Moment mal: Ich habe es versucht …

… ich gab mir Mühe …

… doch es muss raus!

Der amerikanische Präsidentendarsteller ließ, nachdem er einen iranischen General ausschalten ließ, verlauten, dass er, wenn die Iraner so frech sein sollten um einen Vergeltungsschlag zu unternehmen, 52 Ziele im Iran, darunter auch wertvolle kulturelle Stätten im Visier hätte. Man hat sich an die tiefgeistigen Zwitscherergüsse dieses Präsidentendarstellers mittlerweile gewöhnt und auch daran, dass man daran keine allzu großen Ansprüche stellen darf.

Seine Mitarbeiter waren dann auch sehr bemüht, ihm und den Menschen klar zu machen, dass kulturelle Stätten natürlich nicht angegriffen werden. Da das seit 2015 ein Kriegsverbrechen darstellt. Ein Präsident wüsste das, ein Präsidentendarsteller natürlich nicht.

Auf diese Nachricht jedoch wurde im Iran höchste Alarmbereitschaft ausgerufen und die Luftabwehr in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Was dann geschah, ist ebenso unglaublich wie das Gezwitscher aus dem Weißen Haus. Wenn man die Luftabwehr in höchste Alarmbereitschaft versetzt so sollte man konsequentermaßen auch den Luftraum über seinem Land sperren. Soll heißen weder dürfen Maschinen den Iran an- oder überfliegen. Und die Spitze ist, wenn man eine Maschine vom Flughafen in Teheran starten lässt um sie 2-3 Minuten später abzuschießen. Dann ganz frech behauptet die Maschine sei höchstwahrscheinlich durch einen technischen Defekt abgestürzt. Und diese Behauptung auch dann noch versucht aufrecht zu erhalten, als eigentlich jeder wusste, sie wurde abgeschossen. Dann war es auf einmal ein bedauerliches Versehen. Gut immerhin wurde es dann doch noch eingestanden, das hat die iranische Regierung dem russischen Staatschef voraus, man erinnere sich an den Abschuss einer niederländischen Maschine über der Ostukraine, doch die Begründung ist schon wieder mehr als abenteuerlich. Ich bringe die Erklärung mal auf eine kurze Zusammenfassung. Man erkannte einen Flugkörper und musste in Sekundenschnelle entscheiden, ob man reagiert. Dummerweise viel jedoch auch der Telefonkontakt zu Vorgesetzten aus und so nahm das Drama, das 176 Menschen das Leben kostete, seinen Lauf. Blöd nur, dass man doch eigentlich hätte sehen müssen, dass das Flugobjekt im eigenen Land gestartet war. Darüber wurde komischerweise gar nicht gesprochen.

 

 

Und in Deutschland treibt es viele Kommunalpolitiker aus dem Amt oder sie lassen sich für keine Posten mehr aufstellen, weil sie von rechten Terroristen, ja genau, das ist für mich Terror, so fertig gemacht werden, dass sie lieber auf eine Kandidatur verzichten, als sich und ihre Familien in Gefahr zu bringen. Und, dass Gefahr droht, weiß man nicht erst seit einigen Monaten. Dieser braune Mob schreckt mittlerweile vor nichts mehr zurück und es wird allerhöchste Zeit ihn zu stoppen. Damals bei der RAF ging das, zum Glück, sehr rasch. Weshalb braucht es bei rechter Gewalt über ein Jahrzehnt und man ist noch immer nicht in der Lage, diese gewaltbereiten Dumpfbacken in ihre arg beschränkten Schranken zu weisen? Was muss eigentlich noch geschehen, bis man aufwacht? Fast täglich gibt es rechte Pöbeleien im kleinen. Werden Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe angepöbelt oder angegriffen, werden Menschen, die sich um Flüchtlinge kümmern, verunglimpft und oftmals körperlich attackiert.

Das ist eben so wenig hinnehmbar wie die vermehrten Angriffe auf Feuerwehr und Polizei. Sie sind offenbar zu den Prügelknaben der Nation erkoren worden. Es ist mir unbegreiflich wie man Menschen, die nur ihren Dienst machen, aus reinem Spaß an der Freude beschimpfen, beleidigen, ja sogar angreifen kann. Die Frauen und Männer der Feuerwehren, die Menschen in Not helfen, ja teilweise Leben retten, werden von irgendwelchen hirnlosen Typen angegriffen. Sorry das kann ich nun überhaupt nicht mehr nach vollziehen. Wie geistig beschränkt oder verroht muss man eigentlich sein um sich zu solchen Taten hinreisen zu lassen? Gestern wurde in Berlin ein Feuerwehrbeamter, der in Uniform zu seiner Nachtschicht wollte, auf einem Berliner U-Bahnhof, von fünf Typen, zusammen geschlagen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und konnte seinen Dienst nicht antreten.

Bleibt nur zu hoffen, dass Überwachungskameras diese Typen aufgenommen haben und sie dadurch überführt werden können.

So, das musste jetzt einfach mal raus.

Kann man Dummheit messen?

Was in dieser Silvesternacht in Berlin wieder los war, ist einfach zu viel. Polizisten und Feuerwehrleute werden mit Böllern und Steinen beworfen. Hier in Berlin wurde ein selbst gemachter Böller mit Sprengstoff eher durch Zufall von der Polizei entdeckt. Polenböller wurden mit Steinschleudern auf die andere Straßenseite geschossen, mit Schreckschusspistolen wurde selbst auf Kinder gezielt geschossen. Da frage ich mich, ist das noch Silvesterspaß oder sind das bürgerkriegsähnliche Zustände? Und wenn man glaubt, das wäre nicht zu toppen, so seht euch den Bericht der Berliner Abendschau an. Denn BLÖDHEIT scheint immer noch steigerungsfähig zu sein.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200102_1930/Explosion-Fuggerstrasse.html

 

Moment mal: Ja wie denn nun?

Zwischen der Bundesumweltministerin S. Schulze und dem Bundesverkehrsminister A. Scheuer knirscht es mal wieder gewaltig.

Während die Umweltministerin ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen durchsetzen möchte, langweilt dieses Thema den Bundesverkehrsminister nur.

Doch nun kommt die wundersame Wandlung des Herrn Scheuer. Wie ich im Tagesspiegel lesen konnte, möchte er Deutschland von einem Auto- in ein Fahrradland umwandeln. Hört, hört, da wird man sich in den Vorstandsetagen der Autobauer aber mal kräftig die Augen reiben, ob man nicht träumt. Oder rüsten die großen Automobilhersteller etwa schon klammheimlich ihre Produktionsstraßen um? Und müssen nun über ihre Lobbyisten dafür sorgen, dass für ihre Fahrräder genug Nachfrage vorhanden ist?

Wohl kaum, denn hier setzt man ja noch immer auf Autos mit Elektromotor. Also den nächsten Umweltfrevel. In 20-30 Jahren wird man dann feststellen, dass dieser E-Autowahn genau der falsche Weg war.

Aber das interessiert heute eh keinen, derer die die Zukunft planen. Oder einfach so weitermachen wie bisher.

Moment mal: Wie lange Trumpelt er weiter?

D. Trump glaubt, sich alles erlauben zu können. Was geht ihm das Gasgeschäft zwischen Russland und Deutschland an? Nichts, rein gar nichts. Und doch betreibt er wieder sein beliebtes Sanktionen-Spiel. Wann endlich emanzipiert sich Europa von diesem Hasardeur? Belegt die USA mit Strafzöllen, dass der Präsidentendarsteller endlich merkt, dass die Welt nicht nach seiner Pfeife tanzt. Und die amerikanische Wirtschaft auch mitbekommt, wie sehr Trump der wirtschaftlichen Entwicklung schadet.

Bei der Ostseepipeline zwischen Russland und Deutschland handelt es sich um eine Angelegenheit zwischen 2 Staaten und den davon ebenfalls profitierenden EU-Ländern. Trump möchte nur sein Freaking-Gas verkaufen. Doch es herrscht freie Marktwirtschaft, vielleicht versucht mal jemand, ihm das zu erklären. Soll er doch sehen, wie er sein Gas loswird. Die Bundesregierung muss endlich handeln und Trump klar machen, dass wir ein unabhängiges Land und kein Bundesstaat der USA sind.

Die Äußerungen aus den Regierungsparteien lassen jedoch Zweifel an einer Reaktion auf Trumps Frechheit aufkommen. Man möchte keinen Handelskrieg mit den USA. Ich schreibe es jetzt mal ganz bewusst provokant, der Handelskrieg ist schon in vollem Gange, nur habt ihr es offensichtlich noch nicht bemerkt.

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Moment mal: Geht nichts mehr?

Zwei Wochen wurde in Madrid gelabbert und gelabbert und dann wieder gelabbert und gelabbert. Dann konnte man sich nicht auf eine Schlusserklärung einigen und der Klimagipfel drohte zu platzen. Ja und? Er ist geplatzt, außer zwei sinnlos verschwendeten Wochen und unzähligen unsinnigen Flugstunden der Beteiligten kam nichts dabei heraus.

Man einigte sich dann doch noch auf eine Schlusserklärung, auf die man jedoch auch gerne hätte verzichten können. Wegen dieses Wisches hat man die Konferenz nun nochmals verlängert? Das ist schon mehr als ärgerlich oder besser geschrieben lächerlich.

Die Klimaziele werden nicht erreicht werden. Nur zu stören scheint das keinen der Teilnehmer und leider auch viele Menschen weltweit, kaum. Getreu dem Motto, nach mir die Sintflut. Spätestens eure Enkel werden es euch danken.

Und es wurde wieder ganz deutlich, gegen die Großkonzerne ist keine Politik zu machen. Sie bestimmen, wo es lang geht. Und da können Politiker und Politikerinnen Klimagipfel veranstalten so oft sie möchten. Wenn interessiert es schon wie es um den Planeten steht. Hauptsache der Profit stimmt, die Aktionäre sind zufrieden und die Vorstandschefs streichen die dicke Kohle ein. Und die jungen Menschen, die Woche für Woche auf die Straße gehen, nehmen sie nicht einmal war. Es interessiert nicht, dass sie sich berechtigte Sorgen um ihre Zukunft machen.

 

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Die Briten haben B. Johnson zu einem grandiosen Sieg gewählt und müssen nun mit den Konsequenzen daraus leben. Jedenfalls scheint es nun endlich ein Ende mit diesem unsäglichen Brexit zu geben. Am 31. Januar sind sie raus aus der EU. Jedoch nur ein bisschen, denn bis 2021 bleibt alles wie gehabt. Mit Großbritannien verliert die EU ein wichtiges Mitglied. Nicht nur in Großbritannien könnte man diesen Schritt irgendwann einmal bedauern. Für die EU ist es ohne Zweifel ein Verlust. Zeigt jedoch, dass Populisten überall auf dem Vormarsch sind und die Menschen ihnen leider auch nachlaufen. Weil sie einfache Lösungen für hoch komplizierte Vorgänge versprechen. Irgendwann könnte es ein böses Erwachen geben.

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Dass es auch anders geht, zeigten in den letzten Wochen die Italiener. Dort gibt es eine Bewegung, die sich die Sardinen nennt und gegen den Rechtspopulismus auf die Straße geht. Erst waren es einige Tausend und am Wochenende waren es schon über Einhunderttausend, die in Rom demonstrierten. Es geht gegen den Rechtspopulisten Salvini. Doch stehen wohl noch immer 30 Prozent der italienischen Wählerinnen und Wähler hinter ihm.

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Das Demokratieverständnis der Familie Trump zeigt sich einmal mehr bei einem der Söhne des Präsidenten. Der ruft ganz unverblümt dazu auf, Demokraten mit Telefonterror zu überziehen. Und Nummern sollen auch schon veröffentlicht sein. Keine Ahnung wie die Gesetzeslage in den USA ist, hier wäre es wohl der Aufruf zu einer Straftat. Der Sohn genießt ja hoffentlich keine Immunität und könnte zur Rechenschaft für sein schändliches Verhalten gezogen werden.

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Die Kanzlerin überlegt wie man Fachkräfte aus dem Ausland anwerben kann. Denn in Deutschland fehlen ca. 260.000 Fachkräfte. Für mich kommt das nicht überraschend. Denn schon vor 20 Jahren sagte ich, wenn Betriebe die Ausbildung von Fachkräften weiter so vernachlässigen, wird es einmal zu einem Fachkräftemangel kommen. Wenn man keine Auszubildenden einstellt, kann man auch nicht erwarten, dass es einen Fachkräfte Nachwuchs gibt.

Und nun suchen die, die sich vor Jahren der Ausbildung junger Menschen verweigerten nach Fachkräften und rufen nach Fachkräften aus dem Ausland. Ist ja auch billiger als Eigene auszubilden. Und dafür werden diese Betriebe nun auch noch belohnt?

Natürlich ist die Ausbildungsunwilligkeit nur ein Grund, es gibt noch andere. Diese habe ich selbst erlebt. Oftmals findet man tatsächlich keine geeigneten Bewerber.

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An diesen kleinen Beispielen sieht man, wie verrückt und verantwortungslos es in dieser Welt zugeht. Ob sich das jemals ändern wird? Ich finde, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Moment mal: Sie sind gegen alles

Es gab mal eine Zeit, da fand ich die Partei DIE GRÜNEN gut. Sie brachten frischen Schwung in die verkrustete Parteienlandschaft und packten Themen an, die sich die damals etablierten Parteien lieber vom Hals hielten. Mittlerweile haben jedoch auch andere Parteien erkannt, dass man damit auf Stimmenfang gehen kann.

Nun jedoch soll die IAA (Internationale Automobilausstellung) von Frankfurt/Main nach Berlin verlegt werden. Der Regierende Bürgermeister und seine Wirtschaftssenatorin R. Pop (GRÜNE) fanden die Idee diskussionswürdig. Doch am Wochenende auf dem Parteitag der GRÜNEN in Berlin wurde die Wirtschaftssenatorin von ihrer Partei zurückgepfiffen. Man stimmte gegen die Verlegung der IAA nach Berlin. Und die Wirtschaftssenatorin hält sich nun eher bedeckt, wenn es um dieses Thema geht. Der Regierende Bürgermeister Müller jedoch ist weiterhin vehement dafür. Und warum auch nicht?

Was ist so schlimm daran, wenn die Automobilbranche ihre neusten Produkte zeigt? Da werden auch alternative Produkte zu Verbrennungsmotoren gezeigt. So langsam, und das schreibe ich in aller Deutlichkeit, gehen mir die GRÜNEN hier in Berlin gewaltig auf den Wecker. Sie leisten sich eine Verkehrssenatorin, die von der Materie nicht allzu viel Ahnung hat. Die jeweils den dritten vor dem ersten Schritt plant, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Offensichtlich entwickeln sich die GRÜNEN zu einer reinen Verbotspartei. Sie sind der Meinung, nur ihre Meinung ist die allein gültige. Man kann eine Wende in der Verkehrspolitik nicht innerhalb weniger Monate vollziehen. Das gibt die Struktur der Stadt nicht her. Man muss dafür sorgen, dass der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird und das bewältigen kann, was den GRÜNEN vorschwebt. Aber das wäre noch ein ganz anderes Thema.

Mir geht es, wie eingangs erwähnt um die Ausbremsung der IAA. Die ohne jede Not erfolgte und keinerlei Sinn ergibt. Doch darin scheinen die GRÜNEN im Moment ihre Kernkompetenz zu sehen.

Um nicht falsch verstanden zu werden, vieles was die GRÜNEN fordern, ist durchaus berechtigt. Nur fangen sie es, so ist jedenfalls meine Auffassung, oft falsch an. Man muss auch mal Geduld haben, um seine Ziele zu erreichen. Dabei helfen solch unnötige Beschlüsse rein gar nichts. Und noch etwas, ich würde nicht zur IAA gehen, rege mich also nicht über etwas auf, was mir eventuell entgangen sein könnte.

Moment mal: Es ist beschämend

In einem Land, in dem immer mehr Menschen darauf angewiesen sind, Lebensmittel ihres täglichen Bedarfes von der Tafel zu holen, kann etwas nicht stimmen. Die Zahl der Menschen stieg in diesem Jahr um zehn Prozent. Besonders ältere Menschen sind betroffen. Aber nicht nur sie.

Das bedeutet, dass die Armut in Deutschland von Jahr zu Jahr zunimmt. Dass Menschen die ihr ganzes Leben lang arbeiteten von ihrer Rente im Alter nicht leben können. Die Zahl der Rentner, die zur Tafel gehen, ist innerhalb eines Jahres um 20 Prozent gestiegen.

Ich frage mich, wie ist es möglich, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinanderklafft? Das bedeutet nicht nur, dass es immer mehr Menschen gibt, die auf Hilfe angewiesen sind, sondern auch sozialen Sprengstoff in der Gesellschaft.

Gut, dass es Menschen gibt, die bereit sind sich sozial für diese Menschen zu engagieren. Denn ohne die Helferinnen und Helfer der Tafel würde es um diese hilfsbedürftigen Menschen noch schlimmer stehen.

Dass es in der Bundesrepublik Menschen gibt, und diese immer mehr werden, die auf Unterstützung angewiesen sind, zeigt, dass etwas gewaltig schief läuft in diesem Land. Zeigt, dass die Regierung diese Menschen praktisch abgeschrieben hat.

Nur betrifft es eben nicht nur ältere oder alte Menschen. Nein auch Kinder und Jugendliche kommen in die Armutsspirale und haben wenig Chancen sich daraus zu befreien.

Wie ist denn die Perspektive junger Menschen? Ihr Gehalt wird immer mehr gedrückt, davon zahlen sie einen immer größeren Anteil an Mietkosten. Sie sollen die Wirtschaft ankurbeln, und noch etwas für ihre Altersvorsorge zurücklegen. Das bei einem nicht vorhandenen Zinsniveau. Wie soll das gehen? Da ist weitere Altersarmut schon vorprogrammiert. Wann begreifen das „unsere“ Politikerinnen und Politiker endlich? Aber, sie sind von Altersarmut ja nicht betroffen. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Moment mal: Alles muss raus …

… aus der GroKo?

Da wird mal wieder, wie oft wurde es eigentlich schon propagiert, ans Ende der GroKo gedacht. Die noch nicht vom Parteitag abgesegnete Doppelspitze der SPD möchte mit der CDU über den Koalitionsvertrag nachverhandeln und wenn die CDU nicht spurt, raus aus der Koalition.

Die CDU-Chefin, die derzeit in Afghanistan rum eiert hat gleich getönt, nein das gibt es nicht. Der CSU-Chef ist seiner neuen besten Freundin aus der CDU gleich an die Seite gehopst und findet Verhandlungen überflüssig. Also nichts Neues aus der GroKo. Meine Tastatur sträubt sich neuerdings immer sehr eigenartig, wenn ich GroKo eingeben möchte. Ist ja auch zu verstehen. Die GroKo ist schon seit einiger Zeit keine mehr.

Die SPD benötigte fast ½ Jahr, um neue Führungskräfte zu finden. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer stellte auf dem CDU-Parteitag nach einer 10-monatigen Amtszeit die Vertrauensfrage. Das muss man auch erst einmal bringen. Und der, der sich so gerne als Kanzlerkandidat der CDU sehen würde, hatte nicht dem Mumm ihr auf dem Parteitag die Meinung zu sagen. Nein er kuschte lieber und machte gute Miene zum albernen Spiel.

Die Bundeskanzlerin fand auf diesem Parteitag überhaupt nicht statt und so regiert sie auch. Weder die CDU/CSU noch die SPD sollten auch nur einen Gedanken auf die Beendigung der Koalition verschwenden und Neuwahlen anstreben. Das würde für beide Parteien in einem Desaster enden. Und nur der AfD nutzen.

Oder sie sagen sich, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Nur müssen dann beide Lager der Koalition die Verantwortung tragen. Weder die CDU/CSU noch die SPD haben im Moment geeignetes Personal für eine Kanzlerschaft. Wobei man sich in der SPD darüber den Kopf nicht zerbrechen muss. Die SPD muss schauen über 10 Prozent zu kommen. Das dürfte schwer genug werden.

Und wer den bayerischen Ministerpräsidenten als Kanzlerkandidat sieht, daran glaubt wohl keiner. Nicht einmal in der CSU.

CDU/CSU und SPD sollten, wie vereinbart, eine Bestandsaufnahme der 2-jährigen Regierungszeit machen. Die fällt nicht so schlecht aus. Und sich dann an das ranmachen was im Koalitionsvertrag steht und noch zu erledigen ist. Neuverhandlungen sind eventuell populär bei der Gefolgschaft der SPD, nur bei den Wählerinnen und Wählern stoßen sie eher auf Ablehnung. Und deshalb eine Koalition die, wie schon erwähnt, entgegen aller Streitigkeiten, bisher gar nicht so schlecht arbeitete. Auffliegen zu lassen, wäre wohl ein weiterer Stein auf dem Weg zur Bedeutungslosigkeit der SPD.

Moment mal: Weißer Rauch?

Nach monatelanger Suche ist man in der SPD nun endlich fündig geworden und hat ein neues Führungsduo gewählt. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben sich in der Stichwahl gegen Olaf Scholz und Klara Geywitz mit ca. 53 Prozent durchgesetzt.

Jene Saskia Eskens die in ihrem Wahlkreis wohl bei der nächsten Wahl keinen sicheren Listenplatz mehr bekommen hätte. So groß scheint das Vertrauen der Genossen dort in ihre Fähigkeiten zu sein.

Was bedeutet das nun für die Bundesregierung und insbesondere für Olaf Scholz? Denn das Duo Esken/Borjans steht eigentlich für den Ausstieg aus der Koalition. Aber das wird, so glaube ich, nicht geschehen. Wie möchte man dem Wähler das plausibel machen? Die SPD hat in der Regierung einiges durchgebracht und der CDU/CSU so manche Kröte zu schlucken gegeben, musste selbst jedoch auch einige schlucken. Wie es eben in einer Koalition üblich ist. Nur, beim Wähler kommt die Partei einfach nicht mehr an.

Wenn man monatelang auf der Suche nach Führungspersonal ist, muss man sich nicht wundern. Wofür steht die SPD eigentlich noch? Ich sehe das nicht mehr. Ich sehe nur, dass die Partei offenbar keinen oder keine hat, die eine Partei mitreißen kann. Keines dieser Duos kann überzeugen und am wenigsten traue ich den jetzt gewählten, die ja nur vorgeschlagen sind, eine endgültige Berufung soll in der kommenden Woche auf einem SPD-Parteitag erfolgen, zu. Oder etwa nicht? Ich traue den Mitgliedern der SPD mittlerweile so einiges zu.

Man kann die Prozedur der Wahl als Basisdemokratie verkaufen. Für mich war es die Bankrotterklärung der SPD. So sehen es wohl auch die Wähler und laufen der Partei in Scharen davon. Mit der Wahl von Eskens/Borjans gehen die Mitglieder ein großes Risiko ein. Oder sie sagen sich, eh egal, diese Partei kann keiner mehr retten. Und da kommen sie der Wirklichkeit wahrscheinlich ganz, ganz nahe.

HaHoHe – O weh, O weh, O weh

Es muss sich etwas weiter entwickeln, deshalb haben wir uns entschlossen die Zusammenarbeit mit Pal Dardai nicht weiter zu führen. So ähnlich waren die Worte von M. Preetz als man sich, äußerst umstritten bei den Fans und im Hertha-Präsidium, von Pal trennte. M. Preetz hatte auch einen Nachfolger präsent, der ihm vor der anstehenden Versammlung vor allzu vieler Kritik bewahren sollte. Denn jede scharfe Kritik an ihm wäre ein Misstrauen gegen A. Covic gewesen. Das wollte man nicht.

P. Dardai seinerseits war zu diesem Zeitpunkt ausgebrannt und wer ihn heute sieht und die Bilder vom Mai des Jahres vor Augen hat, der glaubt hier steht ein anderer Mensch. Dies nur als Marginalie. Diejenigen die hier regelmäßig lesen werden sich erinnern, dass ich mit meiner Meinung zur Berufung von A. Covic zum Cheftrainer sehr zurückhaltend war. Einerseits, weil ich abwarten wollte wie er sich macht und andererseits, weil ich diese Berufung eher skeptisch sah. In der Saison 2018/19 stand Hertha nach 11. Spieltagen auf Platz 8 mit 16:17 Toren und 16 Punkten. In der Saison 2019/20, also in der Saison in der es einen Aufbruch ins obere Mittelfeld geben sollte, steht Hertha nach 11 Spieltagen auf Platz 12 mit 17:21 Toren und 11 Punkten. Die nächsten Gegner sind Augsburg (A), Dortmund (H), Frankfurt (A) und Freiburg (H). Da kann sich jeder ausrechnen, was an Punkten dazu kommt.

Ich hatte es schon vor einiger Zeit geschrieben, Hertha erinnert mich an den VfB Stuttgart der letzten Saison. Auch die Schwaben wollten sich in höhere Tabellenregionen aufmachen. Aufgewacht sind sie in der 2. Liga. Soweit ist es bei Hertha noch nicht, doch die Gefahr ist präsenter als es so mancher im Verein wahrhaben möchte.

In der Mannschaft steckt wesentlich mehr Potenzial, als sie in den letzten Spielen zeigte. Es wird Zeit, dass das aus der Mannschaft heraus gekitzelt wird. Jedenfalls bevor es zu spät ist. Im Moment befindet sich Hertha in einem kleinen Abwärtsstrudel. Nur wenn dieser Strudel mächtiger wird, dann kann es ein fataler Selbstläufer werden. Besonders bei der bekannten Rückrundenschwäche der Mannschaft.

Der allwissende M. Preetz jedoch bleibt ruhig, wie er es gestern in jedes Mikrofon, in seiner selbstgefälligen Art, flötete. Nun seine selbstgefällige Art bescherte Hertha schon 2 Abstiege während seiner Amtszeit. Aller guten Dinge müssen nicht drei sein. Ich glaube nicht, dass er das überstehen würde. Vielmehr würde ich hoffen, dass er es nicht überstehen würde.