Papa weshalb haben die damals überhaupt eine Mauer gebaut?

Diese Frage stellte am vergangenen Montag ein kleiner Junge seinem Vater und ich hätte zu gerne die Antwort auf diese Frage gehört. Doch konnte ich den beiden ja nicht deshalb neugierig folgen.

An der Rückseite der East Side Gallery gibt es seit dem 13. August eine Sonderausstellung und diese ist bis November zu sehen. Fotos aus der Zeit des Mauerbaus wurden auf Plastikfolien aufgedruckt und an der Rückseite der einstigen Mauer angebracht. Leider hat die Vergrößerung der Fotos diesen nicht besonders gutgetan. Aber sie bringen dennoch eine schmerzliche Epoche zurück.

Einen kleinen Film habe ich dann auch noch gedreht und ich hoffe, er zeigt euch einen kleinen Einblick.

Heftige Turbulenzen

AIRBerlin.jpgWas die Spatzen schon seit einiger Zeit von den Dächern des Flughafens Tegel pfiffen, ist nun eingetreten. Die Fluggesellschaft AIR Berlin meldete Insolvenz an.

Der Sinkflug der Gesellschaft geht schon seit einiger Zeit, doch nun steht der Crash bevor. Sozusagen eine Bruchlandung mit ansage. Weil die Fluglotsen, sprich Manager von AIR Berlin den Kurs offensichtlich falsch berechneten, müssen nun die Angestellten um ihre Jobs bangen. Zweifellos hat auch der Pannenflughafen BER maßgeblich dazu beigetragen, dass AIR Berlin in Turbulenzen geriet.

Elli Bananenflanke meint …

… ihr seid solche Idioten!

Am heutigen Abend wurde die erste Runde des DFB-Pokals mit der Begegnung Hansa Rostock-Hertha BSC abgeschlossen. Leider standen dabei mal wieder Idioten die ein Fußballstadion mit einer Spielstätte für Menschen die nur Grütze im Kopf haben verwechseln im Blickpunkt.

In der 2. Halbzeit musste der Schiedsrichter die Partie schon einmal für einige Minuten unterbrechen da aus dem Hertha-Block Pyrotechnik in den Hansa-Block und auf das Spielfeld flog. In der 75. Minute musste der Schiedsrichter dann nach einer Provokation der sogenannten „Hansafans“ gegen sogenannte „Herthafans“ nochmals für 15 Minuten unterbrechen. Denn die idiotische „Herthafans“ ließen sich natürlich nicht lange bitten und antworteten ihrerseits wieder durch einen Beschuss mit Pyrotechnik.

Nachdem das Spiel wieder angepfiffen wurde, konnte tatsächlich noch mal Fußball gespielt werden und Hertha gewann letztendlich verdient mit 2:0. Aber eigentlich war das an diesem Abend der Idioten schon egal.

Schade wieder einmal hatte der Fußball verloren.

Mal eine Frage?

Ich versuche mal, mit einer Umfrage die Stimmung rund 6 Wochen vor der Bundestagswahl einzufangen. Macht ihr bei der kleinen Abstimmung mal mit? Vielen Dank schon mal im Voraus.

Ein Sonntag im August

Es war kein schöner Sonntag. Der Himmel weinte, so als wäre er mit dem was an diesem Tag geschah nicht einverstanden. Es war der Tag, an dem die Teilung Deutschlands im wahrsten Sinn des Wortes zementiert wurde.

Am 13. August 1961 wurde ich morgens gegen 8:00 Uhr durch das Rasseln von Panzerketten geweckt. Damals war ich gerade 11 Jahre alt und wohnte natürlich noch in meiner Geburtsstadt in Franken. Wir wohnten in einem zwei Familienhaus und die Straße in der wir wohnten, war eine sogenannte Ausfallstraße hin zum Fichtelgebirge und zur Autobahn. Nun muss man sich das so vorstellen, an Wochentagen war geringfügiger Verkehr und am Sonntag eigentlich kaum. Jedenfalls nicht morgens um 8:00 Uhr. Und Panzer am Sonntag? Das kannten wir schon gar nicht. Ich sprang aus dem Bett und machte das Rollo hoch. Panzer auf Panzer mit amerikanischen Soldaten in voller Kampfmontur fuhren Richtung Autobahn.

Meine Mutter kam zu mir rein und fragte mich, was da los sei, ich dachte erst an ein Manöver. Aber am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr? Also machten wir das Radio an und hörten die Reportage aus Westberlin. Die Grenze zur damaligen DDR war über Nacht geschlossen worden. Alle Verbindungen der beiden Stadthälften wurden gekappt. Und am Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charlie sollen sich amerikanische und russische Panzer gegenüber stehen. Meine Mutter dachte sofort an die schrecklichen Erlebnisse des 2. Weltkrieges und befürchtete, das könne nun wieder geschehen. Wie wir alle wissen, soweit kam es zum Glück nicht.

Wir hatten natürlich längst das Fernsehgerät eingeschaltet und sahen die Bilder aus Berlin. Dazu muss ich sagen, Fernsehprogramm um diese Zeit gab es in den 60er Jahren eigentlich nicht, es war natürlich eine Sonderberichterstattung. Und diese zog sich dann fast über den gesamten Tag hin.

Heute scheint es unvorstellbar, wie man die Lebensadern einer großen Stadt im Handstreich zerschneiden kann, doch die Herren in Ostberlin schafften es. Natürlich mithilfe der damaligen Sowjetunion. Ich erinnere mich noch heute an Bilder die mich, wenn ich sie heute sehe noch immer erschaudern lassen. An eine junge Frau, die mit ihrem Pullover im Stacheldraht hängen blieb, oder an Menschen die versuchten sich an Bettlaken abzuseilen und an einen Volkspolizisten der es mit einem kühnen Sprung schaffte in den Westen der Stadt zu gelangen. Das alles hat einen damals sehr bedrückt und wie muss es erst den Menschen in West- und Ostberlin gegangen sein? Deren Familien urplötzlich auseinandergerissen wurden?

Nie hätte ich gedacht, dass ich es erleben würde, dass die Mauer einmal nicht mehr quer durch Deutschland gehen würde. Doch es kam zum Glück anders. Doch statt darüber froh zu sein, scheint das einigen nun auch wieder nicht zu gefallen.

Manches kann man eben tatsächlich nur schwer verstehen. Heute vor 56 Jahren spielten sich in der Stadt in der ich seit nunmehr fast 49 Jahren lebe unbeschreibliche Szenen der nackten Verzweiflung und der nackten Wut ab. Vielleicht sollte man daran mal denken, wenn „Westler über „Ostler“ oder „Ostler“ über Westler“ schimpfen.

Ein Programm-Tipp

Auf ARTE gibt es heute Abend um 21:55 Uhr den Spielfilm A Hard Day’s Night. Es war der erste Film der Beatles. Wer also noch nichts vorhat und diesen Film noch nicht kennen sollte, soll es tatsächlich geben, der hat heute Abend die Gelegenheit ihn sich anzuschauen. Obwohl ich damals in den 60er Jahren nicht der große Beatle-Freund war, hat er mir ganz gut gefallen. Die Musik ohnehin.

Zur Einstimmung stelle ich einen Song aus dem Film mal hier rein.

Elli Bananenflanke meint …

… Videobeweis

Ach, wie herrlich unkompliziert war doch einstmals die Fußballwelt. Was waren das noch einfache Regeln bevor einigen Herren der FIFA und UEFA, die offensichtlich unter chronischer Langeweile leiden, sich dazu berufen fühlten neues zu erfinden. Der letzte Clou dieser unterbeschäftigten Funktionäre ist der Videobeweis.

Schon in Russland beim Confed Cup wurde er ausprobiert und eigentlich hätte man da schon merken müssen, dass diese Neuerung nicht das hält was sich einige davon versprochen haben. In Deutschland wurde er am vergangenen Sonnabend erstmals beim Supercup zwischen Borussia Dortmund und Bayern München eingesetzt. Und versagte kläglich. Ein Tor des FC Bayern wurde anerkannt, weil die „Oberschiedsrichter“ meinten, dass keine Abseitsstellung vorgelegen hatte. Nun das war wohl eine zumindest fragwürdige Entscheidung und nach dem Spiel musste man dann auch zugeben, dass die korrekte Analyse nicht möglich war, da die virtuelle Linie nicht funktionierte.

Keinen Videobeweis gab es dann am Dienstag beim Supercup, vor lauter Cups kennt man sich schon fast nicht mehr aus aber die Geldmaschinen müssen ja geschmiert werden, zwischen Real Madrid und Manchester United. Allerdings wurden nach einem Tor von Real Madrid gefühlte 25 Zeitlupen gezeigt, ob es nicht doch abseits war.

Meine Güte, wenn es eines Videobeweises bedarf oder gefühlten 25 Zeitlupen, dann war es unglaublich knapp. Und ist bei einer Millimeterentscheidung von keinem Linienrichter erkennbar. Also ist es ein Tor. Da müssen Spieler nach einer knappen Entscheidung nicht erst auf den Schiedsrichter warten, dass er ihnen signalisiert, jetzt dürft ihr euch freuen. Das Tor zählt.

Macht den Fußball doch nicht noch komplizierter. Was wäre dann der nächste Schritt? Dass Ergebnisse erst Tage später, nach einer eingehenden Fernsehanalyse feststehen? Und wer jetzt denkt, das wird nie kommen, SICHER?