Nachdenkliches?

Als ich vor einiger Zeit einen alten Freund, den ich jahrelang nicht mehr gesehen hatte, zufällig begegnete, war unsere Freude sehr groß.  Das war auch nicht ungewöhnlich, wir haben uns immer prima verstanden.

Im Laufe unseres Gespräches kam er auf ein Thema, das mich bis dato eigentlich noch nie beschäftigte. Da ich meist in der Gegenwart und nur ganz wenig in der Vergangenheit lebe. Also fragte er mich ob ich mich eigentlich schon mal gefragt habe irgendwann im Leben falsch abgebogen zu sein? Da saß ich nun und überlegte, nein darüber habe ich noch nie nachgedacht, antwortete ich.

Am Abend als ich den Tag nochmals gedanklich Revue passieren lies, fiel mir seine Frage wieder ein. Und ich dachte mal kurz nach. Wie wäre es gewesen, wenn ich nicht nach Berlin gegangen wäre? Wenn ich einen anderen Beruf gewählt hätte? Wenn ich meine Frau nicht kennengelernt hätte? Wenn ich Entscheidungen die ich treffen musste, anders entschieden hätte?

Ich kam zu dem Ergebnis, es bringt nichts. Ich werde nie erfahren, wie es gelaufen wäre, hätte ich andere Entscheidungen getroffen.

Habt ihr darüber auch schon mal nachgedacht?

Tee oder Kaffee?

Es ist wie bei Bier- oder Weintrinkern zwei Lager, die den Geschmack des anderen kaum nachvollziehen können oder möchten.

Da gibt es den Teetrinker, der seinen Tee in einer aufwendigen Zeremonie zelebriert. Tee ist der höchste Genuss, den er/sie sich vorstellen kann. Kaffeetrinker können da nur die Nase rümpfen. Kaffee ist etwas unvergleichlich Gutes. Es gibt Menschen die sind morgens einfach keine Menschen, wenn sie nicht 1 oder 2 Tassen Kaffe in sich reingekippt haben. Habe ich oft im Büro erlebt.

Das sind mittlerweile große Wirtschaftszweige geworden. Es gibt unzählige Tee- und Kaffeesorten und dabei meine ich nicht die extravaganten Auswüchse der letzten Jahre, was den Kaffee betrifft.  Ich muss gestehen ich bin Teetrinker und mir schmeckt Tee eben sehr gut. Dabei bin ich nicht auf eine gewisse Teesorte fixiert und zelebriere auch das Tee brühen nicht. Allerdings trinke ich nach der Nachmittagsrunde mit unseren Hunden auch einen Espresso ganz gerne.

Ich verstehe ohnehin nicht, weshalb man aus allem eine Religion machen muss. Ob nun Bier- oder Weintrinker, ob Tee- oder Kaffeetrinker, entscheidend ist doch, es muss einem schmecken, oder?

Termine beim Facharzt

Ab heute gilt, wer einen Facharzttermin benötigt, kann bei der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen und bekommt dann, wer es glaubt, einen Termin innerhalb von 4 Wochen. Allerdings breitete sich sofort Skepsis aus, ob das funktionieren soll.

Ich muss ehrlich gestehen ich bin langsam richtig sauer. Wo bleiben eigentlich die Krankenkassenbeiträge? Die Ärzte können nur noch begrenzt abrechnen, den Krankenhäusern schnürt man den Säckel immer mehr zu, die Wartezeiten für Fachärzte werden immer länger und länger. Als ich noch berufstätig war, war ich stets freiwillig versichert. Eine private Krankenversicherung lehnte ich stets ab. Ich finde medizinische Versorgung muss für alle gewährleistet sein. Unabhängig vom sozialen Status. Macht doch mal den Test, wenn ihr zu einem Facharzt müsst und einen Termin in weiter Ferne bekommt und sagt, dass ihr bereit seit, die Kosten selbst zu tragen. Ihr werdet sehen, wie kurzfristig ein Termin möglich ist.

Ich finde das eine Sauerei, die es in einem Staat wie der Bundesrepublik nicht geben dürfte. Über die Macht der Pharmaindustrie mag ich schon gar nichts schreiben. Sonst brauche ich vor lauter Wut gleich einen Termin bei einem Facharzt.

Man muss eben Prioritäten setzen

Seit einigen Wochen scheint die PEGIDA-Demo eine höhere Stufe erreicht zu haben. Eine Stufe, bei der man über das Anliegen besorgter Bürger zweifeln kann. Jedenfalls bei einem Teil der Teilnehmer. Doch die Verfassungsorgane sehen keinen Anlass diese „besorgten Bürger“ unter die Lupe zu nehmen.

Da ist man bei Abgeordneten des Deutschen Bundestages schon viel sensibler. Abgeordnete der LINKEN wurden oder werden seit Jahren beobachtet.

Wie sagte es ein Kabarettist doch so passend, wenn die PEGIDA-Patri-Idioten in Dresden auf die Straße gehen, kann man das rechte Auge schon mal zumachen.

Genau, man muss eben Prioritäten setzen würde ich sagen. Und wer ist denn nun gefährlicher für unsere Demokratie? Für mich jedenfalls die Macher der PEGIDA. Aber vielleicht bin ich ja einfach auf dem linken Auge blind.

Was ist falsch an der Geschichte?

In loser Folge erzähle ich kleine Geschichten, die einen dicken Fehler enthalten, manchmal auch zwei. Mal sind diese leichter, mal schwerer zu finden. Also ich bin gespannt, hier ist die kleine Geschichte.

Es waren unruhige Zeiten 1989. Wir in Westberlin und wahrscheinlich nicht nur wir hatten große Befürchtungen, dass die Demonstrationen in der DDR und die große Demo in Ostberlin eventuell doch noch in einem Blutbad enden könnten. In dieser Zeit hatten wir Besuch einer Rentnerin aus der DDR und diese fragte ich wen sie zutrauen würde eine Wende in der DDR hinzubekommen. Sie überlegte und sagte dem Hans Modrow in Dresden, dem würde sie das zutrauen. Er spielte auch eine Rolle, nachdem Egon Krenz Erich Honecker zum Rücktritt drängte. Dem letzten erstmals frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR, Thomas de Maizière, blieb es allerdings vorbehalten mit Zustimmung der Volkskammer dem Grundgesetz der Bundesrepublik beizutreten und die DDR aufzulösen.

Wechselgeld – eine skurrile aber wahre Geschichte

Dies ist ein Gastkommentar allerdings werde ich den Namen des Verfassers/der Verfasserin nicht nennen. Name und Anschrift sind mir bekannt. Gerne veröffentliche ich Eure Gastkommentare. Wer also ein interessantes Thema oder auch interessante Fotos hat immer her damit.

 Hier nun der Gastkommentar:

Gestern musste ich mal wieder ins Amt. Die sachkundigen Mitarbeiter dort hatten dafür gesorgt, dass meinem Kind Mittel entzogen wurden, die ihm zustanden. Das musste also geklärt werden (lange Wartezeiten inklusive).

Schon beim Betreten des Gebäudes fiel mir ein Mann auf, der einen voll beladenen Einkaufwagen (so einen, mit dem man in den Supermärkten durch die Gänge fährt) vor sich her schob. Vollbeladen nicht mit dem Wochenendeinkauf, sondern mit seiner persönlichen Habe.

Als ich es dann bis in den Wartebereich der für mein Anliegen zuständigen Abteilung geschafft hatte (übrigens nach 2 ½ Stunden), traf ich dort diesen Mann wieder. Er stand wie ich auf dem Gang. Sein Alter war nur schwer zu schätzen, irgendwas zwischen 20 und 35 Jahren. Wettergegerbtes und ja, schmutziges Gesicht, die Farbe seiner Kleidung hatte ein einheitliches Schmutziggrau angenommen. Und er roch. Wie das eben so sein kann, wenn man auf der Straße lebt.

Aber in seinen Händen hielt er eine Aktenmappe, in der seine Unterlagen fein säuberlich parat lagen. Dann kam ein Sachbearbeiter, der ihn augenscheinlich kannte. Schaute sich den Brief an, den der Mann ihm zeigte. Rümpfte die Nase, „nehmense doch mal die Finger da weg“ – und bedeutete ihm zu warten. Kam nach einer Weile wieder, übergab dem Mann eine Chipkarte für eine Barauszahlung am Kassenautomaten des Amtes und verschwand ohne Gruß.

Und – natürlich – dieser Mitarbeiter war dann auch mein (wenig kompetenter) Ansprechpartner. Es gab ein unerfreulich aber erfolgreich verlaufendes Gespräch, mein Anliegen konnte positiv geklärt werden. Aber während ich dort im Zimmer saß, klopfte es. Auch ohne Aufforderung öffnete sich die Tür. Ich drehte mich zur Seite – und sah den (obdachlosen) Mann von vorhin. Er trat ein, ging an den Tisch und legte ein 2-Euro-Stück darauf. Verabschiedete sich und ging wieder. Ich musste lachen. Was für ein seltsames Verhalten. Der Sachbearbeiter grinste ebenfalls und sagte er würde mir erklären, was es damit auf sich hat, aber er müsse erstmal meinen Kram erledigen.

Als wir fertig waren, schlug er eine Akte auf, die vor ihm lag. In diese Akte war ein Plastikbeutel eingelegt, in welchem sich viele Münzen befanden (von einem Cent bis zu 2 Euro-Stücken). Es war die Akte von jenem Mann, der das Geldstück gebracht hatte. Dann wurde mir erklärt, dass der Mann jedesmal, wenn er sich am Automaten das Geld geholt hatte, das Münzgeld genau untersucht. Und jede Münze, die nicht in Deutschland geprägt wurde, bringt er wieder zurück. Im Amt sammeln sie nun die Münzen (schreiben jeden Betrag genau auf) und tauschen sie dann irgendwann. Es kamen so schon mehrere Hundert Euro zusammen. Eine Begründung haben sie dort von dem Mann nicht bekommen (wahrscheinlich hat ihn auch niemand danach gefragt).

Ich war einigermaßen sprachlos, musste aber auch lachen. Schon seltsam, diese Geschichte, oder?

Die gemeine Stechmücke

Wer kennt das nicht, es ist ein lauer Sommerabend und man fährt schnell zu einem der Seen, um eine Runde zu schwimmen. Schon fliegen die Biester um einen herum und nerven. Noch schlimmer, ja noch nervender sind sie in der Wohnung. Man ist müde und Freud sich auf sein Bett. Deckt sich nur mäßig zu, es ist ja warm in der Wohnung in dieser Jahreszeit, man liegt kaum und pssssssss, psssssss schwirren die fiesen Blutsauger um einen herum, um gnadenlos zuzustechen, sobald sich eine Gelegenheit ergibt. Genervt macht man das Licht an …, und Ruhe ist. Keine Stechmücke weit und breit zu hören oder zu sehen.

Also Licht wieder aus und ins Kissen kuscheln und …? Pssssssss, psssssss, so langsam kommen einem ganz böse Mordgedanken und man ist bereit jede Stechmücke zu zerlegen, wenn man sie nur erwischen würde. So geht das eine ganze Weile und mittlerweile ist man eigentlich wieder hellwach.

Was also hilft gegen die gierigen Blutsauger? Mückenspray, Duftkerzen oder andere Hausmittelchen?

Dazu habe ich gestern in einem Blog bei blog.de einen netten Thread entdeckt und die Idee fand ich so klasse, dass ich die Betreiberin des Blogs um Erlaubnis fragte, ob ich diese in meinem Blog veröffentlichen kann. Sie hat es mir dankenswerterweise erlaubt. Danke @Verbalkanone.

So und hier ist die ultimative Lösung wie man den Stechmücken beikommen kann!

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Merkwürdige Gedanken?

Normalerweise sind mir die Kirchen oder besser geschrieben die vielen Glaubensrichtungen egal. Doch heute Morgen bei der Morgentoilette hatte ich, wahrscheinlich wegen des heutigen Feiertages, einige Gedanken, denen ich mehr oder weniger nachhing.

Wie viel Schindluder ist in den vergangenen Jahrhunderten im Namen Gottes oder auch Allahs getrieben worden. Wie viel Leid wurde über Menschen gebracht. Wie viele Menschen wurden gefoltert, verstümmelt oder versklavt? Aktuell wird uns tagtäglich in den Nachrichten gezeigt, wie sogenannte Islamisten im Namen Allahs schwerste Gräueltaten begehen. Immer ist Allah groß. Wie hat sich gerade die katholische Kirche im Mittelalter bereichert? Ob nun Kardinäle oder Päpste, sie bereicherten sich im Namen Gottes auf unchristlichste Art.

Die Geistlichen sprechen immer davon, dass man am jüngsten Tag vor seinen Schöpfer treten wird. Ich frage mich mit wem er wohl gnädiger umgehen würde, so es eine übergeordnete Macht geben sollte. Mit Menschen die zwar nicht sehr gläubig waren, jedoch niemandem Schaden zufügten, oder jenen die in seinem Namen brutalste Verbrechen begingen?

Ja manchmal hänge ich komischen Gedanken nach und frage mich wie ich eigentlich auf so etwas komme.