Ein nachdenkliches Lied

In den letzten Tagen habe ich mir in der RBB-Mediathek die Folgen 1970-1979 der Serie „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ angesehen. Am Sonnabend war ich beim Jahr 1978 angekommen. Und in dieser Sendung hörte ich dieses Lied

Heute Abend geht es los

Heute Abend wird die Saison 2019/20 mit dem Spiel Bayern München gegen Hertha BSC eröffnet. Und man hätte sich bei Hertha wahrscheinlich einen einfacheren Gegner zum Auftakt gewünscht als die Elf von der Isar.

Aber es kann auch ein Vorteil sein, auf eine doch leicht verunsicherte Truppe der Bayern zu treffen. Auch wenn ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass die Spieler sich von diesem ganzen Wechseltheater groß beeinflussen lassen. Die Bayern haben immer noch eine Mannschaft, die zu den Favoriten im nationalen Fußballgeschäft gehört. Wie sie sich international behaupten können, muss man abwarten. Sollte jedoch keine allzu großen Erwartungen haben.

Im Gegensatz zu den Bayern ist die Vorbereitung von Hertha ja nahezu mustergültig verlaufen. In der Truppe herrschte eine sehr gute Stimmung. Doch jetzt geht es um die Plätze in der Mannschaft und da gibt es dann wohl doch einige Unruhe. Den spielen möchten sie alle. Doch maximal 13 können es eben nur pro Spiel.

In der Abwehr bin ich gespannt, ob L. Klünter in dieser Saison mehr Einsätze bekommt. Auf der rechten Abwehrseite hat er ohnehin kaum einen anderen Spieler im Nacken. Anders sieht es links aus. Mit M. Mittelstädt und M. Plattenhardt sind hier zwei durchaus gleichwertige Spieler. Da wird wohl des Öfteren die Tagesform entscheiden. Doch ist der eine angeschlagen und der andere verletzt. Die Innenverteidigung scheint, rein formal, eines der Prunkstücke zu sein. Aber ob N. Stark bleibt, scheint, bei allen Treuebekenntnissen, immer noch fraglich. Aber noch ist er hier. Mit D. Boyata, K. Rekik und J. Torunarigha stehen weitere drei Innenverteidiger zur Verfügung.

Die Qual der Wahl dürfte A. Covic im Mittelfeld haben. Hier herrscht ein Überangebot an Kandidaten. Gesetzt ist Grujic, der für ein weiteres Jahr bei Hertha bleibt, was zu einem hörbaren Aufatmen bei vielen führte. Mittlerweile besteht sogar ein kleines Fünkchen Hoffnung, ihn nach der Saison eventuell ganz verpflichten zu können. Das hängt natürlich von der Platzierung Herthas in der Saison ebenso ab, wie die Entwicklung im Mittelfeld des FC Liverpool. O. Duda, A. Maier, E. Löwen, V. Darida, P. Skjelbred, S. Friede, M. Covic und A. Esswein werden hier um die Plätze kämpfen müssen. Wobei man bei M. Covic und A. Esswein über eine Verleihung an andere Vereine nachdenkt.

Und im Angriff sieht es ähnlich aus. Selten war Hertha so gut im Angriff aufgestellt wie in dieser Saison. Auch hier beneide ich den Trainer nicht. Kapitän V. Ibisevic scheint im Moment gesetzt zu sein. Bei ihm trifft der Spruch je oller, je toller durchaus zu. Er ist in einer hervorragenden Form. Diese wünscht man sich auch von Davie Selke. Er scheint endlich völlig verletzungsfrei zu sein und kann sich somit besser einbringen als in der vergangenen Saison. Dahatte man immer das Gefühl, so ganz rund läuft er nicht. Er wird in dieser Saison zeigen müssen, dass er die Nachfolge seines Kapitäns antreten kann. Und der zweite Oldie im Sturm steht Ibisevic in nichts nach. Als S. Kalou damals zu Hertha kam, rümpften einige die Nase und waren der Meinung, er würde bei Hertha seine Laufbahn gemächlich ausklingen lassen. Dass er spielerisch und menschlich kaum zu ersetzen ist, haben die letzten Jahre gezeigt. Er ist der „Gute Geist“ der Truppe, der sich stets sehr nett um Herthas Neuverpflichtungen kümmert und ihnen somit die Eingewöhnung leichter macht. Mit der Neuverpflichtung das Belgiers D. Lukebakio wird der Angriff bestimmt nicht geschwächt. Ihn jedoch als Alternative für den abgewanderten Lazaro zu sehen, halte ich für falsch. Lazaro hat nach hinten ebenso gut gearbeitet wie nach vorne. Und im Abwehrbereich ist Lukebakio, das hat seine Zeit in Düsseldorf gezeigt, schwach. Dann wären da noch der leider häufig verletzte J. Dilrosun. Der, wenn er verletzungsfrei bleiben sollte, allmählich in die Rolle Kalous schlüpfen könnte. P. Köpke und D. Redan dürften, wenn die anderen sich nicht verletzen, wohl eher weniger Einsätze bekommen.

Viele Varianten hat Trainer Covic in den letzten Wochen einstudieren lassen. Er möchte, dass die Mannschaft auch während eines Spieles das System ändern kann. Doch das Pokalspiel gewann Hertha interessanterweise mit dem alten Dardaisystem.

Man wird sehen, mit welchem System Hertha heute Abend den Bayern Paroli bieten möchte. Ein Punkt wäre ein guter Start in die Saison. An drei zu denken wäre dann doch etwas vermessen. Zumal weder Bayern noch Hertha wissen, wo sie stehen.

6 Jahre WordPress

Als ich soeben die Nachricht von WordPress bekam, dass ich am heutigen Tag 6 Jahre bei WordPress blogge, war ich etwas überrascht. Denn ich hatte ein anderes Datum im Kopf. Aber egal wahrscheinlich meinen sie die Zeit, als ich bei WordPress einen Ausweichblog für blog.de hatte.

Denn ernsthaft gebloggt habe ich hier seit Juni 2015. Ja, ja so lange müsst ihr mich hier schon ertragen.

Die 85 Prozent Schwangerschaft!

Ihr sagt, ein bisschen schwanger gibt es nicht? Doch das gibt es. Gestern wurde vermeldet, dass Meng Meng das Pandamädchen des Berliner Zoos wahrscheinlich, ja sehr wahrscheinlich, schwanger sei. Und das zu 85 Prozent. Nun bin ich gespannt, ob die restlichen 15 Prozent dann auch noch folgen. 😀

So gibt es seit gestern die 85 Prozent Schwangerschaft. Öfter mal was neues. 😀

Eine Partei schafft sich ab

Wer rettet die SPD? Niemand der führenden Köpfe oder besser geschrieben derer, die man kennt, ist, so scheint es bereit, den Posten des oder der Vorsitzenden zu übernehmen. Die Kandidaten die ihre Kandidatur ankündigten, sind wohl eher profillose Parteimitglieder, die in der Partei selbst kaum Rückhalt haben.

Dieses Theater geht nun schon seit Wochen und wird sich weiter hinziehen. Und das obwohl man dringend jemanden brauchen würde, der für eine klare Linie in der Partei und für die Partei stehen würde. Drei Landtagswahlen stehen bevor und die SPD dümpelt vor sich hin. Wie sollen die Wähler erkennen, für was die Partei steht, wenn es die Partei selbst nicht mehr weiß? Die Zeiten in denen Parteien eben wegen der Partei gewählt wurden, sind vorbei. Bei der Parteienvielfalt, die mittlerweile herrscht, verliert man schnell Stimmen. Und für die SPD sieht es so aus, als ob sie in mindestens zwei Bundesländern im September in die Bedeutungslosigkeit fallen sollte. Und das obwohl die Bundesminister/Bundesministerinnen in Berlin gute Arbeit leisten.

Eines dürfte sicher sein, mit diesem monatelangen Gesuche nach einer oder einem Vorsitzenden hat die Partei sich einen schlechten Dienst erwiesen. Mit dem Suchen nach einer Doppelspitze noch mehr. Denn eine Doppelspitze ist selten eine gute Lösung. Man kann Konzepte im Team erarbeiten. Doch an der Spitze muss eine oder einer stehen, der die Richtung vorgibt.

Die SPD wird bei allen Wahlen der nächsten Jahre Stimmenverluste einfahren, so glaube ich. Ob sie sich mit einem oder einer neuen Parteivorsitzenden langfristig aus diesem Dilemma befreien kann, ist heute schwer vorauszusagen. Ich bin eher skeptisch. Und wenn, dann wird es ein langer beschwerlicher Weg werden. Schade, dass eine große Partei, die viel für Deutschland getan hat, so abgewirtschaftet wurde.

Und wenn wir gerufen werden …

Läuft es in Hongkong ähnlich ab, wie 1968 in der damaligen Tschechoslowakei und dem dortigen Prager Frühling? Als die Truppen des Warschauer Paktes unter Führung der Sowjettruppen dem Prager Frühling ein Ende bereiteten. Damals behaupteten sie auch, sie wurden gerufen. Von wem, das hat man nie erfahren.

1997 übergab Großbritannien Hongkong an China. Jedoch sollte es 50 Jahre seine Eigenständigkeit behalten und somit einen Sonderstatus erhalten. Die Regierung in Peking hatte so kein direktes Regierungsmandat in Hongkong. Dies konnte den Regierenden in Peking nicht gefallen.

Schon öfter brodelte es in Hongkong und man fragte sich immer, wer ist für die Unruhen verantwortlich. Die Unruhen arteten bis vor einiger Zeit jedoch nie in regelrechte Aufstände aus. Doch bei den jetzigen scheint alles anders zu sein und ich frage mich, sind sie gesteuert? Werden die durchaus berechtigten Demos gegen die von Peking eingesetzten Regierenden geschickt ausgenutzt um größere Unruhen entstehen zu lassen, damit man Peking offiziell im Hilfe ersuchen kann? Für mich hat es jedenfalls den Anschein als ob Peking 22 Jahre nachdem Großbritannien Hongkong übergab, es nun endgültig unter seine Regie bringen möchte.

Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

Mal kurz geschrieben

Es gäbe im Moment viele Themen, über die ich schreiben könnte. So viel Idiotisches, jedenfalls nach meiner Meinung, geschieht weltweit. Ich kann mich auch kaum erinnern, dass jemals so viele populistische Typen in den höchsten politischen Ämtern ihr Unwesen trieben.

Dass 75 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges überall, und nicht nur in Europa, rechte Wirrköpfe immer mehr an Einfluss gewinnen und das Virus des rechten Gedankengutes zusehends die Menschen befällt.

Doch habe ich im Moment wenig Lust darüber zu schreiben. Ich kann mich an die Anfänge meiner virtuellen Tätigkeit erinnern. Als ich meine ersten Kommentare im Abendschaublog der Berliner Abendschau abgab. Da stellte ich ein Lied ins Blog, das damals die Situation ganz gut beschrieben hat. Doch hat sich denn viel geändert? Ich denke, es hat sich noch mehr verschlechtert. Und deshalb stelle ich das Lied heute, fast 12 Jahre später nochmals hier rein.