

Und wieder treffen sich Vertreter aus 200 Staaten, um dem Klima ein Schnäppchen zu schlagen. Man wird sich wieder tagelang darüber unterhalten wie man das damals groß gefeierte Pariser Abkommen, aus dem der amerikanische Präsidentendarsteller mittlerweile ausgetreten ist, verwirklichen kann. Ja man wird, bestimmt in gut klimatisierten Räumen über das Klima sprechen. Doch darum kümmert sich das Klima nicht. Das ist das dumme.

Die letzte Konferenz von Kattowitz wird aufgearbeitet und wahrscheinlich merkt man, dass es seitdem keine Fortschritte gab. Die wird es auch in Bonn nicht geben. Dann wird man sich voller Zuversicht auf den nächsten Klimagipfel in Santiago de Chile vorbereiten um dort den letzten Gipfel von Bonn zu besprechen und was seitdem nicht erreicht wurde. Und dann wird man den nächsten Gipfel in …

Manchmal ist es echt ermüdend.

 

Trump on Tour

Nun ist er also über Großbritannien gekommen. Der großartigste aller Präsidenten der Vereinigten Staaten. Und er wäre nicht einer der großartigsten Twitterer, hätte er nicht schon vor seinem Einfall in Großbritannien für Gesprächsstoff gesorgt.

Boris Johnson, der eventuell aus der gleichen Gattung wie der großartige Präsident stammt, sei ein großartiger Premierminister zwitscherte er. Der Bürgermeister von London, Khan, dagegen sei ein Totalversager. Prinzessin Meghan sei eine böse Frau, sie hatte sich im Wahlkampf damals gegen Trump gestellt, und mit ihrer Meinung über ihn keineswegs hinter den Berg gehalten. Auch sie wurde voll gezwitschert und hat den Vorteil, dass sie sich noch im Mutterschaftsurlaub befindet und so dem großartigsten aller Präsidenten aus dem Weg gehen kann. Anders als ihr Gemahl Prinz Harry, dem es schwerfallen dürfte, die diplomatische Etikette zu waren. Hatte der großartigste Präsident nicht nur seine Angetraute, sondern auch sein Mutter Diana beleidigt, als er in einem Interview mal sagte, dass er mit ihr auch gerne geschlafen hätte.

Und einen ungeregelten BREXIT hat Trump den Briten auch noch ans Herz gelegt. Klar ein Großbritannien ohne EU ist leichter zu erpressen als ein Großbritannien in der EU. Hoffentlich erkennen das auch die Briten. Fehlt eigentlich nur noch, dass er der Queen freundschaftlich auf die Schulter klopft und sagt, „na altes Mädchen, kommst du uns bald im großartigsten Land besuchen? Nicht böse sein, dass wir euch damals in den Befreiungskriegen verjagt haben“. Wundern würde mich das nicht.

Bei all seinem Gezwitscher fragt man sich, was geht das dem großartigsten aller Präsidenten überhaupt an? Mit welchem Recht mischt er sich in die inneren Angelegenheiten der Britten? Hat er Langeweile?

Nein hat er natürlich nicht. Er bereitet ja seine erneute Kandidatur für eine weitere Amtszeit im Weißen Haus vor. Dann darf man gespannt sein, wer ihm von demokratischer Seite Paroli bietet, und ob die Bürgerinnen und Bürger der USA bereit sind, ihm nochmals 4 Jahre im Amt zu geben. Ich halte es für wahrscheinlich. Und ehrlich, er würde uns doch fehlen, oder? Haben wir denn sonst noch was zu lachen? Auch wenn die Gründe der Lacher oftmals höchst gefährlich sind.

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Hofnarren und Komiker

Früher hielten sich Kaiser, Könige und Fürsten einen Hofnarren. Dieser durfte den herrschenden vieles um die Ohren hauen, was Normalbürgern wohl den Kopf gekostet hätte. Ja oftmals hatten diese einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Herrschenden.

In der heutigen Zeit sind sie etwas aus der Mode gekommen. Doch nun scheint es so, als hätten die Wählerinnen und Wähler der Ukraine sich an die alte „Tradition“ erinnert. Sie wählten den Filmschauspieler und Komiker, der nun nicht mehr Komiker genannt werden möchte, Wolodymyr Selenski zu ihrem neuen Präsidenten. Und das mit einer Deutlichkeit, die vieles über seinen Amtsvorgänger Petro Poroschenko sagt.

Offensichtlich traut man Petro Poroschenko nicht mehr zu, die Probleme des Landes, die ja tatsächlich nicht einfach sind, zu lösen. Ob Wolodymyr Selenski hier nun die bessere Wahl ist, wird sich in den nächsten Jahren erweisen. Immerhin ist es, so finde ich, ein großes Wagnis einen Politneuling mit den schwierigen Aufgaben zu betrauen.

Seine Wahlkampfversprechen wird er nur schwer einlösen können. Doch daran wird er in den nächsten Jahren gemessen werden. Sollte es schief gehen, hat die Ukraine wahrscheinlich nochmals wertvolle Jahre verloren.

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Und gestern hatte ich in meiner Tageszeitung gelesen, dass der Herrscher von Brunei Verständnis für die Steinigung von Homosexuellen fordert und sie verteidigt. Und das im 21. Jahrhundert. Es ist unglaublich.

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Moment mal: Gute Freunde kann niemand trennen …

Ein Freund, ein guter Freund…, den lässt man schon mal einfach stehen und geht. Noch am Mittwoch wurde Harmonie vorgegaukelt und ein gemeinsames Mittagessen und eine gemeinsame Schlusserklärung mit den größten und besten Ergebnissen angekündigt. Doch schon die Bilder, die am Mittwoch in der Tagesschau gezeigt wurden, passten, so fand ich, nicht so recht zu dieser Harmoniekomödie zwischen dem amerikanischen Präsidenten und dem nordkoreanischen Machthaber.

Den Trump nicht müde wird seinen Freund zu nennen. Was macht eigentlich den Unterschied zwischen dem iranischen und dem nordkoreanischen Machthabern aus? Der Iran ist für Trump die Hölle auf Erden und Nordkorea?

Trump hat außenpolitisch in seiner bisherigen Amtszeit nichts erreicht, außer langjährige Partnerschaften zu untergraben, eingegangene Verträge zu brechen, und große Sprüche abzulassen. Mit der Hanoinummer machte er sich nun endgültig lächerlich. Er wollte mit einem Erfolg des Gipfels mit seinem großartigen Freund Kim von innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist ihm gründlich misslungen.

Ein weiterer Rückschlag in der ohnehin nicht an Konflikten armen Zeit. Zur Lösung trägt er kaum bei. Nein er ist eher eines der Probleme.

Moment mal: Drehen die jetzt völlig durch?

Im ersten Moment kann man es kaum glauben, doch es ist tatsächlich der Ernst der EU-Staaten. Auf den Personalausweisen der EU soll es zukünftig Pflicht werden einen Fingerabdruck zu speichern.

Zwei Fingerabdrücke sollen auf einem Chip gespeichert werden. Die Personalausweise müssen maschinenlesbar sein und fünf bis zehn Jahre gültig sein.

Maßnahmen zum Datenschutz sind vorgesehen. So müssen die nationalen Behörden sicherstellen, dass die Chips nicht gehackt werden können und niemand ohne Erlaubnis darauf zugreifen kann. Aha so sicher wie das fälschungssichere Geld der EU wahrscheinlich.

So langsam frage ich mich, wo lassen die eigentlich denken? Sie sollten vielleicht mal den Anbieter wechseln.

Moment mal: Brüssel hat mal …

… wieder eine Idee!

Was überlegt man nicht alles, wenn einen die Langeweile umzingelt? So geht es den Politikerinnen und Politikern die man, weil man sonst keine Verwendung für sie hat, nach Brüssel weglobte.

Und so kamen sie darauf, dass man mal wieder einen Tausch der Führerscheine anweisen könnte. Bis spätestens 2033 müssen alle Führerscheine ausgewechselt sein. Die einzelnen Modalitäten erspare ich mir hier, die kann man im Moment überall nachlesen.

Die Begründung ist, man möchte die Führerscheine fälschungssicher machen. Klar der Führerschein ist auch eines der Dokumente, das ich laufend vorzeigen muss. Ich besitze seit dem 27. Juli 1968 einen und musste ihn in dieser Zeit genau einmal herzeigen. Und das war vor ca. 30 Jahren in einer nächtlichen Fahrzeugkontrolle.

Um die Daseinsberechtigung des Brüssel-Clans zu rechtfertigen, kann man schon mal Millionen von Bürgerinnen und Bürgern etwas „sinnvolle“ Arbeit aufbrummen, oder seht ihr das anders?

Es ist so aufregend!

In München werden wieder alle Konflikte dieser Welt beseitigt. Denn wo sonst könnte dies besser geschehen, als zur Sicherheitskonferenz. Alle werden sich am Schluss lieb haben und in den Armen liegen und geloben nie wieder auch nur an kriegerische Auseinandersetzungen zu denken.

Die Regierenden dieser Welt sind sich jede Minute bewusst, welch schändliches Treiben doch Krieg spielen ist. Niemand wird mehr daran denken sich in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates einzumischen. Bestes Beispiel der Gegenwart ist dafür Venezuela. Trump und Putin, kommen die überhaupt nach München, lösen ihr Atomwaffenproblem und die Chinesen treten tief gerührt einem neuen Abkommen bei.

 

Wie fange ich mir im Parlament schallende Ohrfeigen ein? Diese Frage scheint nicht nur die englische Premierministerin zu bewegen. Sie hat sich in dieser Woche wieder eine schallende Ohrfeige eingehandelt. Wie viele Abstimmungsniederlagen im Unterhaus braucht es eigentlich, bis sie die Nase voll hat und zurücktritt? Auch der spanische Ministerpräsident Sánchez scheiterte im Parlament. Er jedoch mit seiner Minderheitsregierung an seinem Haushalt, wo ihn gerade die unterstützten, die er ja eigentlich abstrafen müsste. Nämlich die katalanischen Abgeordneten.

 

Aber der mit dem größten Schmollmund sitzt im Weißen Haus und knurrt und twittert und zittert wahrscheinlich vor Wut. Nein er möchte seine Mauer haben, er möchte sie um jeden Preis. Wie ein kleiner trotziger Junge stampft er auf den Boden und versucht die Blamage die ihm von den Demokraten und Republikanern zugefügt wurde, sie einigten sich, jedoch für weniger Geld als Schmollmundi für seine Mauer haben wollte. Jetzt droht er mit dem nationalen Notstand, um damit den Mauerbau zu rechtfertigen. Denn er sieht eine „Invasion“ an der Grenze. Da darf man gespannt sein inwieweit die Amerikaner, da ja traditionell hinter ihrem Präsidenten stehen, ihm noch folgen wollen. Ein Präsident, der ohne Not den Notstand ausruft ist irgendwie in Not. Ich habe auch eine klare Meinung in welcher. Doch das behalte ich dann doch lieber für mich.

 

Peinlich, sehr peinlich

Oder sogar mehr als das. Der selbst ernannte Sprecher der 100 Unterzeichner der Zweifel an den Feinstaub-Grundwerten, der Lungenfacharzt Dr. Köhler, musste nun kleinlaut erklären, dass ihm schwerwiegende Fehler bei der Berechnung verschiedener Messwerte unterliefen.

Glaubwürdig erschien das, was er von sich gab ohnehin nicht. Es wirkte für mich, wie ich in einem früheren Post schon anmerkte, eher inszeniert. Nun wurde versucht von dem Bundesverkehrsminister Scheuer, der sich ja so gerne auf die zweifelhaften Aussagen des Dr. Köhler berufen hatte, eine Stellungnahme zu erhalten. Doch wie ein Wunder, wie immer wenn es unbequem wird, taucht der Minister ab und schickt seine Staatssekretäre vor.

Ich finde es unverantwortlich, mit solch einem ernsten Thema so umzugehen. Egal ob die Richtwerte nun zu niedrig sind oder die Messstationen zu nah an der Fahrbahn. Aber bei diesem Verkehrsminister wundert es eigentlich nicht. Jedenfalls beantwortet er die Frage, ob es eine Steigerung zu A. Dobrindt gibt, recht eindeutig.