Alles klar?

 

„Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Aber wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen“.

Sprach der SPD-Vorsitzende Martin Schulz am Donnerstag auf dem SPD-Parteitag. Na dann sind jetzt ja wohl alle Unklarheiten beseitigt. Oder etwa doch nicht? Für mich hört sich das an wie ein Spruch von Karl Valentin, „Mögen hätten wir schon gewollt, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.

Moment mal: Na bravo

Applaus, Applaus heißt es im Zirkus und man erfreut sich an den zirzensischen Darbietungen. Nun ist es eventuell etwas gewagt einen Zirkus mit dem Weißen Haus zu vergleichen, jedoch sehr weit hergeholt scheint es mir auch nicht zu sein.

Der momentane Direktor scheint von einer zirzensischen Sensationsnummer zur nächsten zu kommen und scheut dabei nicht, völlig neue Wege zu gehen. Seit Monaten streitet er sich mit einem nordkoreanischen Raketendompteur über den Sinn oder Unsinn seiner Nummer. An der Gagenforderung scheint ein Engagement zu scheitern. Doch schon hat er eine neue Trapeznummer ohne Netz und doppelten Boden im Visier. Sie heißt, „die mit dem Feuer spielen“. Eine ganz raffinierte Nummer, deren Engagement sich bisher keiner der Zirkusdirektoren des Weißen Hauses zugetraut hatte. Es handelt sich um eine hochexplosive Nummer und könnte dem Direktor schnell um die Ohren fliegen.

Schon deshalb erntet der Zirkusdirektor Unverständnis für die Nummer, die er bewusst angezettelt hat. Was bezweckt er mit dieser Luftnummer fragt man sich und weshalb bringt er wissentlich so viel Zündstoff in eine ohnehin gefährliche Nummer? Ist er etwa von allen zirzensischen Geistern verlassen?

Mit dieser Nummer spielt er im wahrsten Sinn des Wortes mit dem Feuer und nimmt billigend in Kauf, dass er bei dieser Nummer wenig Applaus jedoch viel Pfiffe erhalten wird.

Falls sich jemand fragt wie die Nummer, über die ich hier schreibe heißt, „Reise nach Jerusalem“ nennt sich der Drahtseilakt.

In einem Land zu unserer Zeit

Und es begab sich, dass das Volk die Königin von Germania für weitere 4 Jahre im Amt bestätigen sollte. Sie hat die letzten 4 Jahre ihrer Regentschaft mit einer anderen Interessengruppe regieren müssen und eigentlich geht ihr das total gegen den Strich. Sie möchte die Alleinregentschaft, doch die verwehrt ihr das Volk bisher. So wird sie auch in der nächsten Regentschaft wieder mit einem lästigen Anhängsel regieren müssen.

Doch diese Anhängsel werden immer frecher, nun haben all die Probanden, die für sie infrage kommen in ihr Wahlprogramm den Passus aufgenommen, der die Ehe für alle enthält. Ohne diese Zusage gibt es keine Regentschaftshilfe. Und dann kam die wundersame Wandlung der Königin von Germania. Eine einzige holde Lesbe aus dem Landstrich, in dem sie einst zu Hause war, brachte ihr die Erleuchtung. So jedenfalls möchte die Königin es ihren Untertanen Glauben machen. Ja die Lesbe hat ihr die Zweifel genommen, denn sie und ihre Liebste, haben 8 Kinder zur Pflege und wenn das Jugendamt so fortschrittlich ist, wollte die Königin nicht altmodisch erscheinen.

So konnte sie die Probanden in die Schranken weisen und ihrem Statthalter bei den Bajuwaren sogleich auch noch ein Ei ins Nest setzen. Und so beschloss sie, erleuchtet von einer einzigen Lesbe, den Thronrat ohne Fraktionszwang darüber abstimmen zu lassen, ob man die Ehe für alle huldvoll genehmigen solle. Der Fraktionszwang solle aufgehoben werden, da jeder nur nach seinem Gewissen entscheiden sollte. Heißt im Umkehrschluss, dass oftmals wohl gewissenlos entschieden wird, oder?

Und so sei es dann, wenn die Königin von Germania verfügt, dass ihr Thronrat nur nach dem Gewissen entscheiden darf, dann möchte man meinen kehrt ein klein wenig Demokratie in das Königreich ein.

Diese Geschichte ist natürlich frei erfunden und sollte es Parallelen geben so wären diese rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

Böses, böses Katar!

Nein Katar kann gar nicht böse sein. Hätte denn die FIFA unter der „umsichtigen“ Leitung ihres großherzigen ehemaligen Vorsitzenden Blatter die Fußballweltmeisterschaft 2022 in dieses Land vergeben? Nein niemals, die FIFA vergibt nur an Staaten, deren demokratische Grundhaltung ohne Zweifel ist. Und wer nun sagen möchte, hier flossen Gelder, dem sei gesagt, natürlich flossen Gelder. Doch nur als Aufwandsentschädigung für die Ausgaben der FIFA, das ist doch wohl klar, oder?

Und der FIFA-Sonderbeobachter Franz Beckenbauer konnte auch nicht bestätigen, dass die Arbeiter, die die Stadien erbauen, unter menschenunwürdigen Zuständen arbeiten müssten. Für ihn war alles in Ordnung. Na bedarf es da noch einer Nachfrage? Nein das wäre ja wohl Majestätsbeleidigung.

Da kommen doch plötzlich die Führer lupenreiner demokratischer Staaten daher, wie z. B. Saudi Arabien, ein Muster demokratischer Verhältnisse, oder Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate, alles Musterländle der Demokratie und behaupten, Katar würde Terroristen unterstützen.

Ja so etwas würde es in Saudi Arabien nie geben. Der Regierung von Saudi Arabien würde nie einfallen Terroristen zu unterstützen. Das weiß man doch, also mal ehrlich glaubt jemand allen Ernstes, dass die Bundesrepublik und die USA Waffen in ein Land liefern würde, das Terroristen unterstützt? Niemals schon aus humanitärer Überzeugung würde das nicht geschehen. Also kann Saudi Arabien gar nicht schlecht sein. Hier werden Menschenrechte noch geachtet.

Meine Reaktion, als ich gestern in den Nachrichten hörte, dass diese Staaten die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen haben, weil dieses Land Terroristen unterstützt war ein schallendes Gelächter. Ich weiß es ist eigentlich nicht zum Lachen. Ein Treppenwitz ist es jedoch trotzdem wenn solch durch und durch korrupte und den Terror seit Jahren unterstützenden Schurkenstaaten einen anderen Schurkenstaat deshalb in die Verbannung schicken. Ich bin auf den wahren Grund dieser Maßnahme sehr gespannt.

Aufgeschnappt

Der Kabarettist Florin Schröder sagte in der NDR-Talkshow vom 02.06.2017, dass Frauen öfter die Scheidung einreichen als Männer und dabei sagte er einen Satz, der bei mir sofort Kopfkino auslöste. 😀


„Frauen sind auch weniger bereit

ein totes Pferd zu reiten

auch wenn es noch zuckt“.


 

Alles nur Show?

Nie hätte ich geglaubt, dass die Bundeskanzlerin zu solch drastischen Mitteln im Wahlkampf greifen würde. Nachdem ihr Herausforderer Martin Schulz kometenhaft gestartet war, musste sie reagieren. Aber so? Erst die bittersüße Versöhnung mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und weil man ihr das nicht abnimmt, musste sie noch einiges draufsetzen.

Mal ehrlich ich finde es schon mehr als verwerflich, dass die Bundeskanzlerin die Herren Putin, Erdogan und Trump für ihren Wahlkampf einspannt. Aber die drei spielen ihre Rolle auch sehr gut. Sie sind die bösen Jungs und werden von der Bundeskanzlerin konsequent ausgeschimpft. Ja ihr Ansehen in der Welt und in Deutschland steigt in ungeahnte Höhen. Hatten sich über 50 Prozent der Bundesbürger*innen noch vor Kurzem gewünscht die Queen von Europa möge endlich abdanken, so ist die Meinung mittlerweile völlig gekippt, und jetzt sagen viele, bloß nicht, sie muss bleiben.

Und wem hat sie das zu verdanken? Natürlich den drei bösen Buben. Sie spielen ihre Rolle perfekt. Und so ist die Bundeskanzlerin ständig in den Schlagzeilen der deutschen und der Weltpresse.

Da darf man richtig gespannt sein wenn die Bundeskanzlerin nach den Bundestagswahlen wieder als Bundeskanzlerin vereidigt ist, wie die Drei sich dann verhalten. Also ich befürchte ja sie haben sich mittlerweile so an die Rolle der bösen Buben gewöhnt, dass sie trotzdem noch manchmal stänkern werden.

Mir tut der Kandidat der SPD richtig etwas leid. Er hat nicht die geringste Chance gegen die Bundeskanzlerin und ihre drei Musketiere. Schade, wäre er doch in Brüssel geblieben. Nun ist es zu spät. Oder er sucht sich auch noch Staatsmänner, denen er laufend die Grenzen aufzeigen kann. Doch das dürfte schwierig werden nach diesem cleveren Zug der Bundeskanzlerin.

Das ist der Gipfel

„Alle für einen“, das Motto der Musketiere scheint nicht das von Donald Trump zu sein. Er polterte sich durch Europa und zeigte erneut, dass es zwischen den Beziehungen von Europa und der USA ernsthafte Probleme gibt.

Nun, es ist bestimmt nicht alles falsch was er sagt, jedoch sollte er eines lernen, einen Staat kann man nicht patriarchisch führen wie ein Unternehmen. Und Staatschefs andere Staaten lassen sich nicht so abqualifizieren wie sein Personal im Weißen Haus.

Überhaupt glaubt er der weißeste Führer überhaupt zu sein, vielleicht sogar noch etwas weißer wie der alle mit Weisheit überragende türkische Patriarch oder Diktator Erdogan. Mich würde nicht wunder, wenn er die Klimaerwärmung per Dekret verbieten und damit das Problem des Pariser Abkommens beseitigen würde. Dann wären eben die Überschwemmungen und Dürrekatastrophen keine Zeichen der Klimaerwärmung mehr, sondern ganz normale Wetterereignisse und niemand in Amerika oder dem Rest der Welt bräuchte sich Sorgen um die Kinder und Enkelkinder machen. Das wäre doch wunderbar.

Für solch ein Dekret wäre ich dem amerikanischen Präsidenten ehrlich dankbar. Es würde mich ungemein beruhigen, wenn ich wüsste, dass er die Klimaerwärmung per Dekret abgeschafft hätte.

Und wenn jetzt jemand denkt, ist der Sigurd heute albern, nein bin ich nicht. Albern, wenn man das nicht sogar noch deftiger ausdrücken könnte, ist ein anderer.

„Weil wir gerade …

… so gemütlich beisammen sitzen…“ Wer kennt diesen Ausspruch nicht? Und weil der amerikanische Präsident Trump und der russische Außenminister Lawrow so gemütlich beisammen saßen, könnte es sein, dass der amerikanische Präsident es so gemütlich fand und dem Herrn Lawrow ein Geheimnis anvertraute, das er nicht einmal seinen Verbündeten preisgab.

Der russische Präsident Putin überlegt nun ernsthaft ob er seinen Geheimdienst nicht etwas verkleinern, und die eingesparten Kosten für eine wöchentliche Reise seines Außenministers nach Washington anlegen sollte. Dann könnte er wöchentlich, vorausgesetzt die Atmosphäre ist wieder so gemütlich, neue Geheimnisse erfahren.

Jedoch hat der Herr Putin gestern mit seinem süffisantesten Gesicht erklärt, ich schreibe es mal mit meinen Worten, der amerikanische Präsident ist doch nicht so dumm und sagt uns seine Geheimnisse.