Liegt es an der Wärme?

Oder haben manche einfach langweile? Es muss doch eine Erklärung für Menschen geben, die hinter jeder Redewendung und Liedertexten eine rassistische Beleidigung sehen.

Jetzt hat es einen Song der Rolling Stones erwischt. Darüber können sich einige dieser Sprachakrobaten so richtig aufregen.

Darum geht es

Dann regt euch doch auch über folgende Songs auf

oder über

oder über

Oder schließt euch, wenn ihr langweile habt, einer Hilfsorganisation an. Dann habt ihr wenigstens eine sinnvolle Beschäftigung.

Liebe Leserinnen und Leser …

… und alle die sonst so mitlesen!

Nein, ich habe keinen Sonnenstich. Ich möchte nur einmal geschlechterneutral schreiben. Natürlich als Persiflage auf das was ich eben gelesen habe.

Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen auf die Begrüßungsformel „Sehr geehrte Damen und Herren“. Auch das „Ladies and Gentlemen“ soll es nicht mehr geben. Die Crew an Bord soll die Fluggäste, ist das eigentlich geschlechterneutral, eben anders begrüßen. „Herzlich willkommen an Bord“ z. B.

Na dann wird es ja bald keine Diskriminierungen mehr geben. Leute träumt weiter und verfeinert diesen Irrsinn noch etwas. Als ob das an der negativen Einstellung mancher Zeitgenossen etwas ändern würde.

Moment mal: Da läuft was schief!

Die Impfbereitschaft im Lande lässt nach und wegen der immer noch niedrigen Inzidenzen glauben nicht wenige, dass Impfen völlig überbewertet wird.

Deshalb denkt man ernsthaft darüber nach, den Menschen das Impfen mit Anreizen schmackhaft zu machen. Da wird über Geld- oder Gutscheingeschenke nachgedacht. Oder wie in Berlin, über eine Techno-Party, um junge Leute an die Spritze, also die gegen Covid-19, zu bringen.

Jedoch scheint niemand der Verantwortlichen darüber nachzudenken, dass in diesem Land etwas nicht mehr stimmt. Wenn man Menschen nur noch mit Verlockungen zu einer, eigentlich selbstverständlichen Handlung, bringt, dann läuft etwas gewaltig schief, in diesem Land.

Gegen die Pocken und Kinderlähmung gab es in den 1950er und 1960er Jahren eine Impfpflicht und niemand wäre darauf gekommen sich mit tausend Ausreden davon zu drücken. Oder mit fadenscheinigen Attesten seines Hausarztes eine Impfung abzulehnen. Nur so konnte man die Pocken, jedenfalls in Europa, praktisch ausrotten und die Kinderlähmung ebenso.

Ich frage mich, warum sollte das bei Covid-19 nicht möglich sein? In Frankreich wird ein Gesetz zur Impfpflicht für Covid-19 vorbereitet. Das sollte doch auch in Deutschland möglich sein. Und das, ohne vorher eine Expertenkommission einzuberufen. Sondern einfach weil es offenbar nicht anders möglich ist, einen Teil der Menschen zur Vernunft zu bringen.

Was im 20. Jahrhundert ohne jeden Protest möglich war, ganz einfach, weil die Notwendigkeit eingesehen wurde, soll im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich sein? Dann läuft in dieser Gesellschaft tatsächlich etwas schief und sie wird nur noch von den Egoismen einzelner beherrscht. Das kann es ja wohl nicht sein.

Moment mal: Ich sehe schwarz!

Nach der Sprachpolizei die sich neuerdings um eine neudeutsche reine Sprache bemüht, offensichtlich haben wir keine anderen Probleme im Land, wäre ich mit der Überschrift wohl schon ein Rassist.

Dabei sehe ich eigentlich nicht so sehr schwarz, sondern eher rot. Die BVG in Berlin und die MVG in München werden alle Plakate entfernen, in denen das Wort Schwarzfahren vorkommt, um sich nicht dem Vorwurf des Rassismus auszusetzen. In Berlin hatte der Senat im September 2020 ein „Diversity-Programm“ beschlossen. Seitdem ist in Berlin nichts mehr vor Umbenennungen sicher, was auch nur den Hauch von rassistischem Hintergrund haben könnte. Seit über 60 Jahren gab es z. B. die Mohrenstraße und einen U-Bahnhof gleichen Namens. Das kann es nun nicht mehr geben, weil es hochgradig rassistisch ist. Das aber nur als Marginalie. Es geht ums Schwarzfahren.

Also heißt es jetzt im offiziellen Sprachgebrauch, „Fahren ohne gültigen Fahrschein“. Jedoch hat Schwarzfahren überhaupt nichts mit Schwarz zu tun. Ein Sprachwissenschaftler erklärte, dass der Ausdruck von dem jiddischen Wort „shvarts“ kommt, das bedeutet Armut. Es würden also Menschen die Schwarzfahren als Menschen bezeichnen, die sich ein Ticket nicht leisten können.

Das ist völlig egal, wenn mit der deutschen rassistischen Sprache, die bis vor einigen Jahren niemand störte, aufgeräumt wird, dann aber gründlich.

Da man, wie oben berichtet auch in München den Begriff Schwarzfahren nicht mehr verwendet hat der ehemalige Verkehrsminister des Bundes, Peter Ramsauer wohl gesagt, „die haben doch alle einen Knall“. Da kann ich dem Herrn Ramsauer nur aus vollem Herzen zustimmen.

Ach, da fällt mir gerade ein, wie ist es mit der Schwarzarbeit? Na hoffentlich liest hier keiner von diesen Sprachakrobaten mit. Nicht, dass ich sie noch auf blöde Gedanken bringe.

Übrigens der Pfannkuchen heißt andern Orts Berliner. Das ist eine Diskriminierung der Berliner. Ach Mist der Berlinerinnen und Berliner, natürlich jeglichen Geschlechts.

Die Pappe zwischen zwei Brötchenteilen heißt Hamburger. Das ist eine Diskriminierung aller, na ihr wisst schon.

Und Wiener Würstchen, wie müssen sich da die Wiener und, na ihr wisst schon …, fühlen?

Ach wie war das doch alles mal ganz einfach, bevor dieser Umbenennungswahnsinn begann.

Na dann, schönes Wochenende. Vielleicht mit einem Schnitzel nach Balkanart und der Operette der Baron nach Balkanart oder so ähnlich.

Moment mal: Wie nun??

Seit Wochen wird vor der indischen Mutation gewarnt. Nein ich finde es keine Diskriminierung, das Land zu nennen aus der die Mutante kommt. Viren mutieren nun mal und wer weiß wie viele Mutationen noch im Umlauf sind.

Es wird gewarnt, wie hoch infektiös die indische Mutation ist und in den Nachrichten hörte ich vorhin, dass in Australien ein Mann nur an einem anderen, der mit der indischen Mutation infiziert war, vorbei lief und dabei angesteckt wurde. Ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht, ist eigentlich egal.

Nur passt es für mich überhaupt nicht mehr zusammen, dass man einerseits die Gefahr der Mutation herausstellt und wie hochansteckend sie ist, dann aber im nächsten Satz über Lockerungen der Maskenpflicht und anderer Einschränkungen spricht. Hier wird ein gefährliches Spiel betrieben. Viele Menschen sind nach fast 1 ½ Jahren der Corona-Verordnungen überdrüssig und hoffen, dass es nun endlich bald vorüber sein mag. Die Politiker und Politikerinnen schüren diese Hoffnung in den letzten Tagen, etwa wegen der kommenden Bundestagswahl, gewaltig. Das ist der sogenannte Ritt auf der Rasierklinge und könnte uns in eine vierte Welle führen, die weitaus kräftiger als die vorangegangenen sein könnte.

Ich frage mich, warum macht man die Fehler des letzten Sommers nun schon wieder? Warum behalten wir die Maßnahmen nicht konsequent bei, bis die Impfung soweit fortgeschritten ist, dass ein großer Teil der Bevölkerung tatsächlich besser gegen das Virus geschützt ist? Was nützen jetzige Lockerungen, wenn sie in ein paar Wochen doch wieder zurückgenommen werden?

Besonders die Lockerung der Maskenpflicht halte ich für ein fatales Zeichen. Auch wenn mich Masken ebenso nerven wie viele andere auch.

Doch Corona hat unser Leben nachhaltig verändert, damit müssen wir leben. Ob uns das gefällt oder nicht.

Moment mal: Und nun Herr Laschet?

Nicht immer ist Reden Silber und Schweigen Gold. Die CDU befindet sich gerade, auch dank der Kandidatin der Grünen, auf einem Höhenflug. Dazu muss der Kanzlerkandidat der CDU nicht viel tun.

Doch nun grätscht der ehemalige Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen in die ach so schöne CDU Idylle. Er verlangt quasi einen Gesinnungstest für Journalisten und behauptet die Tagesschau Mitarbeiter hätten linksextreme Tendenzen. Natürlich ohne jeden Nachweis seiner Behauptungen. Wow, das kommt einem aber sehr bekannt vor, oder? Dazu kann man in den Geschichtsbüchern einiges nachlesen.

Und der Parteivorsitzende A. Laschet schweigt die Äußerung des Herrn Maaßen weg. Nun äußerte der CDU-Vize Strobl, der Parteivorsitzende müsse nicht jede Aussage kommentieren. Da hat er zweifelsfrei recht. Das muss er nicht.

Jedoch ist das nicht die Aussage eines Hinterbänklers oder unbekannten CDU-Mitglieds, sondern eine Aussage des ehemaligen Chefs des Verfassungsschutzes, der sich in Thüringen zur Wahl für den Deutschen Bundestag aufstellen ließ.

Und hier muss der Parteivorsitzende klare Worte finden. Denn die Aussage des Herrn Maaßen ist keine banale Aussage. Sie zeigt Tendenzen,Tendenzen die man in Polen und Ungarn schon seit Jahren kennt. Die Meinungsfreiheit der Medien soll eingeschränkt werden. Und dazu hat der Parteivorsitzende keine Meinung? Oder noch schlimmer, möchte sie nicht öffentlich machen?

Was kümmert die UEFA schon ein Menschenleben?

Karl Lauterbach (SPD) machte die UEFA dafür verantwortlich, dass durch die EM das Corona-Virus quer durch Europa geschleppt wird. Vielleicht auch für die Menschenleben, die diese EM kosten könnte?

Doch mal ehrlich, was juckt die UEFA eine Aussage von Herrn Lauterbach? Hauptsache die Kasse stimmt und alle beugen sich dem Diktat der UEFA. Einer Organisation die schon durch ein paar Regenbogenfarben in Hektik verfällt und in Baku (Aserbaidschan), einem hochdemokratischen Staat, dänischen Fans durch Ordner eine kleine Regenbogenfahne  abnehmen lässt. VW wollte seine Werbebande mit den Regenbogenfarben unterlegen, was von der UEFA ebenfalls untersagt wurde. Was ich als Manager von VW daraufhin gemacht hätte, weiß ich sehr genau.

Und nochmals Menschenleben. Weder die UEFA noch die FIFA kümmern sich einen Dreck um Menschenrechte. Mindestens 6500 Tote hat es bei Bauarbeiten der WM-Stadien in Katar gegeben. Egal, sollen sie besser auf sich aufpassen. Die Spiele in Katar werden stattfinden.

Sowohl die UEFA als auch die FIFA verkleistern oder versuchen den Menschen zumindest die Augen zu verkleistern indem sie eine scheinheilige Fair Play Kampagne bringen. Für beide Organisationen gilt diese Kampagne jedoch nicht.

Wie man in den letzten Wochen sehen konnte, hat die UEFA wohl richtig gehandelt. Viele Menschen haben sich in den Stadien getummelt auf Straßen ohne jeden Abstand getanzt und sich eng an eng Spiele angesehen.

Und so wird es auch 2022 im Dezember sein. Die meisten werden ihren Mannschaften zu jubeln und mit ihnen fiebern. Egal was sich Monate oder Jahre davor an menschlichen Tragödien beim Bau dieser Stadien abgespielt haben.

Aber was schreibe ich. Ich bin, so scheint es, diesbezüglich wohl eher ein Sonderling. Ich finde es ja auch schrecklich wie Menschen die nichts weiter als eine bessere Zukunft haben möchten im Mittelmeer absaufen. Aber das ist ein ganz anders Thema, wenn es auch nicht weit von dem, über das ich hier geschrieben habe, entfernt ist.              

Moment mal: Nichts gelernt?

Kaum gehen die Inzidenzzahlen zurück, schon glauben viele es ist alles überstanden. Also ganz schnell in den Flieger und ab in den Urlaub. Gehen die Inzidenzzahlen dann in den Urlaubsländern wieder hoch, so wird das Land fluchtartig verlassen. Wie jetzt in Portugal geschehen.  Dort wurde von deutschen Urlaubern hektisch der Rückflug umgebucht, um der ab heute geltenden Quarantänepflicht zu umgehen.  Warum werden die rückkehrenden Urlauber erst ab heute in Quarantäne geschickt? Auch die, die gestern hektisch zurück kamen können die Mutante einschleppen. Mir ist das unverständlich. Wer glaubt, er muss unbedingt ins Ausland fahren oder fliegen, muss auch mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen leben.

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Der UEFA ist es völlig egal, ob durch ihre Meileneuropameisterschaft die Viren kreuz und quer durch den Kontinent verbreitet werden. Hauptsache es gibt schöne Bilder aus fast vollen Stadien. Warum kommt eigentlich niemand darauf diese Organisation vor dem Europäischen Gerichtshof, wegen vorsätzlicher Körperverletzung, zu verklagen? Oder wegen Erpressung würde auch gehen. Denn die Spielstätten wurden erpresst. Ohne Zuschauergarantie gab es keine Spiele. In Budapest gab es teilweise ein fast volles Stadion. In London kommen heute ca. 45.000 Zuschauer ins Stadion. In einem Land, in dem sich die indische Mutation rasend ausbreitet. In Petersburg gab es schon Ansteckungen und es wird sie auch in anderen Stadien geben. Doch das ist der UEFA egal.

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Klar die Zahlen gehen nach unten. Doch weshalb bleiben sie auch unten? Ganz einfach, weil weniger getestet wird. Da wundert es nicht, dass die Werte sich im Moment so gut anhören.

Jedoch werden die Fehler des vergangenen Sommers in diesem Jahr wiederholt und einer vierten Welle, die so sicher kommt wie das Amen in der Kirche, wird man ebenso planlos gegenüberstehen wie der dritten.

Aber Hauptsache ihr habt Spaß. Wir leben eben in einer Spaßgesellschaft.

Na dann, the Show must go on.

Die CDU/CSU hat (k)ein Wahlprogramm

Nein ich bin nicht, nicht auf dem laufenden. Armin Laschet und Markus Söder spielten am Montag die netten zwei. Sie stellten ihr Wahlprogramm oder das, was ein Wahlprogramm sein soll, der Öffentlichkeit vor.

Und was wollen sie uns damit mitteilen? Wir wollen keinem auf die Füße treten, haben keine Lösungen, doch das verkaufen wir jedoch wie immer geschickt und mit blumigen Worten. Unsere Zukunftsperspektiven sind so geheim, die wissen nicht einmal wir und überhaupt nervt uns nicht mit lästigen Detailfragen. Wir legen uns nur fest, dass wir uns nicht festlegen lassen.

So interpretiere ich mit meinen Worten das Wahlprogramm der CDU/CSU.

Moment mal: UEFA sie haben ein Problem

Nachdem bei den beiden Spielen in Budapest Spieler aus Frankreich und Portugal übelst beleidigt wurden, möchte die Stadt München ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit setzen.

Beim Spiel Ungarn gegen Frankreich wurde Mbappé, wenn er am Ball war, mit Affenlauten von den Rängen beschimpft. Sein Mannschaftskollege Benzema, der algerische Wurzeln hat, wurde ebenfalls beschimpft.

Auch Ronaldo wurde beim Spiel Ungarn-Portugal beschimpft. Leider sind das alltägliche Vorfälle von dummen Menschen.

Der ungarische Präsidentendarsteller Orbán lies Gesetze gegen Schwule und Lesben durchboxen und die Ausländerfeindlichkeit Ungarns spürt die EU stets, wenn es darum geht, Migranten zu verteilen. Kurz geschrieben, sie piken sich die Rosinen der EU heraus, möchten sonst jedoch nicht mit ihr zu tun haben. Und ich habe es schon oft geschrieben, gehören sich längst, wie auch Polen hochkantig aus der EU geworfen. Denn demokratische Staaten sind weder Ungarn noch Polen und würden heute die europäischen Normen zum Beitritt nicht mehr erfüllen.

Am Mittwoch gastiert die ungarische Mannschaft nun in der Allianz-Arena zu München. Der Münchner Oberbürgermeister Reiter möchte nun ein Zeichen der Toleranz setzen und hat der UEFA einen Brief geschrieben. Er möchte das Stadion in den Regenbogenfarben anstrahlen lassen, um so die Weltoffenheit der Stadt München zu zeigen. Das dürfte dem Ungarn Orbán gar nicht gefallen.

Die UEFA hat bisher noch nicht reagiert. Man hat sich erst einmal mit der Regenbogenbinde von Manuel Neuer beschäftigt. Die dieser, auch zum Zeichen der Solidarität mit Schwulen und Lesben, getragen hatte. Man urteilte salomonisch und bewertete es als ein Zeichen der Vielfalt. Auch wenn nach den Regularien der UEFA, nur deren Kapitänsbinden getragen werden dürfen, drückte man hier ein Auge zu.

Dann darf man gespannt sein, ob die UEFA die Augen ganz schließt um die in Regenbogenfarben angestrahlte Allianz-Arena zu übersehen oder das Vorhaben ganz verbietet.

Bleibt die Frage, ob der Sport sich immer als neutraler Vermittler sehen oder klar Farbe bekennen sollte.