Moment mal: nur abnicken …

… ist nicht die Aufgabe des Parlamentes!

Seit einem Jahr haben wir eine Pandemie im Lande. Und fast jeder hatte am Anfang dafür Verständnis, wenn die Bundeskanzlerin mit den 16 Landesfürstinnen und Landesfürsten Entscheidungen traf. Es musste schnell gehandelt werden.

Jedoch nach einem Jahr kann man dafür kein Verständnis mehr aufbringen, wenn noch immer am Deutschen Bundestag vorbei entschieden wird und die Abgeordneten, also die gewählten Vertreterinnen und Vertreter des Volkes jeweils nur das abnicken sollen, was ein oder mehrere Tage vorher eben wieder in kleinster Runde entschieden wurde.

Zumal die Entscheidungen, so hat man den Eindruck, immer diffuser werden und nur noch wenig zur Akzeptanz in großen Teilen der Bevölkerung führen. Schon vor jedem Gipfel bringen sich die jeweiligen Landeschefs in Position und dabei sollte man nicht vergessen, dass wir eines dieser sogenannten Superwahljahre haben. So frage ich mich, dienen die jeweiligen Einwände eigentlich noch dazu, die Pandemie einzudämmen oder mehr dem Wahlkampf der Landeschefin oder des Landeschefs?

Aber ich schweife ab. Es geht hier um das Parlament. An diesem wird seit einem Jahr vorbei Politik gemacht. Und das kann einer Demokratie nicht förderlich sein. Die heutige heftige Kritik von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages an der Ignoranz des Hohen Hauses kann ich durchaus nachvollziehen.

Es ist auch absolut nicht nachvollziehbar, weshalb man die Schritte, die man vorhat, nicht vorher im Bundestag diskutieren kann. Dazu ist er da. Im Bundestag soll Politik gemacht werden. Es soll über Entscheidungen diskutiert und auch gestritten werden. Das ist die Errungenschaft der parlamentarischen Demokratie. Im Grundgesetz nicht vorgesehen ist ein, ich schreibe es jetzt mal bewusst provokativ, gekunkel einer kleinen Schar um die Bundeskanzlerin.

Ich muss jetzt auch mal loben

Es ist mal wieder soweit, die Fahrerlaubnis muss mal wieder den europäischen Richtlinien angepasst werden und ein großer Teil muss somit eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Bei mir ist das z. B. bis Januar 2033 der Fall. Also werde ich keine mehr beantragen müssen. Denn da fahre ich mit Sicherheit kein Auto mehr.

Jedoch meine bessere Hälfte muss ihre Fahrerlaubnis bis zum 19.01.2022 erneuert haben. Also haben wir heute versucht, das Bürgertelefon zu erreichen um einen Termin bei unserem Bürgeramt zu erhalten. Es ist uns nicht gelungen.

Hartnäckig wie ich nun mal bin, forschte ich nach einer MAIL-Adresse und wurde fündig. Also setzte ich ein Schreiben mit unserem Anliegen auf und schickte es ohne große Hoffnung auf eine baldige Antwort auf die Reise. In den Medien wird fast tagtäglich auf die hoffnungslose Überlastung der Bürgerämter hingewiesen. Also rechneten wir damit, dass eventuell in einigen Wochen eine Antwort kommen würde, um uns mitzuteilen, dass wir vorgemerkt sind.

Und ca. ½ Stunde später kam tatsächlich eine MAIL und ich glaubte ich lese falsch. Darin wurde meiner besseren Hälfte ein bestätigter Termin für morgen mitgeteilt. Wir mussten die MAIL zwei Mal lesen, um es zu glauben.

Viel schneller geht es nun tatsächlich nicht mehr und wir sind deshalb sehr angenehm überrascht. Normalerweise würde ich darüber nichts schreiben. Da jedoch die Bürgerämter hier in Berlin häufig gescholten werden, muss ich einfach mal schreiben, dass wir bisher immer recht zügig einen Termin bekamen. Nur so schnell wie dieses Mal ging es noch nie.

Ein großes Lob an das Bürgeramt von Treptow-Köpenick.

Aus gegebenem Anlass …

… fast vergessene Schlager

Seit Tagen ist dieser fast vergessene Schlager mal wieder hochaktuell. Selbst in unserer großen Stadt kann man sich auf zwei Brettern bewegen. Jedoch sollte man sich gut „einmummeln“ es ist kalt, sehr kalt.

Aber mal ehrlich, so macht der Winter doch Spaß, oder?

Moment mal: Nun mal langsam!

Die Herren Rummenigge und Hoeneß sollten sich mal ein wenig beherrschen in ihren Äußerungen und zur Kenntnis nehmen, dass nicht alles sich um den FC Bayern München dreht.

Herr Rummenigge sagte, „wir fühlen uns von den zuständigen Stellen bei der brandenburgischen Politik total verarscht, die Verantwortlichen wissen gar nicht, was sie unserer Mannschaft damit angetan haben.“

Und Herr Hoeneß blaffte, es sei ein Skandal ohne Ende, wegen ein paar Minuten sei die Starterlaubnis verweigert worden. Das sei eine Unverschämtheit der Verantwortlichen und unverständlich. Schließlich würden die Münchner beim Turnier in Katar den deutschen Fußball vertreten.

Am Flughafen BER gibt es von 0:00-5:00 Uhr ein Nachtflugverbot. Somit musste die startende Maschine bis 23:59 Uhr abgehoben haben. Was schon eine Ausnahmeregelung für die Münchner war. denn normalerweise sollten die Maschinen bis 23:30 abheben. So ist nun mal die Regel. Die Maschine des Fluges QR 7402 bat um 0:03 Uhr um Starterlaubnis und die wurde von der Deutschen Flugsicherung (DFS) nicht mehr erteilt. Die Lotsen haben hier, so heißt es, keinerlei Ermessensspielraum. „Er ist an die Vorgabe der Luftfahrtbehörde gebunden, sonst bekäme er ein Problem. So sind die Regeln.“ So die Erklärung. Auch im Fall des FC Bayern München kann man keine Ausnahme machen.

Vielleicht sollten die Herren Rummenigge und Hoeneß lieber über ihre Reisplanung nachdenken und sich nicht über Menschen aufregen die nur ihrer Verpflichtung nachkamen.

Donald Trump tritt aus der Gewerkschaft aus

Donald Trump ist aus der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA ausgetreten. Damit wollte er einem Ausschluss durch die Gewerkschaft zuvorkommen.

Die knappe Antwort der Gewerkschaft? „Dankeschön“.

Nun nachdem sein vierjährige Tragik-Serie, „Ich bin kein Präsident, schmeißt mich endlich raus“, abgesetzt wurde, möchte er die Gewerkschaftsbeiträge, falls er jemals welche zahlte, eben einsparen. 😀

Vor dem 20. Spieltag

Wenn ich mich nicht irre, so sind noch 45 Punkte zu vergeben. 26 Punkte müsste Hertha holen, damit der Trainer auch in der nächsten Saison Pal Dardai heißt. So soll es jedenfalls vereinbart sein. Eine komische Vereinbarung finde ich. Im Klartext heißt es eigentlich nichts anderes als, du kannst sehen, dass die Mannschaft nicht absteigt und wir suchen uns in Ruhe schon mal einen Trainer für die nächste Saison. Seriös ist das nicht, scheint mit dem neuen starken Mann bei Hertha jedoch ohnehin nicht der Stil zu sein. Das sah man schon bei den Entlassungen des Trainers und des Geschäftsführers Sport.

Aller guten Dinge sind vier? Mit Sami Khedira holte sich Hertha nun den vierten ehemaligen Weltmeister an die Spree. Nachdem seine drei Vorgänger allesamt, ich schreibe es mal freundlich, die Erwartungen nicht erfüllen konnten oder wollten, soll bei ihm nun alles besser werden. Rainer Bonhof, Luizão und der „Allwissende“ hat man hier schon fast vergessen. Na gut, den „Allwissenden“ noch nicht.

Die Stimmung bei Hertha BSC finde ich eigenartig. Die Mannschaft steht nur noch 7 Tore vor dem Relegationsplatz und bei Hertha herrscht allgemeine Sorglosigkeit und man redet von Europa und man kommt da unten schnell raus. Ist das Zweckoptimismus oder Verzweiflung oder einfach Ignoranz der Wirklichkeit? So als könne einen der Tabellenplatz ohnehin nichts anhaben, die Mannschaft ist so gut, die kann gar nicht absteigen.

Ach ja heute Abend geht es gegen die Bayern, ein Punktelieferant, wie er besser nicht kommen kann. Ok gegen die Bayern hat Hertha in den letzten Spielen gar nicht so schlecht ausgesehen und mit Pal konnte man sie auch schon besiegen. Ein Selbstläufer jedoch wird es nicht. Jedoch vielleicht einfacher als gegen die mutmaßlich leichten Gegner der letzten Wochen. Die erdreisteten sich dann der Hertha die Punkte wegzuschnappen. Spielbeginn ist übrigens schon um 20:00 Uhr. Die Bayern hatten darum gebeten und die DFL, Hertha und DAZN haben zugestimmt.

So nun habe ich mich über die alte Dame so ausgelassen was liegt denn sonst noch an?

Ob Bayer Leverkusen seine Pokalwunden gerade gegen die auswärts so starken Stuttgarter lecken kann?

Ob der SC Freiburg Rücksicht auf die CL-Ambitionen von Borussia Dortmund nimmt?

Ob Schalke gerade gegen RB Leipzig mal wieder einen Sieg landet?

Ob Mainz 05 gegen Union Berlin ein Heimsieg gelingen wird oder die Köpenicker hier Spielverderber spielen?

Ob der FC Augsburg dem VfL Wolfsburg auf dem Weg nach Europa ein Bein stellen kann?

Ob Borussia Mönchengladbach das Rheinderby gegen den FC Köln für sich entscheiden kann?

Ob Eintracht Frankfurt seine Siegesserie auch bei der TSG 1899 Hoffenheim fortsetzen kann?

Ob Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen einen wichtigen Dreier holt?

Fragen über Fragen und die Antworten darauf gibt es heute, morgen und übermorgen.

Übrigens, wegen des heutigen Spieles im Olympiastadion gibt es auf meinem Sender wieder eine Sendung von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Mit Zwischenergebnissen aus dem Stadion.

Darf es für den Fußball Extrawürste geben?

Nun ist es offiziell, das Champions League-Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool am 16. Februar darf nicht in Leipzig stattfinden.

In Deutschland gilt seit einiger Zeit ein Einreiseverbot aus bestimmten Ländern u. a. auch aus Großbritannien. Somit teilte das Bundesinnenministerium mit, dass es auch für den FC Liverpool keine Ausnahme geben wird. RB Leipzig muss sich nun einen anderen Austragungsort suchen. Oder man einigt sich mit dem FC Liverpool auf einen Tausch. Soll heißen RB Leipzig spielt erst in Liverpool und das Rückspiel dann in Leipzig.

Das wäre möglich, denn der Einreisestopp für die Bundesrepublik endet am 19. Februar. Fraglich nur, ob sich der FC Liverpool darauf einlässt. Sollte es Leipzig nicht gelingen einen anderen Spielort zu finden, so wird das Spiel mit 0:3 für den FC Liverpool gewertet.

Da taucht die Frage auf, ob eine Sondermaschine aus Liverpool, in der alle die mit dieser Maschine kommen, auf das Virus getestet sind, solch eine Gefahr darstellt. Wenn die Mannschaft des FC Liverpool vom Flughafen Leipzig direkt in ihr Hotel gefahren wird und man die Kontakte auf ein Mindestmaß beschränkt, so dürfte das Risiko eher minimal sein.

Doch würde man dann dem Fußball wieder ein Sonderrecht einräumen. Eine Entscheidung, die ich nicht treffen möchte. Was meint ihr denn dazu?

Böser Schiedsrichter

Was hat sich der Trainer des SC Paderborn nach dem Pokalspiel in Dortmund aufgeregt. ER fühlte sich, seine Mannschaft und überhaupt alle, die eben keine Großkopferten im Fußball sind, verschaukelt.

„Wir sind keine Aktiengesellschaft. Hier geht es um zwei Millionen Euro für uns. Wir reden immer von respektvollem Umgang. Aber Respekt ist es, sich diese Bilder am TV anzuschauen und nicht die Kleinen wieder in den Arsch zu treten. Das hat mit Respekt nichts zu tun.“ Gut gebrüllt Löwe.

War es dann nun Abseits oder etwa nicht? Schiedsrichter Stieler, wie auch die Kellerkinder in Köln sahen es als Ball vom Gegner und so war es wohl auch. Also kein Abseits.

Nun lebt der Fußball von den Emotionen seiner Spieler, Trainer und was momentan nicht geht, Zuschauer. Deshalb kann man den Ausbruch des Trainers der Paderborner auch nachvollziehen. Jedoch hört der Respekt vor dem Schiedsrichtergespann auf? Schiedsrichter Stieler hat keinen Fehler gemacht als er das 3:2 für den BVB anerkannte. Er hat vielleicht den Fehler gemacht, sich die Szene nicht nochmals am Monitor anzuschauen. Jedoch war er, wie auch der Keller in Köln sicher, dass es eine Ballberührung eines Paderborner Spielers gab.

Bei aller Enttäuschung für die Paderborner, sollte Trainer Baumgart vielleicht darüber nachdenken, sich mit Schiedsrichter Stieler auszutauschen.