Das fängt ja gut an

Ich kann es nicht mehr hören. Wir werden nicht in eine Regierung eintreten. Wir werden eventuell Gespräche mit der CDU/CSU führen. Wir werden ergebnisoffene Gespräche führen. Wir werden nicht um jeden Preis eine Koalition mit der CDU/CSU eingehen. Soweit die SPD.

Wir werden lieber eine Minderheitsregierung führen, als der SPD große Zugeständnisse zu machen. Mit uns wird es keine Bürgerversicherung geben. Die SPD soll nicht meinen, sie könne alles fordern. Soweit die CDU/CSU.

Leute was haltet ihr eigentlich davon? Haltet einfach mal die Klappe setzt euch zusammen und lotet aus, wie eine Regierungsbildung möglich wäre, und lasst die Muskelspielchen doch einfach im Sandkasten zu Hause. Diese verbalen Spitzen nimmt euch doch ohnehin keiner ab.

 

Apropos Sandkastenspiele. Der große weise Vater in Washington hat mal wieder ein Dekret, ich muss nach wie vor achtgeben, dass ich nicht statt des D ein S tippe, unterzeichnet. Steuer frei, aber nur für die die es ganz nötig haben. Nein nicht die Armen werden entlastet, sondern die Reichen natürlich. Damit möchte er vermehrt Investoren ins Land locken. Und wenn er schon mal in Fahrt ist, hat er auch gleich noch verfügt, dass die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt wird. Jerusalem als quasi als Hauptstadt Israels anerkannt. Ich frage mich, was möchte Trump bezwecken? Nachdem die amerikanische Politik, falls man das überhaupt so nennen kann, in Syrien desaströs gescheitert ist und Russland einen diplomatischen Sieg verbuchen kann, möchte der amerikanische Präsident nun einen alten Krisenherd wieder beleben um als großer Vermittler aufzutreten? Wer Trumps auftreten bisher aufmerksam verfolgte, muss wahrscheinlich schon bei dem Gedanken, er könnte vermitteln, lauthals loslachen. Wie es aussieht, wird die amerikanische Nahostpolitik nun vollends an die Wand gefahren.

 

Dumm nur, dass die EU völlig konzeptlos zusehen muss. Martin Schulz schweben die Vereinigten Staaten von Europa vor. Davon ist Europa weiter denn je entfernt. Die EU kann ihren eigenen Laden nicht in Ordnung bringen geschweige denn bei Krisen wo auch immer vermittelnd eingreifen.

 

Na dann, eine schöne Woche.

Moment mal: Wieder mal wenig neues

Am Wochenende war der AfD Parteitag in Hannover und es gab viele Proteste. Drinnen wie draußen wurde viel gestritten. Nachdem Frauke Petry feststellte, dass die AfD nicht mehr ihre Partei ist, musste man neu wählen und damit war man dann auch das gesamte Wochenende beschäftigt. Das macht natürlich Sinn solch ein Prozedere hinauszuziehen. Dann braucht man sich nicht um ein Parteiprogramm zu kümmern. Und so stritten sich die rechten mit den gemäßigten und Bernd Höcke wurde wieder freundlichst in die Arme geschlossen.

Klar wozu braucht die AfD auch ein Programm? Denn den Wählern der AfD sind Parteiprogramme eh egal. Meist wählen sie aus Protest gegen die sogenannten etablierten Parteien die AfD. Oder aus noch ganz anderen Gründen.

Wie auch immer dieser Parteitag zeigte für mich erneut, wie wenig Substanz in dieser Partei steckt.

 

Wochenlang zerlegte die CSU den ehemaligen bayrischen König und nun hat er schweren Herzens das Zepter aus der Hand gelegt und es seinem charakterlosen Nachfolger vor die Füße geworfen. Charakterlos ist nicht von mir, das möchte ich betonen. Solch eine Formulierung würde ich nie gebrauchen. Nein so hat sich Horst Seehofer noch vor nicht allzu langer Zeit über seinen mutmaßlichen Nachfolger Markus Söder geäußert. Charakterliche Schwächen hat er ihm nachgesagt und er soll nun der neue bayerische Ministerpräsident werden. Nun ja bei Edmund Stoiber hat es immerhin 13 Jahre gedauert bis man ihn von Bayern nach Brüssel jagte. Von Horst Seehofer hat man nach 9 Jahren die Nase voll und jagt ihn, ja wohin eigentlich? Die Bayern sind halt ein widerspenstiges Bergvolk am Rande der Alpen. Und nun kommt mal wieder ein Franke, um den Laden aufzuräumen. Aber bei Markus Söder werde ich ab sofort vehement abstreiten auch ein Franke zu sein. Ist mir dann einfach peinlich.

 

Ach SPD wie übel wird dir mitgespielt. Nach der Bundestagswahl war klar, es gibt keine erneute Große Koalition und die CDU/CSU sollte nun auf die Fresse bekommen. Da hat man wohl selbigen etwas zu voll genommen. Klar konnte man nicht damit rechnen, dass die anderen Parteien nicht zueinander kommen, jedoch etwas mehr Zurückhaltung wäre im nach hinein wohl besser gewesen.

Aber was soll M. Schulz auch machen. Der Bundespräsident, der französische Präsident, ja auch der griechische Präsident rufen ihn laufend an, um die SPD in eine neue Große Koalition zu drängen. Das ist schon eine schwere Bürde und eigentlich kann die eigentliche Verliererin der Sondierungsgespräche, die geschäftsführende Kanzlerin, sich wieder einmal genüsslich zurücklehnen und abwarten was nun auf dem Parteitag der SPD heraus kommt. Wieder einmal ist sie erst einmal fein raus. Bleibt nur zu hoffen, dass die SPD sollte sie sich tatsächlich für Sondierungsgespräche entscheiden, der CDU/CSU eine Menge abverlangt.

Es läuft also alles wie gewohnt und das ist ja auch schon etwas, oder?

Moment mal: Irgendwann ist es auch mal gut!

Die Sondierungsgespräche der sogenannten Jamaikakoalition sind in den Sand gesetzt. Wie und weshalb auch immer. Und kaum hatte sich die FDP und ihr großmundiger Frontmann Lindner vom Acker gemacht ging die Jagd auf die SPD auch schon los. Erst lässt Lindner die Sondierungsgespräche platzen um dann frech der SPD entgegenzuschleudern, sie würde sich aus der Verantwortung stehlen.

Vier Wochen sind Balkonbilder dieser mutmaßlichen Jamaikatruppe über die Sender gegangen und vier verlorene Wochen sind ins Land gezogen und eine tragfähige Regierung brachten sie nicht zustande. Und jetzt schreien alle nach der SPD als den Retter und drängt sie förmlich in eine erneute Große Koalition. Und wie es scheint, wird sie es auch machen. Der Bundespräsident schaltete sich ein, das ist auch seine Pflicht. Aber ist es auch seine Pflicht seine Partei, er ist ja SPD-Mitglied erneut in eine Regierung mit dieser Kanzlerin zu drängen? Er, der unter dieser Kanzlerin lange Zeit Außenminister war, jedoch nur wenn sie mal keine Lust hatte außenpolitisch zu glänzen, um ihre glanzlose Innenpolitik zu kaschieren, müsste es ja eigentlich besser wissen.

Natürlich möchten die jetzigen Minister der SPD in der jetzigen Bundesregierung liebend gerne ihren Job behalten und deshalb scheint die SPD einem neuen Bündnis nicht abgeneigt. Und schon geht es wieder los im Blätterwald. Erst hat man die SPD praktisch in eine erneute GroKo gedrängt und nun sieht man die Schlagzeilen wie schnell sich doch die Meinung der SPD-Verantwortlichen ändern.

Ich würde mir bei Journalisten oftmals etwas mehr Zurückhaltung wünschen. Nicht jede Schlagzeile muss man unbedingt heraushauen. Auch Journalisten hatten eigentlich mal eine Aufgabe, die in den letzten Jahrzehnten jedoch immer mehr verkümmerte. Sie sollen die Menschen informieren und nicht manipulieren. Das Manipulieren hatte man früher einer Zeitung überlassen. Mittlerweile, so scheint es, ist es weit verbreitet und es wird für Menschen die sich nicht umfangreich informieren immer schwieriger sich ein objektives Bild zu machen.

Aber zurück zu der aufgezwungenen Debatte um die GroKo. „Es ist offenkundig, dass die SPD auf Bundesebene auf absehbare Zeit nicht regierungsfähig ist“ … „Wir sollten deshalb keine weiteren Gedanken darauf verschwenden.“ So die geschäftsführende Kanzlerin vor der Jungen Union vor einigen Wochen. Jetzt unterstrich sie auf dem Landesparteitag der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, die Große Koalition habe in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet, klagte aber, dass die SPD kein „gutes Wort“ dafür finde. Dabei vergisst sie jedoch zu erwähnen, dass es gerade die SPD-Minister waren die gute Arbeit in der Regierung geleistet haben und dafür vom Wähler abgestraft wurden. Und Forderungen an die SPD für eine GroKo stellte sie dann sogleich auch noch, auf obwohl ich der Meinung bin, dass sie sich im Moment nicht in der Position befindet um Forderungen zu stellen. Sie muss sich vielmehr darauf einstellen, dass sich die SPD, wenn sie denn in eine GroKo gehen sollte, sich das teuer bezahlen lässt.

Leider scheint die Alternative einer Minderheitsregierung schon bevor man sich damit ernsthaft befasste vom Tisch. Hier wird, so glaube ich, eine große Chance vertan. In Dänemark z. B. regiert meist eine Minderheitsregierung und das bedeutet eine Konsenspolitik und die Dänen fahren damit sehr gut. Das Parlament wird ernst genommen und die Regierung muss sich für ihre Politik stets Mehrheiten suchen. Und wenn man das liest, ist eigentlich schon klar weshalb die geschäftsführende Kanzlerin eine Minderheitsregierung scheut wie der Teufel das Weihwasser.

Das fängt ja gut an

Es war gestern einfach grauenvoll. Diese Spannung, ging es Euch auch so? Ich hing ab 18:00 Uhr vor allen Medien, die mir zur Verfügung standen. Nur eine Meldung wollte ich hören, nur eine einzige befreiende Meldung, die Koalition ist geplatzt oder perfekt. Ist es denn zu viel verlangt? Von mir aus hätte auch weißer Rauch aufsteigen können oder schwarzer, völlig egal aber kommt endlich zu Potte. Ich kann es nicht mehr hören. Tag für Tag diese Balkonbilder machen mich langsam kribbelig. Macht endlich, wofür ihr gewählt wurdet und setzt euch im Bundestag zusammen, um Politik zu machen.

Politik für das Land und die Menschen die darin leben. Politik für kommende Generationen falls ihr an diesen überhaupt noch ein Interesse haben solltet. Wie ich auf diese Bemerkung komme? Na schon den Auftritt der amtierenden Bundeskanzlerin vor der Klimakonferenz in Bonn vergessen? Hat sie sich überhaupt noch für dieses Thema interessiert? Wenn ja so konnte sie es verdammt gut verbergen. Und die Koalitionssondierungen hat sie damit bestimmt nicht einfacher gemacht.

Überhaupt die Union, was glaubt eigentlich die CSU, was sie ist? Auf das Bundesgebiet umgerechnet ist sie fast eine Splitterpartei und ihre Gockel, Verzeihung Politiker die an den Sondierungsgesprächen teilnehmen führen sich auf als wären sie der Nabel der Welt. Etwas weiter unten und eher rückseitig käme wohl eher hin. Der für mich unfähigste Bundesverkehrsminister aller Zeiten stellt sich vor die Kameras und gibt zu allem seinen Senf dazu. Was sucht er eigentlich noch in Berlin?

Klar er muss sich profilieren. Denn während der große Boss in Berlin seinen neuesten besten Freund aus Baden Württemberg fast knutscht, werden in seinem Heimatland sämtliche Messer gewetzt um ihn würdig zu empfangen. Ihm bleibt fast keine andere Wahl als in der Regierung, um politisches Asyl zu bitten. Denn seine „Parteifreunde“ in Bayern wollen ihn nicht mehr. Sie sind seiner überdrüssig. Nachdem kaum ein Tag vergeht, an dem sein Stellvertreter M. Söder sich in Stellung bringt, hat nun auch die Ilse Aigner den Fehdehandschuh in den Ring geworfen. Und nun möchte natürlich auch der Herr Dobrindt mitmischen im bayerischen Komödienstadel.

Selten haben Parteien bei Sondierungsgesprächen ein derart wenig glaubhaftes Bild abgegeben. Und wie vergnügt sie doch alle sind, wenn sie vom Balkon herunter die Wählerinnen und Wähler verscheißern. Gespannt bin ich nur, wie sie ihren Parteien das schon lange ausgehandelte Papier verkaufen und das Theater, das darum 5 Wochen lang gemacht wurde.

Als ich diese Zeilen in den PC hämmerte, war ein Ergebnis der so schwierigen Verhandlungen noch nicht bekannt. Aber eines ist gewiss, Neuwahlen kann ernsthaft nach diesem Verhandlungsmarathon niemand wünschen, von den Parteien. Denn da bin ich mir ziemlich sicher, wenn es tatsächlich zu Neuwahlen kommen sollte so profitiert von diesem Kaspertheater nur eine Partei. Ihr könnt Euch nun selbst ausmalen, wen ich meine. Alle anderen Parteien würde man wahrscheinlich abstrafen und es wäre wohl auch das Ende der Ära Merkel. Das weiß sie auch und wird schon deshalb alles daran setzen, um eine Regierung zu installieren.

Es kann natürlich auch so sein, dass die CSU die Kanzlerin auf diese Weise loswerden möchte. Das wäre ein riskantes Spiel. Denn was ist, wenn bei Neuwahlen eine Regierung ohne AfD nicht möglich wäre? Ich finde es einen grauenvollen Gedanken und hoffe, dass es nicht soweit kommen wird.

Moment mal: ein Jahr Trump

Ein Jahr ist es her und man glaubt nicht, dass die Welt sich noch immer dreht. Ein Jahr Trump und drei Jahre müssen wir mindestens noch durchhalten. Aber ist er denn nun so schlimm, wie er dargestellt wird? Ist Amerika nun ein unzuverlässiger Partner geworden? Trump ist eben Trump, man hat sich schon fast damit abgefunden. Ändern werden ihn seine Mitarbeiter auch nicht mehr. Oder würde uns denn nicht etwas fehlen wenn er nicht den Eindruck, der ja täuschen mag, eines Prolls machen würde? Würde uns nicht etwas fehlen, wenn er nicht zu offiziellen Anlässen oftmals den Eindruck machen würde, als ginge ihm das am A**** vorbei? Ist er nicht genau, wie sich viele einen Politiker wünschen? Er sagt, was er denkt und handelt oftmals nach dem Motto ich zuerst.

Klar er ist Unternehmer und dadurch gewohnt von Speichelleckern umgeben zu sein und unterscheiden sich Politiker und Politikerinnen hier wesentlich von den Mitarbeitern eines Unternehmens? Wohl kaum.

Was wurde nicht alles geunkt. Er würde kein Jahr im Amt bleiben, er ist zu dumm für dieses Amt, waren andere Präsidenten anders? Gut sie haben sich nicht ganz so ungehobelt benommen, jedenfalls offiziell, wie er, aber ich habe einige Präsidenten der USA in nicht gerade guter Erinnerung. Übrigens natürlich nicht nur der USA.

Er ist schon jetzt in seiner ersten Amtszeit das, was man amerikanischen Präsidenten meist in ihrer zweiten Amtszeit nachsagt, eine lame duck. Denn nichts von seinen im Wahlkampf so selbstherrlich vorgetragenen Zielen hat er bisher auch nur ansatzweise erreicht. Entweder wurde er vom Senat oder von Richtern gestoppt. Ob er vor seinem Amtsantritt von diesen Institutionen überhaupt etwas gehört hatte?

Amerika und der Rest der Welt werden auch die nächsten drei Jahre überstehen. Mal sehen was uns dann für ein Präsident geboten wird. Ob er den Unterhaltungswert von Donald Trump überbieten kann? Unmöglich ist das nicht, leicht jedoch wird es nicht sein.

In diesem Sinne, good luck USA.

Das fängt ja gut an

Sie sabbeln und sabbeln und sabbeln und wenn sie nicht zwischenzeitlich einschlafen dann …

So könnte man über die Sondierungsgespräche schreiben. Aber nun hat die Kanzlerin es eilig. Sie möchte endlich wieder auf den Thron und es dauert ihr alles zu lange. Gerne dürfen ihre Untertanen etwas Gedankenaustausch betreiben aber nur so lange, wie sie es möchte. Also sondiert euch, nein das war falsch, sortiert euch und kommt zu Potte die Herrscherin wird ungeduldig. Dass wochenlang um Ergebnisse gerungen wird, glaubt euch ohnehin niemand.

 

Die Berliner SPD veranstaltete am Wochenende einen kleinen Parteitag, um denen die Leviten zu lesen, die es wagten aufzumucken. Wo kommen wir denn da hin wenn Mitglieder einer „Volkspartei“ glauben hier könne jeder seine Meinung sagen? Da hat der blass schillernde Regierende Bürgermeister aber mal vom Leder gezogen und die Partei zur Einigkeit aufgerufen. Na dann warten wir mal zwei bis drei Tage und dann dürfte schon ein Thema für den nächsten Parteitag gefunden sein.

 

In Bonn wird mal wieder Klima gemacht. Seitdem der amerikanische Präsident Trump uns erklärte, dass es sich dabei um eine Erfindung der Chinesen handelt, ja er ist schon ein witziges Kerlchen, kommt der Klimagipfel einfach mit dem Klima nicht mehr mit. Da wird geredet und geredet und das Klima verändert sich schneller und schneller. In Paris wurden Beschlüsse gefasst die jetzt schon wieder Makulatur, weil völlig überholt sind. Aber gut, dass man darüber redet. Nur die heiße Luft, die man ablässt, denn mehr kommt dabei eh nicht heraus, ist dem Klima auch nicht zuträglich. Auffallend ist, dass dort meist nur sehr alte Politiker*innen sprechen. Sie reden zwar viel müssen die Auswirkungen ihrer Ohnmacht jedoch nicht mehr erleben. Ja ihrer Ohnmacht ihr habt richtig gelesen. Denn sie bestimmen nicht, was geschieht, sondern die Großkonzerne und solange denen Profit wichtiger ist als das Klima wird sich nichts ändern.

Also dann ab mit Krawall in die Klimakatastrophe. Und das sehenden Auges, aber wen interessiert das schon. Hauptsache wir haben ein Klima. Und wenn es im Sommer schön warm ist und wir im Winter in der Nord- und Ostsee baden können ist das doch auch sehr schön, oder? Und die paar Stürme die über das Land fegen, was soll’s. Wenn die Ostsee schon einige Kilometer vor Berlin beginnt, ist das doch gut für die Umwelt. Die Berliner müssen dann nicht mehr so weit fahren. Also hat der Klimawandel doch auch gute Seiten.

Na dann, schöne Woche.

Das fängt ja gut an

Die CSU hatte bei der Bundestagswahl keine 50 Prozent + und schon brodelt es und der Kessel ist so unter Dampf, dass man gespannt ist wann er explodiert. Horst Seehofer der Meinungsvielfältige, der seine langjährige Macht nur dadurch halten konnte, weil er wahrscheinlich am Abend nicht wusste welche Meinung er am nächsten Morgen haben würde. Solange die Ergebnisse stimmten, blieb die Basis bis auf einige Murrer ruhig.

Nun aber haben sich einige Kreisverbände für einen Wechsel ausgesprochen und am Wochenende erstmals haben die Mitglieder der Jungen CSU-Union die kleine Revolution gewagt und sich offen gegen Seehofer und für Söder ausgesprochen. Aber Herr Söder wollte nicht der Meuchelmörder sein und schlug auf dem Parteitag der Jungen CSUler eher moderate Töne an. Sichtlich genossen hat er es allerdings. Das war ihm deutlich anzumerken.

 

In Berlin wird gesabbelt und gesabbelt und gesabbelt also übersetzt heißt das Sondierungsgespräche geführt. GRÜNE und FDP sind sich nicht grün, CSU und GRÜNE ebenfalls nicht und die Kanzlerin glaubt fest an die sogenannte Jamaika-Koalition. Was bleibt ihr auch anderes übrig. Aber es wird nach natürlich äußerst schwierigen und an die Grenzen dessen was man als Partei vertreten kann gehende Verhandlungen eine Koalition geben. Schließlich muss man seiner Partei das Ergebnis ja irgendwie schmackhaft machen. Ob das was dann vereinbart wurde auch jemals umgesetzt wird? Wen interessiert das schon? Hauptsache die Regierung ist abgesegnet und die Ministergehälter fließen. Und man braucht Ergebnisse wo doch der vor Arroganz nur so strotzende Herr Lindner (FDP) mit Neuwahlen drohte. Glaubt er eigentlich das man den Bürgerinnen und Bürgern verkaufen kann, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht fähig sind, aus dem vorliegendem Ergebnis eine Regierung zu bilden? Was bildet er sich eigentlich ein mit seiner 2 Mann Partei? Möchte er die Wählerinnen und Wähler so lange zur Urne bitten, bis ein ihm genehmes Ergebnis heraus kommt? Sollte es, was ich nicht glaube, tatsächlich zu Neuwahlen kommen, wäre das eine Bankrotterklärung deutscher Politik und ich hoffe, dass man dann besonders diese 2 Mann Partei richtig abstraft.

E-Autos aber wann?

Oh ja es wird sie eines Tages geben, doch bis dahin werden wohl noch viele Menschen mit ihren Benzin- und Dieselkutschen durch die Gegend fahren. Der dynamische Bundesverkehrsminister hatte ja auch wenig Interesse, mit Unterstützung der Kanzlerin, der Automobilindustrie allzu sehr auf die Füße zu treten um sie für die Forschung an Elektroantrieben zu motivieren.

Na ja vielleicht haben die Manager einiger Konzerne mehr damit zu tun Regierungserklärungen für Landesregierungen zu schreiben als sich um solch banale Sachen wie den Elektromotor zu kümmern.

Und wenn dann einige Menschen Eigeninitiative entwickeln dann werden sie auch noch ausgebremst. Wie das eben im Land der Dichter und Denker so üblich ist. Denken jedoch wird oftmals jedoch völlig überbewertet, könnte man meinen.

Moment mal: Zieht dem Bayern die Lederhosen aus

Die Obergrenze ist unabdingbar und nicht verhandelbar, ja sie ist die absolute Schmerzuntergrenze der CSU und die Schmerzobergrenze der Bundeskanzlerin. Der bayerische Ministerpräsident wollte die Bundesregierung, in der seine Partei auch vertreten ist, noch vor 1 Jahr vor den Kadi in Karlsruhe zerren. Und nun?

Gestern hat man sich nun mit süßsaurem Gesicht geeinigt. Hat man sich geeinigt? Nein man gab der Geschichte einen anderen Inhalt und hat diesen mit blumigen Worten, so die Kanzlerin, und mit versteinerter Miene, so der bayerische Ministerpräsident, vorgetragen. Dafür brauchte man nun Wochen um auf solch eine Luftnummer zu kommen, eben wieder typisch wischiwaschi CDU/CSU. Wir sagen nichts, aber das sehr deutlich. Das war nun der Anfang der sogenannten Schwesterparteien um sich auf die Koalitionsverhandlungen mit den GRÜNEN und der FDP vorzubereiten? Mehr darf man wohl unter dieser Bundeskanzlerin, die sich durch alle Situationen durchmogelt, nicht erwarten.

Ich habe für die nächsten 4 Jahre kein gutes Gefühl, wer immer auch in dieser Regierung sitzt, das wird kein Spaß werden. Dessen bin ich mir jetzt schon sicher. Und einiges was die SPD unter dem Zähneknirschen der CDU/CSU in der noch aktuellen Regierung erreicht hatte, ist wohl ebenso gefährdet, wie die Gesetze von Obama durch Trump gefährdet sind.

Doch vieles deutet auch darauf hin, dass Angela Merkel die 4 Jahre wohl kaum als Bundeskanzlerin durchregieren wird. Das macht einerseits Hoffnung, doch wer folgt ihr nach? Wenn man sich die Kandidatinnen und Kandidaten anschaut, erfüllt einem das auch eher mit Grauen.

Das fängt ja gut an

Wir stehen in direkten Verhandlungen mit Nordkorea, so sagte es der amerikanische Außenminister bei einem Besuch in China. Und bevor die Welt nun allzu erstaunt darüber ist, twitterte der Präsident mal wieder auf seinen Außenminister ein. Mit 140 Zeichen erklärte er, dass Gespräche mit Pjöngjang reine Zeitverschwendung seien. So etwas nennt sich dann wohl eine klare Linie der Außenpolitik, passt jedoch zum Twitterpräsidenten.

 

In Bayern werden nicht nur dem Trainer von Bayern München die Lederhosen ausgezogen, sondern auch dem amtierenden Ministerpräsidenten der Regenschirm weggezogen, dass er voll im Regen stehen möge. Es ist so als ob einige der „CSU-Freunde“ nur auf solch einen Erdrutsch warteten um ihm eins reinzuwürgen. Natürlich pfeifen alle ein lustig Liedchen vor sich hin, wenn sie nach einem Nachfolger für Seehofer gefragt werden, doch die Kronprinzen bringen sich in Stellung um ihn den Gnadenstoß zu geben. Am liebsten würde man ihn zu den Saupreißen nach Berlin abschieben.

 

Die Unabhängigkeitsbemühungen der katalanischen Regierung wurden von Madrids Polizeitruppen ziemlich rüde gestoppt. Fraglich ob diese Risse jemals wieder gekittet werden können. Ich kann zu dem was in Spanien geschieht wenig sagen, wenn jedoch Katalonien in die Unabhängigkeit geht, dann dürfte es im Baskenland auch wieder mächtig rumoren. Die Freiheitskämpfe der ETA dürften uns noch in böser Erinnerung sein.

 

Und Frauke Petry möchte eine neue Partei gründen. Die Blauen sollen es sein. Meine Güte wenn jeder der schmollend in der Ecke sitzt, weil ihm die eigene Partei den Stuhl vor die Tür setzt eine neue Partei gründet dann gute Nacht. Dann haben wir bald Wahlzettel so lang wie eine Rolle Toilettenpapier. Wie wäre es, wenn man die eigene Eitelkeit und das Geltungsbedürfnis ein wenig zurücksteckt? So kann es nicht weitergehen, finde ich jedenfalls. Gut die Rechten machen sich damit selbst das Leben schwer und immer unglaubwürdiger, jedoch ist die laufende Gründung neuer Parteien gewiss keine Lösung.

 

Und nun ein Trrrraaaaaaarrrrraaaaaaaaaaaaaa! In Berlin ist etwas fertig geworden und das nur mit einer 4-jährigen Verspätung. Die Staatsoper wird am 3. Oktober wieder eröffnet. Na bitte geht doch. Eine schöne Woche und allen die einen Brückentag genommen haben einen schönen Kurzurlaub.

Bildquelle: dreamies.de