Na dann viel Glück!

Eine Gruppe von Abgeordneten aus St. Petersburg, es soll sich um Stadtabgeordnete des Bezirks Smolninskoje handeln möchten in den kommenden Tagen einen Appell an die Staatsduma richten. Darin schlagen sie vor den russischen Präsidenten Wladimir Putin des Hochverrats anzuklagen.

Ich befürchte, diese mutigen Männer sollten sich nicht so viel vornehmen in nächster Zeit. Denn in Russland gibt es in den letzten Wochen komische Unfälle.

Den Artikel findet ihr hier:

https://www.stern.de/politik/ausland/wladimir-putin–abgeordnete-wollen-ihn-des-hochverrats-anklagen-lassen-32710768.html

Die falsche Taktik?

Zu seinem 42. Geburtstag machte der Hertha Boss Kay Bernstein allen Mitarbeitern von Hertha BSC eine Freude und gab eine Runde Döner aus. Es waren bestimmt Edel-Döner da bin ich mir sicher.

Jedoch finde ich, das war der falsche Zeitpunkt. Heute hätte er sie am späten Nachmittag ausgeben müssen. Mit viel Knoblauch und Zwiebeln, damit die Jungs der Mannschaft morgen die Jungs von Bayer 04 Leverkusen nur anhauchen müssten um sie auf Distanz zu halten. So war es eine nette Geste aber zum falschen Zeitpunkt. 😀 😀

Und dem Boss Kay Bernstein nachträglich Glückwünsche zu seinem Geburtstag.

Kernkraftwerke im standby Modus?

Wirtschaftsminister Habeck hat mal wieder eine seiner „gut“ durchdachten Ideen in die Welt posaunt. Zwei der noch drei am Netz hängenden AKWs sollen bis April nächsten Jahres in Reserveposition stehen.

Soll heißen, sie müssen ständig bereit sein um bei Bedarf ans Netz zu gehen. Nun bin ich diesbezüglich kein Fachmann, höre jedoch zu, wenn Fachleute etwas dazu sagen. Und das stellt sich dann so dar, ein AKW braucht praktisch die volle Personenbesatzung um sicher im Reservemodus zu bleiben. Diese Besatzung muss bezahlt werden, ohne Einnahmen zu haben. Es wird ja erst einmal kein Strom geliefert. Und so einfach, wie sich das der Wirtschaftsminister vorstellt, kann man ein AKW auch nicht an und aus knipsen.

Ich frage mich, gab es in der Bundesregierung jemals einen unfähigeren Wirtschaftsminister als diesen Herrn Habeck? Gab es jemals einen Wirtschaftsminister, der offensichtlich eine Pleitewelle in diesem Land billigend in Kauf nimmt, nur um die in dieser Situation unsinnige Ideologien der GRÜNEN durch zu drücken?

Wann endlich entlässt der Bundeskanzler ihn und mit ihm noch einige andere, für Herrn Lauterbach gibt es heute in Berlin gewiss auch viele freundliche Worte, da aus Protest gegen ihn ca. 2000 Arztpraxen heute geschlossen bleiben.

Aber ich war bei dem Herrn Wirtschaftsminister. Und bekomme Schweißausbrüche bei dem Gedanken, dass er für viele in diesem Land als der bessere Bundeskanzler gilt. Tut mir leid, vom Bundeskanzler bin auch ich sehr enttäuscht, nur eines kann man ihm kaum nachsagen, er überlegt erst und bei Bedarf vergisst er. 😀

Da frage ich mich, wo soll das noch hinführen. Das Land steht wahrscheinlich vor einer seiner größten Herausforderungen seit dem 2. Weltkrieg und hat eine Regierung, die mehr als ratlos wirkt. Sehr beruhigend ist das nicht.

Und eines sollten sich Politikerinnen und Politiker der Koalition abschminken. Die zu erwartenden Proteste der nächsten Wochen kommen nicht nur von links und rechts, der Unmut über die Politik der Koalition hat längst auch die erreicht, die eigentlich gemäßigt sind. Das ist auch ein Verdienst. Stolz jedoch sollte die Koalition darauf nicht sein.

Russisch Roulette

Russisch Roulette ist wenig amüsant für die, mit denen es gemacht wird. Wenig amüsant ist auch, was mit dem Kernkraftwerk Saporischschja geschieht. Hier wird mit atomarem Feuer gespielt.

Ob nun von Russen oder Ukrainern die Raketen abgefeuert werden, lässt sich, wie es neuerdings so schön heißt, nicht unabhängig überprüfen. Es ist eigentlich völlig egal, wer auf dem Absender der Raketen steht. Wenn eine Rakete in einen Meiler einschlägt, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine atomare Katastrophe. Und die Strahlen machen dann weder vor westlichen noch östlichen Grenzen halt und das Gebiet um das AKW ist ewig lange verseucht. Reicht Tschernobyl nicht?

Die Berichte vom IAEA aus Saporischschja jedenfalls sind alles andere als beruhigend. Es wird behauptet, dass es auf dem Gelände des AKWs schon Raketeneinschläge gab.

Wer auch immer dafür verantwortlich ist, muss geistig entweder völlig umnachtet oder total verzweifelt sein. Egal wie, es ist brandgefährlich.

Die gute Landluft

Das ist die Berliner Luft, so mit ihrem tollen Duft …“ Na ja nicht jeder mag sie, die Luft in Berlin und zieht aufs Land. Doch auch da gibt es Gerüche, die dem Städter nicht gefallen.

Das ist die gute Landluft mit ihren Misthaufen oder Güllegerüchen. Wenn morgens der Hahn kräht, so nervt das, Kühe blöken durch die Gegend, Schafe ebenso. Tja so ein Landleben ist eben auch nicht einfach. Und am Sonntag läutet dann eventuell auch noch die Kirchglocke.

Da es immer mehr Nachbarschaftsstreitigkeiten gibt, haben die Freien Wähler im Brandenburger Landtag gefordert, solche Geräusche, nach dem Vorbild Frankreichs, als Kulturgut Sinneserbe zu schützen.

Ein Landleben ist eben auch nicht so einfach. Wie auch das Stadtleben. In Berlin wird von Zugereisten seit Jahren versucht, aus einer Großstadt ein Dorf zu machen.

Ich bin immer wieder erstaunt, was heute alles zu einem Problem gemacht wird. Darüber hat man sich vor 20 – 30 Jahren überhaupt keine Gedanken gemacht. Man war das ein unkompliziertes Leben.

Per Nachnahme?

Es hat wucht das neue Entlastungspaket, Unwucht meinen nicht wenige. 65 Milliarden sollen ausgegeben werden. 65 Milliarden, die wir durch Steuern erbrachten. Denn es ist Geld aus unseren Steuern, das wird sehr schnell vergessen und manche stellen es gerne als Almosen des Staates hin.

Doch der Staat sind wir alle, nicht die, die momentan in der Regierung sitzen oder im Deutschen Bundestages. Dort sitzen die, die wir durch Wahlen als Stellvertreter für uns ins Parlament schickten, um unsere Interessen zu vertreten.

Haben die Regierungen der letzten über 20 Jahre mit billigem Gas aus Russland denn nun die Interessen des Volkes oder die der Wirtschaft vertreten? Es ist eine Frage, die man sich überlegen sollte und die, wie ich glaube, nicht so einfach zu beantworten ist. Denn profitiert haben sowohl die Bürgerinnen und Bürger wie die Wirtschaft. Und wer konnte schon davon ausgehen, dass der Kreml einmal ein Land seines ehemaligen Einzugsgebietes angreifen würde? Doch das konnte man, die Ukraine ist nicht das erste und ich befürchte auch nicht das letzte Opfer von Putins Großmachtsucht. Der große Fehler war es nicht, sich auf das billige Gas aus Russland zu verlassen. Der große, für mich fast unverzeihliche Fehler war das Verhalten der westlichen Welt nach der Annexion der Krim.

Spätestens im Jahr 2014 hätte man das Gasgeschäft mit Russland überprüfen müssen. Es gab genug Warnungen, doch wollte man sie in der damaligen Regierung nicht hören. Schon deshalb sollte sich die heutige Opposition nicht zu lauthals äußern. Die CDU/CSU war es, die damals die Kanzlerin stellte. Daran sei sie nur mal erinnert.

Dem Fehler von 2014, folgte dann jedoch ein genau so fataler Fehler des Jahres 2022. Deutschland war, eben durch die Fehler der Vergangenheit nicht unabhängig vom russischen Gas. Doch man widersprach Brüssel nicht, als man dort eben genau die Energiequellen Deutschlands abwürgte. Man wollte unbedingt die Solidarität mit der überfallenen Ukraine beweisen. Egal was das für die Bürgerinnen und Bürger, sowie große Teile der Industrie in Deutschland bedeutet. Es wurde posaunt, dass wir auf das Gas der Russen verzichten können.

Wer glaubte, Putin damit in die Knie zwingen zu können, sollte sich, so finde ich, aus der Politik verabschieden. So naiv kann man ja wohl nicht sein. Gerne wird hier in Europa suggeriert, dass Moskau isoliert sei. Wenn es nicht so ernst wäre, so würde ich schreiben, das ist lachhaft. Moskau ist weder weltweit isoliert, noch hat es die geringsten Schwierigkeiten seine Rohstoffe zu verkaufen.

Auch Ungarn, Serbien und die Türkei lassen sich weiterhin russisches Gas und Öl liefern. Die Türkei unterhält trotz der Umgehung des Embargos gute Beziehungen zur Ukraine und Russland. Das geht also, ja Erdogan wird von beiden Ländern als Vermittler akzeptiert. Komisch, dass der sonst so laut nach Solidarität schreiende Präsident Selenskyj das so hinnimmt, oder?

Das jedoch nur mal kurz angerissen, um zu erklären, dass es ohne das Geschrei um die Unabhängigkeit vom russischen Gas keine drei Rettungspakete hätte geben müssen. Sich am Verlauf des Krieges in der Ukraine nichts geändert hätte und nicht Unmengen an Steuergeldern, wie schon geschrieben, unseren Steuergeldern verschleudert würden.

Übrigens Solidarität kann man auch dadurch zeigen, dass man sich um Gespräche mit beiden Seiten bemüht um zumindest erst einmal zu einer Waffenruhe zu kommen. Nicht indem man Gespräche, wie die Außenministerin mit dem russischen Außenminister von vornherein ablehnt. Oder einige Wochen später auch Gespräche mit Moskau. Eine Außenministerin muss nicht nur ständig ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden, oder was sie persönlich dem Volk der Ukraine versprochen hat. Sie ist nahezu verpflichtet, auch das Gespräch mit schwierigen Gesprächspartnern in Moskau zu suchen. Auch wenn das zugegeben schwieriger ist.

Der Wirtschaftsminister scheint zumindest erkannt zu haben, was er für einen Bock bei der Gasumlage geschossen hat. Es kann nicht sein, dass Konzerne die dicken Gewinne einstreichen, Verluste jedoch sozialisiert werden.

Die Parteien im Deutschen Bundestag sollten in dieser sehr ernsten Lage endlich in der Lage sein, über ihren Schatten zu springen und gemeinsam versuchen den angerichteten Schaden möglichst eng einzugrenzen. Wenn es nutzt, dann sollen die AKWs, soweit die Sicherheit gewährleistet ist, eben einige Monate länger laufen. Wenn es nutzt, dann soll es eben ein Tempolimit auf den Autobahnen geben. Wenn es nutzt, dann sollt man alles auf den Prüfstand stellen ohne Parteienzwang. Verbockt wurde es ebenfalls von allen Parteien. Darüber sollte man sich endlich im Klaren sein.

Das Entlastungspaket kostet uns viel Geld. Es hilft dem einzelnen Bürger, der einzelnen Bürgerin und der Wirtschaft jedoch nur sehr bedingt.

Sachen gibt’s

Das erinnert mich an einen Kalauer aus dem Wilden Westen. Ein Sheriff wird zu einem toten Indianer gerufen. Dieser hat über 20 Einstiche im Rücken. Der Sheriff sagt, so einen grauenvollen Selbstmord habe ich noch nie gesehen.

Aufgelesen

„Wenn ich den Menschen in der Ukraine das Versprechen gebe: ‚Wir stehen an eurer Seite, solange ihr uns braucht‘, dann will ich es einhalten. Egal, was meine deutschen Wähler denken. Aber ich will das Versprechen dem ukrainischen Volk gegenüber einhalten“.

Annalena Baerbock deutsche Außenministerin bei einer Podiumsdiskussion in Prag

Hier ist noch der englische Originaltext. Sie hatte englisch gesprochen.

„If I give the promise as a politician – and luckily in democracy it could be the chance that people disagree with me and they say in four years ‚Well, you didn’t tell us the truth‘. But if I give the promise to people in Ukraine, ‚we stand with you as long as you need us‘, then I want to deliver. No matter what my German voters think, but I want to deliver to the people of Ukraine. And this is why for me it’s important to be always frank and clear. And this means, every measure I’m taking, I have to be clear that this holds on as long as Ukraine needs me. And this is why I think it’s so important that we have to be frank. Yes everybody wishes from us that tomorrow the war stops, but in case tomorrow it wouldn’t stop, I will be also there in two years time. “